Am 28. April wurde die UN-Debatte über die Nichtverbreitung von Atomwaffen eröffnet.
„Nicht nur, dass wieder öffentlich mit dem Gedanken gespielt wird, Atomwaffen einzusetzen – dasselbe gilt für Atomwaffentests, und hinzu kommen explizite oder implizite Drohungen.“ So formuliert ein Statement des Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen vom 30.4. Es ruft eindringlich zu Abrüstung auf sowie dringenden Maßnahmen auf, um die internationale Risikolage zu deeskalieren.
Die jüngsten Angriffe auf Atomanlagen hätten, „weiter zur Erosion der Werte beigetragen, die lange als essentiell für die internationale Sicherheit galten.“ Weiter heisst es: „Eine Sicherheitsarchitektur, die auf der glaubwürdigen Drohung mit katastrophaler und unterschiedsloser Vernichtung aufruht, versetzt die Menschheit in einen Dauerzustand der Verletzlichkeit. Dieser Ansatz birgt das Risiko, dass etwas zum Normalzustand wird, was eigentlich inakzeptabel ist.“
Ohne den Iran ausdrücklich zu erwähnen, bekräftigt der Heilige Stuhl das Recht eines jeden Staates auf friedliche Nutzung der Kernkraft. Dazu gehöre die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).