Es gibt eine heftige Auseaindersetzung innerhalb der WHO über den Umgang mit der Schweinegrippe. Der stellv. (Interims-)-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Keiji Fukuda betonte am 26. Mai noch einmal, es würde „Zynismus und Panik“ verursachen, die Warnstufe der WHO für die Schweinegrippe auf ‚Pandemie’ zu setzen. Stattdessen will man jetzt die Kriterien für diesen Schritt verändern.
Bisher wird laut WHO-Definition bei einer Pandemie die Verbreitung und das Auftreten einer ansteckenden Krankheit an mindestens zwei Orten gleichzeitig berücksichtigt, aber nicht die Schwere einer Erkrankung. Die Voraussetzungen dafür sind also gegeben. Jetzt heißt es aber, der Erreger der Schweinegrippe AH1N1 zeige "milde Krankheitsverläufe", und deshalb solle man nicht zu diesem Schritt greifen.
Die WHO beugte sich laut Presseberichten offenbar dem massiven Druck "einiger Mitgliedsländer", keine Pandemie auszurufen, wobei sich besonders der britische Gesundheitsminister zur Veränderung der Definition einer Pandemie einsetzte.
Betrachtet man, wie darüber diskutiert wird, daß die angebliche Überbevölkerung der Welt das dringendste Problem sei ( z.B. beim kürzlichen Treffen der [url:“news/milliardarsversammlung-erklart-bevolkerungswachstum-zum-wichtigsten-problem“]14 reichsten Milliardäre[/url] ), dann mögen große Zweifel daran aufkommen, daß solche Entscheidungen zum Wohle der Menschheit getroffen werden.
Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität setzt sich für eine Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen ein. Anstatt weiter ein bankrottes Bankenwesen auszuhalten, sollten wir Milliarden in die Bekämpfung von Seuchen und Armut und für den Erhalt eines modernen Gesundheitswesens bei uns investieren.
Lesen Sie dazu unser Kurzprogramm zur Europa-Wahl: [url:“europawahl2009/kurzprogramm“]Erst kommen die Menschen![/url]