Das wirkliche „neue Bretton Woods“: Ein dollargestützter globaler Wirtschaftsaufschwung

20.06.2009
Das wirkliche „neue Bretton Woods“: Ein dollargestützter globaler Wirtschaftsaufschwung admin 20.06.2009

Das Thema, mit dem wir uns hier beschäftigen wollen, bildet derzeit das größte politische Hindernis für die Mobilisierung ausreichender politischer Unterstützung für die Annahme eines Programms für einen Wirtschaftsaufschwung, der in den Vereinigten Staaten und damit potentiell auf dem ganzen Planeten leicht erreichbar wäre. Dieses Hindernis liegt in der immer noch hartnäckig verbreiteten Unkenntnis des Unterschieds zwischen dem monetären System eines vom imperialen London dominierten Europa und im Gegensatz dazu dem nationalen Kreditsystem, wie es in der amerikanischen Verfassung angelegt ist. Das einzig mögliche System, mit dem die Weltwirtschaft vor der sich jetzt beschleunigenden Zusammenbruchskrise geschützt werden kann, ist ein weltweiter Verbund jeweils vollkommen souveräner nationaler Kreditsysteme, wie Präsident Franklin Roosevelt sie anstrebte (bis dies am Tag nach Roosevelts Tod unter Präsident Harry Truman ins Gegenteil verkehrt wurde).



[pretitle]Das wirkliche „neue Bretton Woods“[/pretitle]

Ein dollargestützter globaler Wirtschaftsaufschwung

von Lyndon LaRouche

1. Mai 2009


Das Thema, mit dem wir uns hier beschäftigen wollen, bildet derzeit das größte politische Hindernis für die Mobilisierung ausreichender politischer Unterstützung für die Annahme eines Programms für einen Wirtschaftsaufschwung, der in den Vereinigten Staaten und damit potentiell auf dem ganzen Planeten leicht erreichbar wäre. Dieses Hindernis liegt in der immer noch hartnäckig verbreiteten Unkenntnis des Unterschieds zwischen dem monetären System eines vom imperialen London dominierten Europa und im Gegensatz dazu dem nationalen Kreditsystem, wie es in der amerikanischen Verfassung angelegt ist. Das einzig mögliche System, mit dem die Weltwirtschaft vor der sich jetzt beschleunigenden Zusammenbruchskrise geschützt werden kann, ist ein weltweiter Verbund jeweils vollkommen souveräner nationaler Kreditsysteme, wie Präsident Franklin Roosevelt sie anstrebte (bis dies am Tag nach Roosevelts Tod unter Präsident Harry Truman ins Gegenteil verkehrt wurde).

Typisch für das Problem ist beispielsweise auch ein neuerer Vorschlag, der fälschlicherweise als „Neues Bretton Woods" bezeichnet wurde, den man einigen wichtigen russischen und italienischen Politikern bei einem Treffen im italienischen Modena untergeschoben hat.

Einer der Hauptschuldigen war dabei ein mir persönlich gut bekannter amerikanischer Mathematiker, Dr. Jonathan Tennenbaum. Er war moralisch der schlimmste von mehreren Bauernfängern unter den aktiven Teilnehmern, denn er wußte es einmal besser und war erst vor kurzem abtrünnig geworden. Der folgende Bericht kann dazu dienen, den Schwindel bei den von Dr. Tennenbaum vorgeschlagenen Maßnahmen richtigzustellen, aber wie ich noch näher erläutern werde, bildet diese Schrift ebenso eine dringend notwendige Warnung vor zahlreichen anderen, derzeit umlaufenden politischen Schwindeln, die z.B. auf den „Klimaerwärmungs"-Schwindel des britischen Prinzen Philip zurückgehen, oder andere, die Tennenbaums Entwurf ähneln. Alle diese Entwürfe widersprechen den ökonomischen Prinzipien, von denen es abhängt, ob ein unmittelbarer weltweiter Absturz in neues dunkles Zeitalter vermieden werden kann.

Das folgende ist vom Zweck her im wesentlichen eine naturwissenschaftliche Arbeit. Aber wenn man die Ursachen der physikalischen Wirkungen der Arbeit der Menschenhand untersucht, muß man – wie ich es hier tue und wie es Percy Shelley in seiner Verteidigung der Poesie getan hat – seine Aufmerksamkeit auch der Einsichtskraft der klassischen Kunst zuwenden, die das schöpferische Denken unserer größten Wissenschaftler und Staatsmänner beherrscht, einer Schöpferkraft, die, wie Shelley in seiner Verteidigung der Poesie schreibt, in den dynamischen, kreativen Potentialen des menschlichen Geistes ruht.


