Werden mehr als 50 000 Stellen bei VW gestrichen?

02.09.2026
Werden mehr als 50 000 Stellen bei VW gestrichen? klaus 02.09.2026

Im Vorfeld der wichtigen Krisensitzung am 4. September zur Volkswagen-Krise deuten neue Medienberichte darauf hin, dass mehr als die 50.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, deren Abbau laut Plänen der Unternehmensleitung bereits vorgesehen ist. In internen Aufsichtsratsgesprächen ist von 100.000 bis 120.000 Arbeitsplätzen die Rede.

Die festgefahrenen Positionen zwischen der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat und der niedersächsischen Landesregierung als Mitaktionär haben die Hoffnungen auf eine akzeptable Lösung gedämpft. Noch vor der letzten Aufsichtsratssitzung im Juli war in Berichten von bis zu 100.000 – und in einigen Fällen sogar von 120.000 – Arbeitsplätzen die Rede, die in diesem Jahrzehnt konzernweit abgebaut werden könnten. Zu der bereits angekündigten Zahl von 50.000 kommen weitere 25.000 hinzu, wenn man eine jüngste Äußerung von VW-Vorstandsvorsitzendem Oliver Blume berücksichtigt: „Aus heutiger Sicht wird etwa die Hälfte der notwendigen Anpassungen in Deutschland erfolgen.“

Rechnerisch würde dies rund 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland bedeuten. Zusammen mit den bereits vereinbarten rund 50.000 Stellen bei Volkswagen, Audi, Porsche und Cariad würde die Gesamtzahl der Stellenstreichungen bis 2030 somit 75.000 betragen. Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo warnte kürzlich, dass allein in Deutschland sogar bis zu 115.000 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. Ihre Berechnung geht jedoch über das aktuelle Jahrzehnt hinaus: Sie addiert die rund 40.000 Arbeitsplätze an den vier gefährdeten Standorten – Emden, Hannover, Dresden und Zwickau – zu den genannten 75.000 Arbeitsplätzen hinzu, für den Fall, dass diese Standorte im kommenden Jahrzehnt keine tragfähige Lösung finden. Dies ist das Worst-Case-Szenario. Die Schließung der vier Standorte würde Volkswagen übrigens acht Milliarden Euro kosten.

Quelle: eirna.de

Mehr zum Thema finden Sie auch beim Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September

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