030-8023455info@bueso.de

Während der Mittelstand kollabiert, explodiert die Rüstung

Am 5.2.26 ging im Bundeskanzleramt ein Brandbrief von Christoph Ahlhaus ein, dem Vorsitzenden des Bundesverbands Mittelständischer Wirtschaft (BVMW) und Parteikollege von Merz. Ahlhaus schreibt darin, die Unternehmer in Deutschland hätten mit großer Hoffnung auf das Ende der Ampelkoalition reagiert. Viele hätten Merz im Wahlkampf unterstützt und optimistisch auf die von Merz angekündigte Wirtschaftswende geblickt. „Nicht einmal neun Monate nach Ihrer Wahl zum Bundeskanzler ist diese Euphorie dem blanken Entsetzen über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gewichen,“ heißt es in dem Brief.

Der Brief bezieht sich auf eine aktuelle Umfrage des BVMW unter 1.200 kleinen und mittleren Unternehmen, wonach 64 Prozent der befragten Unternehmen nicht mehr daran glauben, dass der angekündigte wirtschaftliche Aufschwung gelingen werde. 79 Prozent geben an, es sei nicht einmal mehr ein „engagiertes Bemühen“ der Bundesregierung erkennbar, für den Mittelstand relevante Probleme anzugehen. 

Offensichtlich bringt auch der staatlich angekurbelte "Rüstungsboom" nicht die Lösung für eine deutsche Industrie, die mit hohen Energiepreisen, Zöllen und schrumpfenden Absatzmärkten kämpft.  In der Automobilindustrie schrumpfte der Auftragseingang um 6,3 Prozent. Im sonstigen Fahrzeugbau – Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge – gab es einen Rückgang von 18,7 Prozent gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats.     

Der Boom basiert auf staatlichen Ausgaben. Maschinenbauunternehmen verzeichneten einen Anstieg von 11,5 Prozent. „In diesen beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge“, erklärten die Statistiker. Positiv wirkten sich auch das Wachstum bei der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 Prozent) und Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+5,7 Prozent) aus.  Die inländischen Bestellungen von Waffen und Munition in Deutschland haben in den letzten beiden Monaten des Jahres 2025 einen beispiellosen Höchststand erreicht und übertrafen den Durchschnitt von vor 2022 um mehr als das 20-Fache. „Diese Bestellungen sind nur die Spitze des Eisbergs, da die Regierung auch große Summen für Militärfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge ausgibt“, sagte Robin Winkler von der Deutschen Bank Research. Es wird erwartet, dass auch in den kommenden Monaten große staatliche Bestellungen für die Aufrüstung kommen dürften.

Und was passiert, wenn der Frieden "ausbricht"?

https://www.bueso.de/aufbau-statt-kriegswirtschaft

 

Werden Sie aktiv!

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,

deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!

JETZT UNTERSTÜTZEN