Vorwort: Das Amerikanische System – Eine Rückerinnerung am Maifeiertag

Unter den Irrtümern, die in den heutigen Nationen weithin verbreitet sind, ist der beliebteste, aber auch immer wieder der unmittelbar ruinöseste der, daß die Warenpreise, die angeblich vom Markt gebildet werden, sich „statistisch" gesehen „natürlicherweise" auf einen vermeintlich „wissenschaftlichen Wert" einpendeln. Nichts von all dem ist tatsächlich wissenschaftlich.

Je besser man sich in solchen Fragen auskennt, desto mehr wird einem klar, wie bedeutsam es ist, daß die Menschen heute die Geschichte eigentlich so gut wie gar nicht kennen. Selbst wenn eine vermeintliche historische Darstellung in Hinsicht auf die angeführten Tatsachen nicht falsch ist, so ist in dem Maße, wie die alte Geschichtsschule ihre bisherige Stellung an den Universitäten verliert, das, was heute als Geschichte gelehrt wird, bestenfalls nur Chronik. Die Tendenz geht dahin, sich auf das Verhalten bestimmter Einzelpersonen zu konzentrieren, aber den wichtigsten Unterschied zwischen Mensch und Tier außen vor zu lassen – nämlich die Entwicklung der Kultur und damit die wechselseitigen Beziehungen über Generationen oder gar Jahrtausende hinweg, in denen sich die wesentlichen Leitgedanken von Gesellschaften und ihren Individuen herausbilden. In diesen kulturellen Schichten, die von der Antike bis in die heutige Zeit reichen, wohnt der lebendige Geist der Individuen und ihrer Kulturen. Entwicklungen, auch große Veränderungen, die aus diesem weit zurückreichenden Hintergrund entstehen, verheißen uns Neues, sind aber auch eine Stimme aus längst vergangenen Zeiten.

So verändern wir Lebenden die Vergangenheit, aber auch die Vergangenheit reagiert im Medium der menschlichen Kultur für oder gegen heutige Entwicklungen und spricht mit Stimmen aus der historischen Tiefe von Kulturen vergangener Generationen.

Um die Geschichte wirklich kennenzulernen, sollte man sich vorstellen, selbst dabeizusein, wo sie stattfand, und mit entsprechendem Hintergrundwissen in seinem Geist die Stimmen jener zu hören, die damals gelebt haben. Wir können selbst zu einem bestimmten Grad viel dazu beitragen, soweit uns Quellen verfügbar sind. Aber das wichtigste ist immer, die Vergangenheit im eigenen Geist nachzuerleben, als seien wir tatsächlich dabeigewesen, als sie geschah – als hörten wir die Stimme der wirklichen Geschichte zu unserem geistigen Ohr sprechen.

Fahren wir in diesem Sinne wie folgt fort.

Nixons schreckliche Tat

Der amerikanische Präsident Richard Nixon hat die gegenwärtige weltweite finanzielle und wirtschaftliche Zusammenbruchskrise nicht verursacht. Aber es hätte diese heutige Weltkrise, die formell unter der Regierung von George W. Bush begann, nicht geben können, wenn Nixon nicht wieder ein „Freihandelssystem" eingeführt hätte, das eine radikale Abkehr vom verfassungsgemäßen Amerikanischen System der politischen Ökonomie darstellte. Im Verlaufe dieses Aufsatzes sollten neben anderem auch die schwerwiegenden Folgen von Nixons Handeln bei der Einleitung der jetzigen Weltkrise deutlicher werden.

Die Schuld an dieser und vielen früheren globalen Tragödien kann man mit Recht Adam Smiths weltberühmter Illusion geben, jener „Freihandelslehre", auf die u.a. auch Karl Marx hereinfiel. Diese große Illusion ist typisch für den weitverbreiteten hochtrabenden Unsinn, mit dem es nach Jahrzehnten schließlich gelungen ist, die ganze Welt in diese planetare Zusammenbruchskrise zu führen.

