In einem Interview mit Spaniens Tageszeitung „ABC“ am 4. Dezember warnte der tschechische Präsident Václav Klaus, daß die EU bei Fortführung der augenblicklichen Politik zur „Union der post-demokratischen europäischen Republiken“ werden würde. Er fügte hinzu: „Für solche Europäer, die 40 Jahre lang unter der Fuchtel Moskaus gelebt haben, ist das Problem deutlicher erkennbar.“ Diejenigen, die in Brüssel über viele Dinge die Entscheidungen träfen, „sind weit weg und haben keinen echten Kontakt zu den spanischen oder tschechischen Bürgern.“
In einem Interview mit Spaniens Tageszeitung „ABC“ am 4. Dezember warnte der tschechische Präsident Václav Klaus, daß die EU bei Fortführung der augenblicklichen Politik zur „Union der post-demokratischen europäischen Republiken“ werden würde. Er fügte hinzu: „Für solche Europäer, die 40 Jahre lang unter der Fuchtel Moskaus gelebt haben, ist das Problem deutlicher erkennbar.“ Diejenigen, die in Brüssel über viele Dinge die Entscheidungen träfen, „sind weit weg und haben keinen echten Kontakt zu den spanischen oder tschechischen Bürgern.“
„Die Zeit hat gezeigt, daß der Euro eine schlechte Idee war,“ fuhr Klaus fort. Sollte Griechenland die Eurozone verlassen? „Wenn Sie mich fragen, ob es nicht gut wäre, wenn Griechenland den Euro verließe, so lautet meine Antwort ‚ja!‘ Als Professor für Ökonomie und nicht als Präsident Tschechiens denke ich, daß es gut für Griechenland wäre, wenn ihm geholfen würde, den Euro zu verlassen und es dafür nicht verteufelt wird.
Klaus war in Madrid, um sein Buch „Europäische Integration ohne Illusionen“ beim Jahresforum von ABC zu präsentieren. Er legt dar, daß Europa auf Beziehungen zwischen Regierungen basieren sollte, anstatt auf Supranationalismus. Und er schlägt eine „Organisation der Europäischen Staaten“ als Alternative zur jetzigen EU vor.
Von ABC über eine Initiative der EU für ein „Europa der Regionen“ befragt, verurteilte er diesen Vorstoß als „eine tragische Formel, aufgestellt von EU-Fanatikern, die sich der Nationalstaaten Europas entledigen möchten. Es ist logisch, daß solche, die auf einen Superstaat mit der Hauptstadt in Brüssel setzen, es leichter fänden, über … vielleicht 300 kleine und gefügige Regionen als über 27 starke Staaten zu regieren. Ein ‚Europa der Regionen‘ ist eine sehr gefährliche Ideologie, die wie ein Handschuh auf die alten separatistischen Bewegungen passt.“