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USA dürfen ihre Stützpunkte in Spanien nicht für Angriffe auf den Iran nutzen

Spanien gab am Montag, dem 2. März, bekannt, es habe den US-Streitkräften die Nutzung seiner Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran untersagt, weshalb mindestens 11 amerikanische Tankflugzeuge am späten Sonntag, dem 1. März, die südlichen Stützpunkte Rota und Morón verlassen mussten, wie die New York Times berichtet.   

„Spanische Militärstützpunkte werden nicht für Zwecke genutzt, die außerhalb des Abkommens mit den Vereinigten Staaten und der Charta der Vereinten Nationen liegen“, sagte Außenminister José Manuel Albares im spanischen Fernsehen und bezeichnete die Operationen der USA und Israels als „einseitig“. Verteidigungsministerin Margarita Robles fügte hinzu, es bestehe zwar ein bilaterales Abkommen über die Stützpunkte, Spanien beschränke dieses jedoch auf Operationen, die im Einklang mit dem Völkerrecht stünden – ein Rahmen, gegen den die USA und Israel ihrer Meinung nach verstoßen hätten. Sie merkte an, die Stützpunkte könnten in Zukunft „für humanitäre Zwecke genutzt werden“.

Dieser Schritt steht im Einklang mit der Haltung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, dessen Regierung zu den schärfsten europäischen Kritikern der Trump-Regierung gehört. Sánchez gehörte zu den ersten europäischen Staats- und Regierungschefs, die Israels Vorgehen in Gaza als Völkermord bezeichneten.

Die Entscheidung stieß sofort auf heftige Kritik. Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte gegenüber Euronews, Spanien stehe „auf der Seite aller Tyrannen dieser Welt“.

Die USA hatten die spanischen Stützpunkte wie schon bei früheren Operationen, darunter die Evakuierung aus Afghanistan im Jahr 2021, für Betankung und Logistik im Vorfeld des Angriffs genutzt. Dieser Zugang ist nun gesperrt. Damit ist Spanien der erste NATO-Verbündete, der sich der Iran-Kampagne aktiv entgegenstellt.

Quelle: eirna.de

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