Im Mittelpunkt der klinischen Störung, die ich auf den folgenden Seiten aufdecke, steht der armselige Glaube, daß sich ein statistischer Ablauf von Ereignissen einem bestimmten relativen gesellschaftlichen Wert annähert, wie ihn die Behavioristen behaupten, worin Leichtgläubige ein „selbstevidentes" natürliches Maß für finanziellen Nettogewinn oder -verlust von Volkswirtschaften oder sogar der ganzen Weltwirtschaft sehen. Der Roman des britischen Ökonomen Piero Sraffa Warenproduktion mittels Waren (1975) veranschaulicht in klinischer Hinsicht recht auffällig, wenn auch abartig die Irrtümer hinter derartigen weitverbreiteten Selbsttäuschungen, denen nicht nur Einzelpersonen, sondern die meisten maßgeblichen Regierungen der Welt heute unterliegen.[sup]1[/sup]

So muß man sagen, wenn man alle wichtigen Sachverhalte hierzu bedacht hat: Um der Welt einem längeren Aufenthalt in der Hölle zu ersparen, muß der Fetisch dieser heutigen weltweiten Seuche des Monetarismus, wie er mit der Erinnerung an charakterlose Werkzeuge von Lord Shelburnes Britischer Ostindiengesellschaft wie Adam Smith und Jeremy Bentham verbunden ist, jetzt endlich aufgegeben werden.

Anders als der „Alte Adam" Smith und Bentham behaupten, stammen die Grundgedanken, auf denen die wirklich kompetenten europäischen Wirtschaftsideen beruhen, aus zwei Werken des Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert. Das erste waren Cusas Beweisgründe für die Gründung souveräner nationalstaatlicher Republiken, seine Concordantia Catholica von 1433; mit dem zweiten, der De Docta Ignorantia (Die belehrte Unwissenheit) von 1440, begründete er die neuzeitliche europäische Naturwissenschaft. In Übereinstimmung mit Cusas Concordantia Catholica errichtete der französische König Ludwig XI. die erste nationalstaatliche Republik der Neuzeit, deren überraschendem, revolutionärem Erfolg bald darauf Heinrich VII. in England, ein Bewunderer Ludwigs XI., nacheiferte.

Cusas De Docta Ignorantia, worin sich teilweise der wissenschaftliche Geist der Werke Filippo Brunelleschis widerspiegelt, gründete in Europa eine kompetente neuzeitliche Wissenschaft im allgemeinen und damit auch die Prinzipien der physischen Ökonomie. Nikolaus von Kues inspirierte Leonardo da Vinci und auch den Leonardo-Anhänger Johannes Kepler, der die neuzeitliche praktische Naturwissenschaft begründete. Dieser Kepler bleibt, wie schon Albert Einstein betonte, bis auf den heutigen Tag nicht nur der eigentliche Begründer einer modernen Wissenschaft der physikalischen Astronomie, auf welcher der gesamte wesentliche wissenschaftliche Fortschritt der Menschheit seither beruht; Keplers Entdeckungen begründeten auch eine wahrhaft universelle naturwissenschaftliche Methode für die neuzeitliche Praxis.

Das Hauptthema der nun folgenden Ausführungen wird sein, daß das Wesen jeder kompetenten heutigen Wissenschaftspraxis, einschließlich einer erfolgreich praktizierten Nationalökonomie, in der Erkenntnis liegt, daß die menschlichen Sinneswahrnehmungsfähigkeiten, wie Sehen und Hören, als solche nicht die eigentliche Wirklichkeit wiedergeben. Sie sind lediglich notwendige, angeborene Instrumente zur Beobachtung einiger ausgewählter Bereiche menschlicher Sinneswahrnehmung. Die wahrgenommenen Eindrücke, für sich allein genommen, sind nur die Schatten der Wirklichkeit, nicht der eigentliche Inhalt, nicht die wahre Ursache dieser Eindrücke.

Eine wirkliche Erkenntnis des realen Universums läßt sich nicht durch die Sinne als solche, sondern nur durch die schöpferischen menschlichen Geisteskräfte erreichen. Nur als Frucht der schöpferischen Geisteskräfte läßt sich die wirkende Realität ableiten. Diese Aufgabe kann man nur bewältigen, indem man erkennt, wie grundsätzlich problematisch und schattenartig die Erfahrung der individuellen Sinneswahrnehmung ist. Anders als Aristoteles und Newton oder Paolo Sarpis Anhänger allgemein behaupten, liegt das wirkliche Wissen über das Universum, das wir bewohnen, nicht in den bloßen Daten der Sinneswahrnehmung. Wie an Keplers ureigener Formulierung des Gravitationseffekts deutlich wird, ist das mathematische Abbild immer nur die Reflexion des Prinzips, welches solche Schatten wirft.

