USA nehmen Gespräche über Ende des Ukrainekrieges wieder auf

08.09.2026
USA nehmen Gespräche über Ende des Ukrainekrieges wieder auf klaus 08.09.2026

US-Präsident Trump schickte seine Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner am 5.9. nach Moskau – es war ihr achter Besuch in der russischen Hauptstadt, aber der erste seit Januar. Einen Tag später trafen sie sich in Kiew mit dem amtierenden Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zehn Tage vor ihnen hatte sich CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau mit den Leitern der russischen Geheim- und Sicherheitsdienste getroffen. Dies gab Anlaß zu vielen Spekulationen, aber über den Inhalt der Gespräche wurde nur sehr wenig veröffentlicht.

An den Gesprächen mit Witkoff und Kushner im Kreml nahmen neben Präsident Putin auch sein außenpolitischer Berater Juri Uschakow sowie der Sonderbeauftragte für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und Generaldirektor des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) Kirill Dmitrijew teil. Uschakow gab anschließend eine kurze Pressekonferenz und machte deutlich, daß alle Initiativen zur Beendigung des Konflikts willkommen seien, Rußland jedoch entschlossen bleibe, „die für die militärische Sonderoperation festgelegten Ziele“ zu erreichen und „sämtliche Ursachen des Konflikts“ zu beseitigen. Die Amerikaner wurden sicherlich über die trotz des Zustroms von Geld und Waffen aus dem Westen aussichtslose militärische Lage der Ukraine vor Ort informiert. Interessanterweise merkte er auch an: „Es gab eine recht ausführliche Diskussion über wirtschaftliche Fragen und potentielle große, für beide Seiten vorteilhafte russisch-amerikanische Projekte.“

Offenbar um zu verhindern, daß der ukrainische Präsident irgendeinen Kompromiß eingeht, entsandten Großbritannien, Frankreich und Deutschland noch am selben Tag ihre nationalen Sicherheitsberater nach Kiew, um Gespräche mit allen dreien zu führen. An der Spitze der sog. E3 stand der britische Berater Jonathan Powell, der von 1997-2007 Stabschef des damaligen Premierministers Tony Blair war und in letzter Zeit Londons Ukraine-Portfolio leitet. Auch bei den letzten Gesprächen zwischen Rußland, der Ukraine und den USA im Februar 2026 war Powell am Verhandlungsort in Genf aufgetaucht, offenbar um zu versuchen, die diplomatischen Verhandlungen zu sabotieren.

Jedenfalls schlug Witkoff am Ende der Treffen vor, die Dreiergespräche Rußland-Ukraine-USA wieder aufzunehmen. Kushner fügte hinzu, daß er dieses „trilaterale Format“ als „produktiv“ bevorzuge, während Selenskyj betonte, „die Ukraine, Europa und die USA“ müßten sich in naher Zukunft wieder treffen. Ansonsten forderte er härtere Sanktionen gegen jeden, der Geschäfte mit Rußland macht. Und wie üblich verlangte er mehr Geld und Waffen vom Westen…

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