VW-Krise: Nach wie vor kein funktionierendes Konzept

28.08.2026
VW-Krise: Nach wie vor kein funktionierendes Konzept klaus 28.08.2026

Eine Reihe von Krisensitzungen, die in den vergangenen fünf bis sechs Wochen zwischen der Volkswagen-Geschäftsführung, dem Betriebsrat und der niedersächsischen Landesregierung (die Anteile am Unternehmen hält) stattfanden, hat zu keinem konstruktiven Lösungsansatz für die tiefgreifende Krise beim führenden deutschen Automobilhersteller geführt.

Die Unternehmensleitung beharrt weiterhin auf drastischen Einschnitten, darunter dem Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen, die Schließung von vier Produktionsstandorten und weiteren Kürzungen, wofür es angeblich keine Alternative gebe. Teil der Pläne der Unternehmensleitung ist die Produktion von Militärfahrzeugen; dies wäre jedoch nicht in einem Umfang möglich, der die weggefallene zivile Pkw-Produktion ersetzen könnte.

Die Arbeitnehmerseite lehnt Entlassungen ab und befürwortet staatliche Subventionen, um die Produktion an den vier bedrohten Standorten aufrechtzuerhalten; sie hat jedoch keine Perspektive für die Herstellung anderer Produkte als der aktuellen Automodelle aufgezeigt, von denen sich viele – insbesondere Elektroautos – nicht verkaufen lassen. Auch die niedersächsische Landesregierung lehnt Standortschließungen und Entlassungen ab und schlägt vor, Automodelle chinesischer Hersteller in Deutschland zu produzieren, um Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten, sowie weitere Formen der Zusammenarbeit zu prüfen.

Die nächste große Krisensitzung ist für den 4. September anberaumt. Die Beschäftigten werden in den nächsten Tagen an mehreren Standorten auf die Straße gehen, insbesondere an den bedrohten Standorten in Emden, Hannover, Dresden und Zwickau, wobei das Werk in Dresden tatsächlich das modernste des Unternehmens ist.

Quelle: eirna.de

Am 1. September findet zum Thema „Deutschlands Absturz und wie er aufzuhalten ist“ ein Online-Krisenforum des Schiller-Instituts statt. Hier erfahren Sie mehr.

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