Die Darstellung eines allgemeinen Gravitationsprinzips in Keplers Weltharmonik ist und bleibt die einzige kompetente Formulierung der Gravitation aus irgendeiner Quelle, aber die mathematische Formel selbst ist nicht das eigentliche Gravitationsprinzip. Die mathematische Formel – die die Wissenschaft einzig und allein Kepler verdankt, wie Einstein erkannte – ist bloß eine Beschreibung der schattenartigen Wirkung des eigentlichen Gravitationsprinzips. Die Entdeckung war der nächste entscheidende wissenschaftlichen Fortschritt nach Keplers vorangegangener ureigener Entdeckung der Konstanten „Gleiche Fläche, gleiche Zeit".[sup]2[/sup]

Der eigentliche, systematische Fehler im aristotelischen System und dem seines Anhängers Euklid liegt demnach in ihren nur auf Sinnesgewißheit beruhenden Apriori-Behauptungen. Innerhalb des Bereichs, den die Mathematik als das Universum behandelt, tritt keine Kreativität auf; in der Hinsicht hat schon Philon von Alexandria die Aristoteles-Anhänger zu seinen Lebzeiten zurechtgewiesen. Aristoteles hätte nämlich selbst dem Schöpfer des Universums keinerlei schöpferische Handlung mehr im Universum erlaubt, sobald die Vorstellung eines fixen Universums feststand, in dem nur ganz bestimmte, nach der Sinneswahrnehmung definierte Arten der Bewegung existierten. Nach Aristoteles konnte selbst der Schöpfer diesen feststehenden Plan nicht mehr ändern, sobald der Entwurf des Universums vermeintlich abgeschlossen war. Insofern ist Kreativität die große Streitfrage von Wissenschaft wie Wirtschaft. Es wäre so, als wenn der olympische Zeus aus Aischlyos‘ Der gefesselte Prometheus (oder vielleicht Dostojewskijs „Großinquisitor") dem Schöpfer befohlen hätte, sich in Zukunft aus der Schöpfung herauszuhalten.

Heutzutage nimmt dieses Leugnen der fortgesetzten Schöpferkraft des Schöpfers, das systematisch auf der Methode des Aristoteles beruht, gewöhnlich die Form der reduktionistischen Vorstellungen hinter dem „zweiten Hauptsatz der Thermodynamik" an. Dieses angebliche „Naturgesetz" wurde von Rudolf Clausius und Hermann Grassmann als bloße willkürliche Annahme eines mathematischen Formalismus aufgebracht und der wissenschaftlichen Lehre aufgezwungen. Heute dient es als Grundlage der praktisch kriminellen, an die massenmörderische Ideologie der Nazis erinnernden Argumente der leichtgläubigen Anhänger des britischen Prinzen Philip und seines World Wildlife Fund.

Solche Nachfolger Paolo Sarpis wie Prinz Philip sind in dieser Hinsicht noch radikaler als Aristoteles. Sie empfinden diese Schande sogar als Würde, weil sie von den Ideen des mittelalterlichen Irrationalisten Wilhelm von Ockham überzeugt sind. Aufgrund dieser vermeintlichen Autorität nehmen die neuzeitlichen Anhänger des mittelalterlichen Ockham sich schamlos Neuerungen heraus, die strikten Verehrern der aristotelischen Lehre verwehrt sind. Dennoch haben Aristoteles und Ockham im Kern gemein, daß sie behaupten, wirkliche Prinzipien des Universums könne man gar nicht wissen.[sup]3[/sup] Dieser völlig irrationale Aberglauben, den die auch als Empiristen bezeichneten Liberalen lehren, ist das Wesen jenes Übels namens Liberalismus. Vom Einfluß ebendieses Liberalismus droht nun der Untergang der Nationen und Völker der Welt auszugehen.

In den Augen des Schöpfers sind die Anhänger Prinz Philips – die heutigen „Nullwachstümler" – menschgewordene Teufelskinder, die auf unserem Planeten Amok laufen. Über sie könnte man sagen: „Während die Gläubigen des Aristoteles im Fegefeuer Spinnweben ansetzen, scheinen die Anhänger Prinz Philips in einer selbstgemachten Hölle geboren, die sie nie verlassen haben und vielleicht auch nie verlassen werden." Mit diesem meinem Urteil, meine ich, werden wahre Poeten übereinstimmen.

Für menschliche Kreativität kämpfen!

Trotz all dieses philosophischen Reduktionismus ist wirkliche Kreativität – menschliche Schöpferkraft, die bei niederen Lebensformen nicht vorkommt – der wesentliche funktionale wirtschaftliche Unterschied zwischen Mensch und Tier und auch die Vorbedingung für den Fortbestand von Gesellschaften als reale Volkswirtschaften.

