Venezuela: China schickt Erdbebenhilfe, fordet Ende des US-Sanktionen

10.07.2026
Venezuela: China schickt Erdbebenhilfe, fordet Ende des US-Sanktionen klaus 10.07.2026

Während Venezuela unter den Folgen der beiden Erdbeben vom 24. Juni mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 leidet, bei denen bisher geschätzte mindestens 3.800 Menschen ums Leben kamen und mehr als 16.000 verletzt wurden, hat China Nothilfe bereitgestellt und von Washington die Aufhebung der Sanktionen gefordert, die die Wirtschaft und den Wiederaufbau des Landes ersticken.

Peking hat ein Rettungsteam und medizinische Hilfsgüter entsandt und weitere Hilfsgüter im Wert von 100 Millionen Yuan (etwa 14,7 Millionen US-Dollar) zugesagt, von denen ein Lufttransport am 6. Juli in Caracas eintraf. Chinas Außenministerium forderte die Vereinigten Staaten auf, „ihre unrechtmäßigen einseitigen Sanktionen vollständig aufzuheben“, die – zusätzlich zu jahrelanger Wirtschaftskriegsführung – die Rettungs- und Wiederaufbaumaßnahmen behindert haben, selbst nachdem Washington eng gefasste, vorübergehende Ausnahmen für Hilfsmaßnahmen gewährt hatte.

Die Hintergründe sind erschreckend. Im Januar nahmen US-Streitkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Rahmen einer Militäroperation in Caracas fest und flogen ihn in die Vereinigten Staaten, wo er nun vor Gericht steht. Dass eine Großmacht den Staatschef einer souveränen Nation entführt und dann die Sanktionen aufrechterhält, während sich dessen Bevölkerung von einer Katastrophe erholt, ist genau das „Recht des Stärkeren“, das die Amerikanische Revolution eigentlich abgeschafft haben sollte.

Quelle: eirna.de

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