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Vernichtender Schlag für Obama bei Wahlen in New Jersey und Virginia

Die Ergebnisse bei den Gouverneurswahlen am Dienstag in New Jersey und Virginia, bei denen die Demokraten massive Einbrüche erlitten, zeigen die Auswirkungen des Massenstreikferments in den USA, das seit August bei den Bürgertreffen mit Kongressabgeordneten sichtbar geworden war. Auch wenn die Kongressabgeordneten längst aus ihren Wahlbezirken zurück in Washington sind, ist der Zorn der Bevölkerung – aufgrund der geplanten und mit brutalen Kürzungen verbundenen Gesundheitsreform Obamas und der immer härteren Realität der Wirtschaftskrise – gestiegen.

Das Ausmaß der Veränderungen ist beträchtlich. Immerhin 23% der Wähler wechselten diesmal von den Demokraten zu den Republikanern. In New Jersey hatte in den letzten 10 Jahren kein einziger Republikaner ein Amt in der Landesregierung gewonnen. Doch jetzt bekam die Republikanische Partei ihren größten Sieg in 25 Jahren und das nur ein Jahr nachdem Obama bei den Präsidentschaftswahlen im Bundesstaat New Jersey einen Vorsprung von 15% erhalten hatte. Aber es zeigt sich auch, daß die Wahl nicht als wirklicher Sieg der Republikaner gewertet werden kann. Diese haben nicht aufgrund einer Lösung für die Wirtschaftskrise gewonnen, sondern vielmehr wurde der demokratische Amtsinhaber abgestraft und zwar auf ähnliche Weise, wie es 2008 wegen der acht katastrophalen Bush-Jahre die Republikaner selbst getroffen hatte.

Eine Analyse der Demografie der Wähler bestätigt die Soziologie des Massenstreiks, genau wie es LaRouche charakterisiert hatte. Besonders Arbeiter des produktiven Sektors der Wirtschaft aus der 68er-Generation und älter waren es, die sich gegen die Amtsinhaber auflehnten, während sich die Wähler unter dem 30. Lebensjahr größtenteils enthielten und die 68er aus dem Dienstleistungsbereich und der Spaßgesellschaft weiter zu Obamas Demokraten hielten.

Fast derselbe Anteil von Wähler, die sich laut Umfragen „besorgt“ über die Wirtschaftslage gezeigt und  2008 für Obama gestimmt hatten, stimmte jetzt für die Republikaner: in Virginia 85%, in New Jersey 89%. Derselbe Trend war bei Wählern zu beobachten, die sich bei der Frage nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Situation als „sehr besorgt“ geäußert hatten. Die finanzwirtschaftlichen und politischen „Eliten“, die sich in den Medien gern als Meinungsführer für die Masse der Bevölkerung darstellen, wurden links liegen gelassen.

Daß die Republikaner nicht wirklich die Sieger dieser Wahlen sind zeigt der Anstieg an parteilosen Wählern („Independents“), die zu Recht die Führungsriege beider Parteien ablehnen, die aber Obama und seine Demokraten, sowie Amtsinhaber im Allgemeinen, massiv abgestraft haben. Von allen Wählern bezeichneten sich nur noch 20% als Republikaner und 33% als Demokraten, während sich die restlichen 47% als keiner Partei zugehörig erklärten.

Das Ausmaß der Niederlage lässt sich auch anhand des Grads der Realitätsverweigerung der Obama Administration erkennen. Die [i]Washington Post[/i] zitierte einen nicht namentlich genannten Sprecher aus dem Weißen Haus. Dieser stotterte lediglich: „Aber allen Ernstes, was bedeutet das wirklich? Wo ist der Zusammenhang? Auf was weist es uns hin? Eine Bedeutung hinein zu interpretieren ist einfach. Es ist aber unmöglich, einen rationalen, gut informierten Grund dafür anzugeben.“