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Weiterer Rückschlag für internationale Kriegsfraktion in Syrien

Der als angeblich demokratische Alternative zur Regierung Bashar al Assads von der angloamerikanischen Kriegsfraktion hofierte [i]Syrische Nationalrat[/i] (SNC) bekommt Probleme, da er alles andere als demokratisch ist. Jetzt haben prominente Mitglieder wie der Arzt Kamal al-Labwani, die Menschenrechtlerin Catherine al-Talli und der achtzigjährige Anwalt Haitham al-Maleh ihren Austritt erklärt.

Al-Labwani beschuldigte die Führungsriege um den Vorsitzenden Burhan Ghalioun eines autokratischen Vorgehens. Die meisten der etwa 230 Mitglieder des Rates hätten keinerlei Einfluß auf Entscheidungen. „Es gibt keinen Rat, das ist alles nur Illusion“, so al-Labwani, der seit vielen Jahren gegen die Familie Assad agierte, 2005 inhaftiert wurde und kurz nach seiner Freilassung im November 2011 dem Syrischen Nationalrat beitrat. Er verglich den Führungsstil von der kleinen Gruppe um Ghalioun mit dem von Assads Baath-Partei. „Sie versuchen einen autokratischen Führungsstil innerhalb des Rates. Es gibt keine Gruppenarbeit. Jeder arbeitet für sich allein und der ganze Rat ist noch kein einziges Mal zusammengekommen.“

Sie wollten nicht mehr "Komplizen des Massakers am syrischen Volk" sein, das durch "Aufschub, Mogelei, immer größere Versprechen und die Monopolisierung der Entscheidungen" begünstigt werde, zitiert der Wiener Standard al-Labwani. Dieser werfe dem SNC vor, ausländischen Plänen zu folgen was das Land in einem Bürgerkrieg versinken lasse. Auch warnte er vor dem steigenden Einfluß der Muslimbrüder im SNC.

Offensichtlich verstehen immer mehr Vertreter der authentischen Opposition in Syrien, das die Probleme nur innerhalb des Landes gelöst werden können und die ausländische Einmischung in eine Katastrophe führt, so wie in Libyen, Afghanistan und Irak bereits geschehen.