Die New Yorker Firma MSCI hat die amerikanische Zentralbank, Federal Reserve (Fed), einem Streßtest unterzogen und zwar nach den gleichen Kriterien mit denen auch die Großbanken geprüft wurden. Wäre die Fed gezwungen, ihre Politik des Quantitative Easing (QE) kurzfristig zu beenden, könnten sich die Verluste im ungünstigen Fall auf 547 Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren summieren. Das entspreche einem Vielfachen des Eigenkapitals. „Die potentiellen Verluste sind einmalig in der hundertjährigen Geschichte der Fed“, hieß es am 26. Februar in einer Meldung von Bloomberg News, die die Studie in Auftrag gegeben hatten. Damit wird erstmals öffentlich zugegeben, was Lyndon LaRouche bereits im August 2009 angesprochen hatte: Die Fed ist im Sinne einer „ehrlichen“ Bilanzierung de facto bankrott.
Die Fed hat mit ihren verschiedenen Hilfsprogrammen, wie QE 1-4, frisches Geld in die Märkte gepumpt und als Sicherheit alle möglichen Wertpapiere angenommen, darunter auch viele, die der Kategorie „Giftmüll“ zugeordnet werden müssen. In ihrer Bilanz bewertet die Fed diese Papiere mit 3 Billionen Dollar, was weit über dem gegenwärtigen Marktwert liegt. In der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed am 29./30. Januar hatten sich viele Ausschußmitglieder vehement gegen Bernankes Politik des unbegrenzten Geldpumpens gewandt. Viele Banker erkennen plötzlich, daß sich die Fed so tief in QE verstrickt hat, daß ein Ende des Gelddruckens eine Schockwelle durchs ganze Finanzsystem senden würde. Die Zinsen würden sprunghaft ansteigen und die gehaltenen Wertpapiere noch mehr an Wert verlieren.
Am 1. August 2009 hatte Lyndon LaRouche im Rahmen einer Internetveranstaltung in Beantwortung einer Frage auf den Bankrott des Federal Reserve Systems hingewiesen und die Errichtung einer Dritten Nationalbank gefordert:
„Zuerst, denke ich, müssen wir erkennen, daß das Federal Reserve System in jeder Hinsicht bankrott ist. Es ist eine private Firma, die unglückseligerweise von der US-Regierung unter Woodrow Wilson ins Leben gerufen wurde. Wer wird all diese Schulden zahlen? Dieses ganze in Umlauf gebrachte Geld stellt eine Schuld dar. … Ich weiß, daß das Federal Reserve System bankrott ist. Man verschleiert den Bankrott, in dem man Geld druckt. Das erinnert an Deutschland 1923, nicht wahr? Darum müssen die Vereinigten Staaten den Mumm aufbringen, das ganze Federal Reserve System für bankrott zu erklären. So muß man die Sache anpacken. Die Fed ist bankrott – laß sie beweisen, daß sie ausreichend Aktiva besitzt, um die Geldemissionen zu decken. Wenn sie das nicht kann, muß sie Bankrott anmelden.“
Das jetzige Weltfinanzsystem ist am Ende. Die Schockwelle kommt so oder so. Jeder Tag weiterer Rettungspakete und Gelddruckens macht den Knall nur lauter. Deshalb ist jetzt das ganze Paket gefordert:
1. Das Trennbankensystem, um all die toxischen Forderungen zu streichen
2. Die Schaffung eines Kreditsystems, um der Realwirtschaft die notwendige Liquidität zukommen zu lassen.
3. Großprojekte in technisch anspruchsvollen Bereichen wie der Weltraumfahrt, Energiewirtschaft usw.
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