Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat am 27.5. für den 18.6. 2015 Wahlen zum dänischen Parlament angekündigt – ein in Dänemark üblicher, kurzer Wahlkampf. Keiner der beiden großen Wahlblöcke (die linke Regierung mit ihren Verbündeten und die rechte Opposition) bietet eine nur halbwegs angemessene Perspektive zur Überwindung der wirtschaftlichen und strategischen Gefahren. Gegenwärtig gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden großen Blöcken um die Mehrheit von 90 Mandaten.
Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat am 27.5. für den 18.6. 2015 Wahlen zum dänischen Parlament angekündigt – ein in Dänemark üblicher, kurzer Wahlkampf. Keiner der beiden großen Wahlblöcke (die linke Regierung mit ihren Verbündeten und die rechte Opposition) bietet eine nur halbwegs angemessene Perspektive zur Überwindung der wirtschaftlichen und strategischen Gefahren. Gegenwärtig gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden großen Blöcken um die Mehrheit von 90 Mandaten.
Aber vier Aktivisten der dänischen LaRouche-Bewegung, der Freunde des Schiller-Instituts, treten als unabhängige Bewerber zur Wahl an und wirbeln die politische Szene durcheinander. Die Kampagne wird von Tom Gillesberg, dem Vorsitzenden des dänischen Schiller-Instituts, der in der Hauptstadt Kopenhagen kandidiert, angeführt. Die Hauptstoßrichtung ihres Wahlkampfes ist die Kampagne gegen die Weltkriegsgefahr und für die Mitwirkung Dänemarks und Europas an der Aufbauperspektive der BRICS. Das ist auch das Thema des Wahlplakat mit dem Slogan „Win-Win mit BRICS statt Kollaps und Krieg“; darunter sind eine Karte der Weltlandbrücke und ein Foto des Kandidaten abgebildet (siehe www.sive.dk). Die große Zeitung Jyllands-Posten und der Fernsehsender TV2 präsentierten es unter ihrer Auswahl der interessantesten Wahlposter.
Über Gillesberg berichteten einige Medien, neben den beiden genannten auch das bekannte politische Radiomagazin Orientierung und der Sendung Deadline im Fernsehsender DR2. Dort erläuterte Gillesberg die mitreißende Perspektive der Weltlandbrücke, worauf der Nachrichtensprecher die Sendung mit den Worten schloß: „Informiert und vielleicht inspiriert sagen wir Ihnen Danke für’s Zuschauen.“
Am 4.6. erschien in der Online- und Printausgabe von Politiken, einer der drei großen Zeitungen des Landes, ein ausführlicher Interviewartikel über Gillesberg unter der Überschrift „Er macht Wahlkampf auf der Grundlage der Atomkriegsgefahr“. Der Einführungsabsatz lautet: „Bei der Wahl 2007 sagte Tom Gillesberg den Finanzkrach voraus. Und wie wir wissen, hatte er recht. Jetzt warnt er, daß alles schrecklich schiefgehen kann, wenn wir nicht mit Rußland und China zusammenarbeiten.“ Der Artikel enthält etliche ironische Bemerkungen dazu, daß Gillesberg bei vorangegangenen Wahlen wenig Stimmen erhielt, gibt aber die Inhalte seiner Kampagne zutreffend wieder: die Gefahren von Finanzkrach und Weltkrieg ebenso wie Gillesbergs und LaRouches Lösungen, wie Zusammenarbeit mit den BRICS-Ländern, strikte Glass-Steagall-Bankentrennung und Infrastruktur-Großprojekte wie eine Magnetbahn über den Kattegat zwischen den beiden Großstädten Kopenhagen und Aarhus.
Alles in allem bringt die Kampagne der Freunde des Schiller-Instituts, wenn auch mit beschränkten Mitteln, einen wichtigen Realitätsschock und Optimismus in die Eintönigkeit der gescheiterten europäischen Politik.