Jedesmal, wenn die Briten versuchen, den BAE-Skandal zu vertuschen, geht es nach hinten los. Tony Blairs Befehl, die Ermittlungen der britischen Antikorruptionsbehörde (SFO) im Fall des Al-Yamamah-Waffengeschäftes einzustellen, provozierte die Aufdeckung der ganzen Geschichte in der BBC-Sendung Panorama, die der Frage nachging: „Was versucht Blair zu verstecken?“. Jetzt versuchen die Briten, die Rolle des LaRouche-Aktionskomitees LPAC zu vertuschen, das in den USA den notwendigen politischen Druck erzeugte, um John Kerry zu motivieren, eine dringliche Aufforderung an das Justizministerium für eine Untersuchung der BAE zu schicken.
Ein Artikel in der Times Online vom 11. Juli erzählt die Lüge, Kerrys Motiv zu diesem Aufruf beruhe auf seinen Verbindungen zu einem konkurrenten von BAE, dem Rüstungsunternehmen Raytheon. Raytheon solle daran interessiert sein, BAE aus einem Regierungsvertrag zu verdrängen. Die Times versucht zu erklären, John Kerry habe Wahlkampfspenden von Raytheon angenommen, dessen Firmensitz in seinem Heimatstaat, and im Gegenzug seinen politischen Einfluss gegen den Konkurrenten ins Spiel gebracht.
Aber dieser Vertuschungsversuch ging nach hinten los und führte stattdessen dazu, daß der BAE-Skandal in Zeitungen Schlagzeilen macht, die vorher noch gar nicht darüber berichtet hatten. Der Boston Herald, der Boston Globe, die International Herald Tribune und Associated Press brachten allesamt Artikel mit Zitaten von Kerrys Büro und Raytheon, die sich über diese an den Haaren herbeigezogene Nachrichtenerfindung lustig machen. Diese Zeitungen veröffentlichten dann auch Berichte über den Skandal, in den BAE verwickelt ist, wo es unter anderem darum geht, „daß die Firma illegalerweise ein Waffengeschäft zwischen den Briten und Saudis versüßt hat. Dabei flossen Millionen Dollar durch eine US-amerikanische Bank auf Konten des saudiarabischen Prinzen Bandar bin Sultan.“
Diese Zeitungen zitieren auch eine Sprecherin von John Kerrys Büro, die sagte: „Zu keinem Zeitpunkt hat Raytheon unser Büro in dieser Angelegenheit kontaktiert, und kein unverantwortlicher Anfall von der London Times kann die Tatsache ändern, daß sie damit völlig daneben liegen.“