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Wahrheit: Immobilien-Kreditgeber fressen die Armen

[Quelle: NYT, 8. April, Bloomberg, 9. April]

10. April (EIR) — Jetzt, wo Alan Greenspans Immobilienblase implodiert und das Weltfinanzsystem mit sich zum Einsturz bringt, kommen endlich Tatsachen ans Licht, die zeigen, daß dieses Kartenhaus auf dem Raub an den unteren 80% der Einkommensklassen gründete.
Zweitklassige Hypotheken, die an jene Hauskäufer vergeben werden, die schlechten Kredit haben, machen ca. 10% der Hypotheken aus, aber sie betreffen etwa 60% der gegenwärtigen Flut von Vollstreckungen. Ein Artikel in der New York Times zeigt einen Teil des Kleingedruckten, das diejenigen, die eine solche zweitklassige Hypothek aufnehmen, nie verstehen, bis es zu spät ist. Wenn sie versuchen, aus diesen teuren Hypotheken heraus zu kommen, indem sie sie refinanzieren, werden sie mit Strafgeldern für die verfrühte Bezahlung in Höhe von bis zu 10.000 $ bestraft. Die Times schätzt, daß 70% der zweitklassigen Hypotheken solche Strafgeldklauseln enthalten.
Jetzt wo die Blase platzt, zeigt es sich, daß hier ein „Transfer von Vermögen an die Hypotheken-Kreditgeber von denen, die es sich am wenigsten leisten können“ stattfindet, sagt die Times. Sie zitiert auch Michael Calhoun vom Zentrum für Verantwortliches Leihen, der dem hinzufügte: „Die Leute, die diese Firmen leiteten, werden nicht bloß unberührt da rauskommen, sondern sogar sehr gut belohnt.“

Und es sind nicht nur die Kreditnehmer der zweitklassigen Hypotheken, die beraubt wurden.

„Alt-A“-Kreditnehmer sind solche mit gutem Kredit, die aber ihr Einkommen nicht ausweisen. In dem Fall des „Alt-A“-Kreditgebers NovaStar, der jetzt nur Zentimeter vom Bankrott entfernt ist, haben Hausbesitzer eine Gemeinschaftsklage angestrengt, in der sie NovaStar vorwerfen, die Firma habe Maklern ein Honorar dafür gezahlt, daß diese Hypotheken zu höheren Zinssätzen als erforderlich ausstellten, während die Immobilienmakler normalerweise eine Kommission von den Käufern fordern, und demnach angenommen wird, daß sie in deren bestem Interesse handeln. Diese Bonuspraxis kostete Hauskäufer über den gesamten Abzahlungszeitraum ihrer Hypothek unzählige Tausende von Dollars. Bekannt als die „Yield Spread Premiums“ oder YSP (Gewinn-Ausdehnungs-Prämie), richtete sich dieser Bonus nach der Differenz zwischen dem gängigen Zinssatz und dem Zinssatz der betreffenden Hypothek. In der Klage heißt es, daß der gesamte Geschäftsplan von NovaStar auf dieser krummen Praxis gründete.