Der in Genf in letzter Minute beschlossene Friedensfahrplan zur Deeskalation in der Ukraine hat die unmittelbare Gefahr eines dritten, thermonuklearen Weltkrieges zwar zurückgesetzt – eliminiert hat er sie nicht. Die Massenmedien versuchen den Eindruck zu erwecken, als sei es jetzt ausschließlich Rußlands Aufgabe, für die Entwaffnung der Separatisten in der Ostukraine zu sorgen. Aber der russische Außenminister Lawrow hat klargestellt, daß die Vereinbarung ebenso die sofortige Entwaffnung der Mitglieder des Rechten Sektors betrifft, die sich jetzt als offizielle Repräsentanten der Streitkräfte und der Polizei ausgeben. Der absolute Schwachpunkt bezüglich der Genfer Erklärung bleibt die Tatsache, daß die USA, Großbritannien, die NATO, die EU und die deutsche Regierung 69 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs bei dem Putsch am 22. Februar bekannte Nazis unterstützt hatten, um die Ostausweitung der NATO bis an die Grenzen Rußlands zu erreichen. Wer den Weltfrieden retten will, muß jetzt alles dazu beitragen, die wahren Umstände dieses ungeheuren Skandals aufzuklären.