Die Verbindung des Weißen Hauses und Cheneys zu den Kaiman-Inseln

03.07.2007
Die Verbindung des Weißen Hauses und Cheneys zu den Kaiman-Inseln admin 03.07.2007

Die Kaiman-Inseln sind eine britische Kolonie unter anglo-holländischer Kontrolle. Sie sind Sitz von 8.000 Hedgefonds, d.h . drei Viertel aller Hedgefonds der Welt. Was hat U.S.-Vizepräsident Cheney damit zu tun? Eine ganze Menge.

Einem Bericht der New York Times zufolge reiste eine Gruppe von Repräsentanten der Kaiman-Inseln im Frühjahr 2007 in die Vereinigten Staaten, um für ein "besseres Image" zu werben und gegen potentielle Gesetzgebung zur Regulierung von Hedgefonds vorzugehen. Ihre Lobbyarbeit führte sie zur Finanzaufsichtsbehörde, zum Finanzministerium, Mitgliedern des Bankenausschusses des Senats und – Dick Cheney, dessen Büro bei dieser Tour eigentlich nicht auf dem Weg liegt. In Cheneys Büro wurde eine Antwort auf die Frage, warum Cheney die Repräsentanten der Cayman Islands empfing, verweigert.

Da ist jedoch noch mehr.

Die Arbeitsgruppe für Finanzinformationen (Financial Information Task Force), eine unabhängige internationale Gruppe, die im Zuge des Kampfes gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus aufgebaut wurde, setzte die Cayman Islands im Jahr 2000 auf eine internationale schwarze Liste, die sie als unkooperative Geldwäschenation kennzeichnet. 2001 zahlte die Regierung der Kaiman-Inseln $ 74.300 an Fred F. Fielding, einen Washingtoner Anwalt mit guten Verbindungen, um, so die Times, "zu helfen, amerikanische Beamte zu gewinnen, um die Arbeitsgruppe dazu zu bekommen, die Cayman Islands von jener Liste zu entfernen."

Tatsächlich wurden sie von der Liste genommen. Fred Fielding ist mittlerweile Chefberater des Weißen Hauses!

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