Die Welt bewegt sich, nur Deutschland bleibt stehen

18.08.2023
Die Welt bewegt sich, nur Deutschland bleibt stehen klaus 18.08.2023

Und damit ist nicht nur Frau Baerbocks Flugzeugfiasko in Abu Dhabi gemeint.

Daß Außenpolitik nur als Diplomatie Erfolg haben haben kann und der Lösung von bestehenden Konflikten oder Problemen dienen muss, war einmal auch in Deutschland bekannt. Gerade vor dem BRICS-Gipfel nächste Woche in Südafrika und angesichts der westlichen Strategie gegen Russland, für die die ukrainische Bevölkerung bitter bezahlen muss, findet weltweit ein große strategischer Umbruch statt. Diesen sollte man auch in Berlin endlich zur Kenntnis nehmen und uns von der unseligen Nibelungentreue gegenüber Washington und London befreien.

Zwei aktuelle Beispiele für die großen strategischen Umbrüche, die im Gange sind:
 
Gerade besuchte der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian die Hauptstadt Saudi-Arabiens und führte mit dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al-Saud Gespräche, um weitere Schritte zur Herstellung bilateraler Beziehungen zu erörtern. Das wäre vor kurzem, unter dem zerstörerischen Einfluß der geopolitischen Manipulation Washingtons und Londons noch undenkbar gewesen. Riyadh und Teheran hatten im März auf Vermittlung Chinas nach sieben Jahren wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.  Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte Prinz Faisal, das Königreich sei sehr daran interessiert, Sicherheits- und Wirtschaftsabkommen zu reaktivieren. Er übermittelte auch die Dankbarkeit Saudi-Arabiens für die Unterstützung der Bewerbung des Königreichs um die Weltausstellung Expo 2030. Wie die Tehran Times berichtet, sagte Faisal bin Farhan: "Wir hoffen, dass Ayatollah Raisi Saudi-Arabien bald besuchen wird. König Salman hat diesbezüglich einen offiziellen Brief geschrieben." Prinz Faisal hatte die Einladung des Königs an Präsident Raisi erstmals während eines Besuchs in Teheran im Juni übermittelt.

Zweites Beispiel: Die sich vertiefende Zusammenarbeit zwischen China, Russland und Weissrussland. Der chinesische Verteidigungsminister Li traf in Minsk mit Präsident Lukaschenko und Verteidigungsminister Khrenin zusammen, nachdem er an der Internationalen Moskauer Sicherheitskonferenz am 15. August teilgenommen hatte.  General Li Shangfu übermittelte Präsident Lukaschenko herzliche Grüße von Präsident Xi. Er sagte, dass die Beziehungen zwischen China und Weißrussland unter der strategischen Führung der beiden Staatsoberhäupter zu einer umfassenden strategischen Allwetterpartnerschaft ausgebaut worden seien. "China ist bereit, mit Weißrussland zusammenzuarbeiten, um eine vertiefte, pragmatische, für beide Seiten vorteilhafte und für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit zu fördern, die beiden Völkern mehr Vorteile bringt", heißt es in einer Pressemitteilung des chinesischen Verteidigungsministeriums.

Lukaschenko bezeichnete "die Vision der Weltordnung Chinas und Weißrusslands“ als „ völlig übereinstimmend". “Wir sind absolute Befürworter einer multipolaren Welt, der territorialen Integrität und der Einheit der nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Grenzen und Territorien", sagte er. „Sie sollten wissen, dass wir China seit mehr als 30 Jahren in all seinen Bestrebungen immer unterstützt haben, weil wir die Innen- und Außenpolitik der Volksrepublik China für absolut fair halten, die auf eine friedliche Lösung aller Streitigkeiten und Konflikte abzielt". Der Staatssekretär des Unionsstaates Russland und Weißrussland, Dmitri Mezentsev, erklärte dazu: "Dieser Besuch soll die bereits etablierte Praxis der Interaktion zwischen den Verteidigungsministerien bestätigen, so dass die Zuverlässigkeit unserer Grenzen, die Praxis der Interaktion und die Kooperationspläne bestätigt und weiterentwickelt werden."

https://www.bueso.de/neuauflage-stoppt-3-weltkrieg

Webcast:: https://www.bueso.de/russlands-optimistische-afrika-politik

https://www.bueso.de/brics-bank-kredit-fuer-aufbau-entwicklung-schaffen

 

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