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USA: Rußland macht Opposition gegen Trump für anti-russische Politik verantwortlich

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und Präsidentschaftssprecher Dimitri Peskow machen die interne Opposition in den USA dafür verantwortlich, daß Präsident Trump an der Verbesserung der Beziehungen zwischen Rußland und den USA gehindert wird.

In einem Interview mit der Tageszeitung Kommersant sagte Lawrow, Trump werde zu anti-russischen Entscheidungen gedrängt. „Als Präsident Trump mich im Weisen Haus empfing, als er in Hamburg mit Präsident Wladimir Putin sprach und bei ihren späteren Telefongesprächen habe ich keine Forderungen von Präsident Trump gehört, die seine Wahlaussagen, er wolle gute Beziehungen mit Rußland, untergraben hätten,“ zitierte TASSden Außenminister. Die amerikanische Haltung gegenüber Rußland wird nach Lawrows Ansicht von drei Faktoren bestimmt: der Niederlage von Hillary Clinton, dem anti-Establishment-Charakter von Donald Trump und der Notwendigkeit, zu erklären, warum in der internationalen Politik nicht alles gut für die Vereinigten Staaten läuft.

Lawrow fügte hinzu, es sei tröstlich, daß in der jüngsten Zeit einige Kongreßabgeordnete, politische Kreise in den USA und einige Diplomaten in vertraulichen Gesprächen die „absolute Abnormalität einer solchen Situation und die Notwendigkeit, diese zu verbessern“, zugeben.

Auch Dimitri Peskow bezeichnete die interne Atmosphäre in den USA als Grund dafür, daß Trump davon abgehalten werde, gute Beziehungen mit Rußland zu schaffen. In einer Fernsehsendung in Rossiya 1 sagte er, eine ziemlich unfreundliche Stimmung gegen Rußland sei offensichtlich, auch wenn man nicht in einer Position sei, die Innenpolitik der USA einzuschätzen. Peskow sagte, zu diesem Zeitpunkt stünden die Beziehungen beider Länder „vor dem Kollaps“. Er betonte jedoch, es gebe Perspektiven und nach seinem Kenntnisstand sei der Kontakt zwischen beiden Präsidenten positiv“.

Rußland und China hatten nach der Veröffentlichung der Nationalen Verteidigungsstrategie (NDS) durch das US-Verteidigungsministerium am 19.1. scharf protestiert. Diese wiederspricht völlig der erklärten Politik des US-Präsidenten. So wird in dem Dokument behauptet, Rußland und China seien die Hauptgegner der USA, nicht Terrorismus oder Schurkenstaaten und deshalb sei der Einsatz militärischer, wirtschaftlicher, diplomatischer, polizeilicher, nachrichtendienstlicher sowie „Informations“-Mittel gegen die beiden Staaten notwendig. U.a. heißt es, die „zentrale Herausforderung für Wohlstand und Sicherheit der USA ist das Wiederauftauchen langfristiger, strategischer Konkurrenz durch revisionistische Mächte... Es wird zunehmend klar, daß China und Rußland eine Welt gestalten wollen, die ihrem autoritären Modell entspricht - die Erlangung von Vetomacht über die wirtschaftlichen, diplomatischen und Sicherheitsentscheidungen anderer Nationen.“

Außenminister Sergej Lawrow sagte in einer Pressekonferenz noch am selben Tag, solche „Konfrontationskonzepte und -strategien“ seien bedauerlich, Rußland bleibe jedoch weiter offen für den Dialog.

Treffend, aber zugleich extrem höflich in Anbetracht der gefährlichen Kriegstreiberei der US-britischen Neocons , drückte es ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington aus: „Wenn jemand ständig eine dunkle Brille aufhat, wird er nie eine helle Welt erblicken... Frieden, Entwicklung und das gemeinsame Streben der Menschheit sind die Themen unserer Ära. Wenn einige Leute aber die Welt mit dem Denken in Kategorien von Kaltem Krieg und Nullsummenspiel betrachten, dann sind sie dazu verdammt, nur Konflikte und Konfrontation zu sehen.“

Und welche Brille trägt die deutsche Politik? Angesichts der hasserfüllten anti-Trump-Propaganda in den Medien im Augenblick ganz sicher eine dunkle. Wollen wir uns und der gesamten Menschheit aber wirklich mit dieser kurzsichtigen Politik die Zukunft verbauen und dazu beitragen, daß die Zivilisation in den Abgrund einer thermonuklearen Konfrontation gerät? Die neuesten Entwicklungen in der Auseinandersetzung in den USA im Zusammenhang der Enthüllungen des sog. Russiagate könnten jedenfalls in der allernächsten Zeit peinliche Wahrheiten über die wirkliche illegale "Kollusion" zwischen britischem Geheimdienst, dem Hillary Clinton- und Obama-Lager und den Spitzen der Geheimdienste ans Licht der Öffentlichkeit bringen.

Mehr dazu u.a. hier:
http://www.bueso.de/content/ray-mcgovern
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