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US-Politiker fordern Unterstützung Russlands beim Kampf gegen Terrorismus

In den USA wächst institutioneller Widerstand gegen die anti-russische Politik der Obama-Regierung und vor allem gegen Präsident Obamas Ankündigung, die Winterolympiade in Sotschi zu boykottieren.

So rief einer der Vorsitzenden des Rußland-Ausschusses im Kongreß, der republikanische Abgeordnete Michael Grimm (New York), rief am 30.12. dazu auf, gemeinsam mit Rußland den Terrorismus zu bekämpfen. Grimm ist Veteran der US-Marines aus dem ersten Golfkrieg und diente mehr als ein Jahrzehnt als Sonderermittler beim FBI. In seiner Erklärung zog er eine Verbindung von Obamas passiver Reaktion auf die tödlichen Anschläge in Wolgograd zu der Vertuschung des Al-Kaida-Angriffs im libyschen Bengasi 2012, bei dem Botschafter Stevens und mehrere andere Amerikaner starben, sowie zu dem Fehlverhalten der US-Behörden, die Warnungen russischer Sicherheitsbehörden über den mutmaßlichen Attentäter des Bostoner Marathonlaufs Tsarnaev ignoriert hatten. Grimm schreibt: „Die einzigen Gewinner in Sotschi sollten unsere Sportler sein, deshalb müssen wir eng mit Rußland und unseren Verbündeten zusammenarbeiten, um die Terrorgefahr zu bekämpfen.“

Ähnlich äußerte sich einen Tag später der republikanische Abgeordnete Dana Rohrbacher aus Kalifornien, Vorsitzender des Außenpolitischen Unterausschusses für Osteuropa und Rußland. Rohrabacher forderte ebenfalls eine bessere Koordinierung der Terrorismusbekämpfung zwischen den USA und Rußland.

Auch der bekannte Kolumnist und konservative Republikaner Patrick Buchanan kritisierte die Regierung Obama scharf: Sie lasse Präsident Putin im Stich in einem Augenblick, in dem Rußland unter massiver Attacke vom Terrorismus stehe. Obama müsse seine Entscheidung revidieren und als Zeichen der Solidarität die Winterspiele in Sotschi besuchen. Selbst auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hätten US-Präsidenten mit der Sowjetunion kooperiert, so Buchanan.