Vorsitzender des Finanzausschusses im italienischen Senat befürwortet LaRouches Neues Bretton Woods

27.10.2008
Vorsitzender des Finanzausschusses im italienischen Senat befürwortet LaRouches Neues Bretton Woods admin 27.10.2008

Bei einer öffentlichen Diskussion am letzten Samstag im italienischen Ascoli Piceno hat sich der Vorsitzende des Finanzausschusses im italienischen Senat, Mario Baldassarri, für wichtige Eckpunkte des Neuen Bretton Woods-Vorschlags von Lyndon LaRouche ausgesprochen. Weitere Sprecher bei der Veranstaltung, die von dem Industrie-Dachverband CONFAPI organisiert wurde, waren Claudio Celani von EIR und der ehemalige stellvertretende Staatssekretär der Prodi-Regierung, Alfonso Gianni.

Vor etwa 100 Teilnehmern, unter ihnen auch Vertreter der örtlichen Politik befanden, hielt Celani den Eröffnungsvortrag darüber, wie LaRouche 2000 bei seinem Besuch in Ascoli Piceno den Kollaps des Finanzsystems auf der Grundlage seiner Langzeit-Vorhersagen und der „Dreikurven-Funktion“ prognostizieren konnte. Celani verglich die Art des heutigen Kollapses mit der des 14. Jahrhunderts, als das von Venedig beherrschte Bankensystem der Lombard-Liga zusammenbrach. Ferner ging er auf die Lösungsschritte LaRouches und die großen Infrastrukturprojekte ein, die im Zusammenhang einer internationalen Reorganisation des Finanzsystems in Gang gesetzt werden müssen. LaRouches Lösungen seien vom italienischen Wirtschaftsminister Giulio Tremonti, und Tremontis Kampagne wiederum vom französischen Präsidenten Sarkozy aufgegriffen worden. Es gebe jetzt einen Konsens über die Notwendigkeit einer Neuen Bretton-Woods-Konferenz, jedoch sei es noch zu früh, um einen positiven Ausgang vorhersagen zu können.

Alfonso Gianni erklärte mit Nachdruck, die jetzige Krise sei, anders als in 1929, eine Krise der Realwirtschaft und des Finanzsystems zugleich. Demzufolge müsse ein neues System für Entwicklung geschaffen werden und eine Reorganisation des Systems, hin zu ein System fester Wechselkurse, durchgeführt werden. Gianni gab seine Zustimmung zu staatsfinanzierten großen Projekten und unterstrich, daß sie die Umwelt nicht belasten dürften.

Senator Baldassarri, selbst ein Ökonom, griff die Politik an, die von linearen Wirtschaftsmodellen ausginge; die Wirtschaft sei ein „lebendes“ Wesen. Baldassarri wies auf seine persönliche Bekanntschaft mit LaRouche hin und erklärte, er habe eine Resolution im Senat eingebracht, die in Zusammenarbeit mit einem Vertreter von LaRouche in Italien erarbeitet wurde. Jetzt gebe es eine überparteiliche Unterstützung für die Resolution, die in Kürze im Senat debattiert werden wird. Baldassari unterstützte die Bemerkung Celanis, daß am Einfrieren spekulativer Anlagen kein Weg vorbei führe, wenn man das System reformieren will, und daß die gegenwärtigen Rettungspakete der Regierung die Hyperinflation aufflammen lassen werden. Sowohl Celani als auch Baldassarri wiesen auf die tragischen Fehler 1922-23 in Deutschland hin, die man nicht wiederholen dürfe.

Obwohl Baldassarri und Gianni Keynes‘ Analyse von 1936 über die Große Depression von 1929 priesen, stimmten beide mit Celani überein, daß ein Neues Bretton Woods System auf der Grundlage des Westfälischen Friedens verhandelt werden müsse und zwar als eine Einigung unter souveränen Nationen.

Während der Diskussion wurden von allen Rednern kritische Ansichten über den Lissaboner Vertrag, sowie verschiedene Ansichten über Kernenergie geäußert. Die gesamte Konferenz wurde gefilmt und soll bald auf der Webseite der "Movimento Solidarietà" (movisol.org), der mit LaRouche befreundeten Organisation in Italien, erscheinen.

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