Die prominente Ehefrau des demokratischen Senators und früheren Präsidentschaftsbewerbers John Kerry (Massachusetts) griff jetzt öffentlich die Empfehlungen der Federal Preventive Services Task Force (FPSTF) an, mammographische Vorsorgeuntersuchungen zu reduzieren. Sollte die Senats- oder Repräsentantenhausversion von Obamas sogenannter Gesundheitsreform als Gesetz verabschiedet werden, würden die Empfehlungen der FPSTF dazu führen, dass Krankenversicherer die Kosten für diese Untersuchungen nicht mehr übernehmen. Teresa Heinz‘ eigene Brustkrebserkrankung wurde bei einer mammographischen Untersuchung diagnostiziert.
In den USA beteiligten sich 1987 erst 39% aller Frauen über 40 Jahren an regelmäßigen Mammographievorsorge; mittlerweile sind es 70%. Die Todesfälle durch Brustkrebs sind in diesem Zeitraum stark zurückgegangen. Mrs. Kerry sagte gegenüber AP, wenn etwas "kostspielig" sei und das gewohnte Leben völlig durcheinanderbringe, dann eine Krebsbehandlung. „Warum also bestehen diese Leute auf ihrer Herangehensweise, statt einfach einen Test zu machen? Deshalb bin ich so aufgebracht über die Entscheidung dieses Gremiums." Die Schwestern in dem sie behandelnden Krankenhaus seien „völlig außer sich" gewesen, als sie von der Verordnung hörten. „’Wir haben all die Jahre die Frauen angehalten, zur Brustkrebsvorsorgeuntersuchung zu gehen‘, sagten sie, ‚und nun das.’"
Bereits jetzt haben "Kostendämpfungsprogramme" von US-Bundesbehörden dazu geführt, daß sich seit 2000 die Zahl der Untersuchungen um 16% verringerte. Die jetzige Ankündigung der FPSTF vom November, zusammen mit Falschdarstellungen über das angeblich hohe Strahlenrisiko hat Patienten weiter verunsichert und droht, die Zahl der Krebstoten wieder in die Höhe schnellen zu lassen.
Das ist nur ein Beispiel für die katastrophalen Folgen der geplanten Gesundheitsreform, in der jetzt unumstößlich (!) festgeschrieben werden soll, daß künftig ein von der Politik "unabhängiges Gremium" (IMAC oder IMAB) festlegt, was an medizinischer Versorgung in Zeiten knapper Kassen bezahlt wird und was nicht. Aber der Widerstand, der die Bevölkerung im Sommer zu Zehntausenden in Parteiversammlungen führte, um dort zu protestieren, wächst, vor allem, weil die Regierung jetzt versucht, mit allen Mitteln ihr im Effekt mörderisches Gesetz durch den Kongreß zu bringen.