Welt am Scheidepunkt: LaRouche warnt vor „Guns of August“!

31.07.2015
Welt am Scheidepunkt: LaRouche warnt vor „Guns of August“! elke 31.07.2015

Die Welt nähert sich einem gefährlichen Scheidepunkt der Geschichte. Lyndon LaRouche warnte in einer öffentlichen Erklärung am 27. Juli vor der erhöhten Gefahr eines thermonuklearen Kriegsausbruches im August , den „Guns of August“ („Kanonen des August“, ursprünglich Titel des Buches von Barbara Tuchmann „August 1914“). Die Gefahr bestehe, so LaRouche, daß Obama während der Sommerpause des US-Kongresses, die an diesem Wochenende beginnt, ohne ernsthafte Opposition kriegerische Handlungen gegen Russland beginnen könne. Als Beispiel für die Art von Provokationen, die zu einer gefährlichen Eskalationsspirale führen können, nannte LaRouche die zunehmende Beteiligung der Türkei im Syrien-Konflikt, ebenso wie die erneute Aktivierung des Rechten Sektors in der Ukraine. Russland werde keinen Krieg beginnen, aber es sei vorbereitet, sofort auf Kriegshandlungen zu reagieren. Und das könne die „Auslöschung einer Menge Menschen auf unserem Planeten bedeuten“.

Präsident Obama müsse deshalb entweder sofort des Amtes enthoben werden, wofür mehr als genug verfassungsmässige Gründe vorlägen, oder aber politisch so eingeschränkt werden, daß ihm kein Handlungsspielraum bliebe, um im politischen Vakuum der nächsten Wochen eine Konfrontation mit Rußland auslösen zu können.

LaRouche forderte Hillary Clinton dringend auf, die Wahrheit über die Lügen von Präsident Obama über den Terrroranschlag am 11. September 2012 in Bengazi zu sagen, bei dem der US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere offizielle amerikanische Repräsentanten getötet worden waren. Dies sei eine Möglichkeit, kurzfristig die Kriegsgefahr zu verringern. Erforderlich sei, daß relevante Personen in der US-Administration jetzt kurzfristig Führung und Verantwortung zeigten, um die größte Gefahr zu stoppen, betonte LaRouche in seiner Stellungnahme.

Neben vielen anderen Provokationen gegenüber Russland ist äußerst besorgniseregend, daß eine ganze Reihe der für hohe Posten im Pentagon nominierten Personen bei Anhörungen im US-Senat über die Bestätigung ihrer Ernennung erklärten, daß sie Rußland als „strategische Bedrohung“ für die Vereinigten Staaten betrachten. Bei diesen Anhörungen war die Handschrift des Weissen Hauses nicht zu verkennen. Aussagen von Gen. Mark Milley, der Stabschef der US-Armee werden soll, und von Gen. Robert Neller, der Kommandeur der US-Marineinfanterie werden soll, rückten Rußland offensichtlich ins Fadenkreuz amerikanischer Kriegsplanungen. Gen. Joseph Votel, der Chef der US-Sondereinsatztruppen, hat gerade beim jährlichen Aspen-Sicherheitsforum zugegeben, Rußland betrachte die Expansion der NATO als eine direkte Bedrohung und bereite sich vor, darauf zu reagieren.

Währenddessen existiert die Alternative zu Krieg, Finanzfaschismus und Chaos, wir müssen nur den politischen Mut besitzen, sie umzusetzen: eine Politik von Frieden durch Entwicklung! Mit der gegenwärtigen Kampagne zur Schwächung der britischen Monarchie besteht die historische Gelegenheit, die Politik des Macht des Britischen Empire und ihrer Ableger in der Wall Street zu brechen. In Europa muss die akute strategische Kriegsgefahr öffentlich diskutiert werden, statt von der Medienzensur ausgeblockt zu werden. Deutschland und andere europäische Nationen können keinerlei Interesse daran haben, sich als Kanonenfutter für die geopolitische Konfrontation utopistischer Neocons missbrauchen zu lassen, die uns alle in radioaktivem Schutt versinken lassen wird. Eine erster Schritt wäre die sofortige Beendigung der Sanktionen gegen Rußland und die Beendigung des deutschen Patriot-Einsatzes in der Türkei.

Die Alternative zum kollabierenden Empire und der daraus erwachsenden Kriegsgefahr besteht in der sofortigen Durchführung der Glass-Steagall-Bankentrennung, wofür in den USA die Kampagne auf Hochtouren läuft, einer europäischen Schuldenkonferenz, und produktiver, souveräner Kreditschöpfung für den Aufbau der Realwirtschaft durch große Infrastruktur- und Hochtechnologieinvestitionen statt EU-Strangulierung.

Die BRICS-Allianz hat mit der offiziellen Eröffnung der Neuen Entwicklungsbank (NDB) am 1.7. in Shanghai einen wichtigen Schritt in dieser Hinsicht nach vorn getan. Die NDB wird eng mit der ebenfalls neugegründeten Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) zusammenarbeiten. Die NDB wird noch in diesem Jahr anfangen, Investitionsprojekte zu prüfen. Zu den in Betracht gezogenen Projekten in Nichtmitgliedstaaten der BRICS gehört u.a. die Transozeanische Eisenbahn in Südamerika, die erstmals die Küsten des Atlantik und des Pazifik über eine Strecke von 3000 km von Brasilien bis Peru miteinander verbinden soll. Projekte zum Bau neuer Eisenbahnen und Seehäfen im Kontext der chinesischen Strategie der Maritimen Seidenstraße stehen ganz oben auf der Agenda der NDB.

Auch neue Finanzinstrumente sind in Vorbereitung. Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua z.B. hat ein neues Kreditbewertungsprodukt geschaffen, um die Lage in den Ländern einzuschätzen, die am Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ beteiligt sind. Auch die russische Zentralbank bereitet die Gründung einer neuen Bewertungsagentur vor, die im 4. Quartal 2015 die Arbeit aufnehmen soll, eine Entscheidung, die offenbar im Frühjahr getroffen wurde, nachdem S&P und Moody’s Rußlands Kreditrating aus politischen Gründen auf „Ramsch“ heruntergestuft hatten. Außerdem arbeiten Rußland und China daran, eine BRICS-Version des SWIFT-Clearingsystems für Banküberweisungen aufzubauen.

Die Zeit drängt jedoch – strategisch ebenso wie moralisch, wie auch das zunehmende Flüchtlingsdrama und die brutale Zerstörung Griechenlands direkt vor unseren Augen zeigen. Nur mit einer Zusammenarbeit souväner Nationen für die gemeinsamen Ziele der Menschheit – nämlich dem Recht auf Enwicklung – können wir diese großen Probleme überwinden. Nur mit einem neuen Paradigma, einem Menschenbild, das die Entwicklung der kreativen Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen statt dem brutalen Recht des Stärkeren in den Mittelpunkt rückt, wird unsere Zivilisation eine Zukunft haben. Helfen Sie mit beim Aufbau einer neuen Renaissance-Bewegung – und rütteln Sie jetzt die Verantwortlichen wach, damit wir dazu überhaupt noch eine Chance haben!

Elke Fimmen

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