Im vergangenen Monat sind in den Vereinigten Staaten doppelt so viele Zwangsräumungen durchgeführt worden als noch im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl im August belief sich auf 243.000.
Zwangsräumungen entstehen entweder durch Zahlungsunfähigkeit, angeordnete Auktionen oder Pfändung durch den Gläubiger. Laut Daten der Firma RealtyTrac, die geräumte Immobilien vermarktet, ist diese Zahl im Vergleich zum Juli um 36% gestiegen. Desweiteren werde im ganzen Land die Zahl der Zwangsräumungen auf 2 Millionen ansteigen, wobei sich der Oktober am signifikantesten auswirken würde, da dann bei einer Vielzahl von sub-prime Hypotheken die veränderbaren Zinsraten angepasst werden. Das Politische Aktionskomitee Lyndon LaRouches, LPAC, dagegen hält selbst diese Zahl noch für eine Unterschätzung.
Die gravierendsten Zahlen entstammten dem sogenannten "Sonnengürtel". In Nevada ist es am schlimmsten: Dort befindet sich jede 165. Wohnung in einem der Stadien der Zwangsräumung; in Kalifornien ist es jede 224. Immobilie und in Florida jede 243. Es folgen Georgia, Arizona und Colorado. Auch im sogenannten "Rostgürtel" ist die Zahl der Räumungen gefährlich hoch, wie in Ohio (eine Zwangsräumung pro 281 Immobilien), Michigan (1 pro 288) und Indiana (1 pro 544). Das Ausmaß des Kahlschlags wird allerdings erst beim Anblick der einzelnen Städte deutlich: Jedes 27. Anwesen in Stockton, Kalifornien wird geräumt; in Modesto, Kalifornien ist es jedes 79. und in Detroit wird jede 87. Wohnung zwangsgeräumt.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte der Vizevorsitzende von RealtyTrac, Rick Shagra am 18. September "dies ist erst der Anfang einer Welle von neuen Zwangsräumungen."
In einem Bericht von NPR News wurden diese Zustände mit einer "Wirtschaftsdepression" verglichen. Grund genug jetzt die Vorgehensweise des New Deals anzuwenden, wie dies Lyndon LaRouche in den USA in der Form des Gesetzes zum Schutz der Hauseigentümer und Banken gefordert wird, der dafür im ganzen Land zunehmend Unterstützung gewinnt.