Das läßt sich besser verstehen, wenn man sich daran erinnert, daß der olympische Zeus aus Aischylos‘ Der gefesselte Prometheus den Menschen das Wissen über Kreativität („Feuer") verboten hat. Aischylos‘ Beschreibung von Zeus‘ teuflischen Motiven ist keineswegs frei erfunden. Daß eine kleine Minderheit ein allgemeines Verbot schöpferischer Innovationen in der Naturwissenschaft erläßt – wie bei der profaschistischen „Umweltbewegung" heute -, war und ist die Politik des weltweit ausgedehnten europäischen Imperialismus seit dem wissenschaftlichen Nullwachstumsdogma im antiken Griechenland, das man schon damals das „oligarchische Prinzip" nannte. Seit der Zeit Philips von Makedonien diente dieses Prinzip als Richtschnur für das oligarchische Recht sämtlicher Imperien, einschließlich des Hofes von Königin Elisabeth II. und ihres verkommenen Prinzgemahls heute.

Im Gegensatz zu der offen gesagt satanischen „Nullwachstumspolitik" heutiger „Grüner" wie Prinz Philip und Ex-US-Vizepräsident Al Gore spiegeln kompetente Bemühungen um wissenschaftlichen Fortschritt in praktizierter politischer Ökonomie immer die Entwicklung des schöpferischen wissenschaftlichen Denkens der Neuzeit wider – in der Naturwissenschaft generell wie auch im besonderen in der wirtschaftswissenschaftlichen Praxis, deren Vorreiter Nikolaus von Kues, Leonardo, Kepler, Fermat und Leibniz waren. Das werde ich in den Abschnitten nach dieser Einführung schildern.

Heute müssen wir zugeben, daß die ganze Welt ausnahmslos in einer allgemeinen Zusammenbruchskrise steckt. Doch die heutige Weltkrise ist nicht unausweichlich gewesen; sie ist vielmehr die Frucht einer immer verrückteren, vollkommen unmoralischen, aber dennoch vorherrschenden Lehre realwirtschaftlicher Stagnation, deren Grundannahmen eine Kombination aus „Nullwachstum" und „Freihandel" sind. Wichtig anzumerken ist, daß diese bösartigen Grundannahmen das sogenannte „Britische Empire" schon seit dem Vertrag von 1763 kennzeichnen, als es nach der Lehre der venezianischen Schule des Begründers des europäischen Liberalismus Paolo Sarpi entstand.

Hier liegt die eigentliche moralische Frage bei der Entscheidung, vor der heute die Menschheit steht:

Die Lage der Welt heute ist so, daß der gesamte Planet bald in ein langes neues finsteres Zeitalter für die ganze Menschheit abstürzen wird, wenn wir die Lehren des Behaviorismus in der Tradition von Adam Smith und Jeremy Bentham, die das heutige britisch-imperiale „Freihandelssystem" durchdringen, nicht umgehend ausmerzen. Deswegen müssen wir über den verirrten Geisteszustand, in dem heute die allermeisten Nationen dieser Welt leben, in dieser Einleitung noch ein paar Worte verlieren.

Entgegen den liberalen Autoren, die ich oben erwähnt habe, sind unsinnige Ideen wie jene aus der empiristischen Schule der Sarpi-Anhänger keinesfalls natürlich. Man kann sie in Zusammenfassung der Argumentation oben höchstens als die natürliche Konsequenz von Ideen betrachten, deren verrückte Prämissen das Produkt einer unnatürlichen, im Kern menschenfeindlichen politischen Ökonomie sind; diese nennt sich austauschbar Imperialismus, Monetarismus oder, in der schlimmsten Ausprägung, Behaviorismus, wie dies unter den verwirrten Anhängern Paolo Sarpis, die im 18. Jahrhundert die Methoden von René Descartes bewunderten, gelehrt wurde.

Noch wichtiger ist in diesem Zusammenhang, was sich an dieser Stelle wie folgt zusammenfassen läßt: Der Irrglaube, der an den scheinbar periodischen Zusammenbrüchen großer Volkswirtschaften der Welt in den letzten mehr als zwei Jahrhunderten schuld ist, war die natürliche Folge eines verheerenden Glaubens an die Fiktionen der Lehre, die u.a. unter dem Einfluß Paolo Sarpis und der Vertreter der Haileybury-Schule der Britischen Ostindiengesellschaft vom späten 17. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert aufgenommen und verbreitet wurde. Diese Ansichten drückten sich aus in der Lehre von John Locke, David Hume, den Physiokraten François Quesnay und A.R.J. Turgot, Adam Smith, dem üblen Agenten des britischen Außenamts Jeremy Bentham, Thomas Malthus, Immanuel Kant und David Ricardo.

Umfassend und kompetent verstehen läßt sich das entsprechende Verhaltensmuster nur vom Standpunkt der Dynamik in dem Sinne, wie der klassische griechische Begriff dynamis in die Neuzeit überliefert und von Gottfried Wilhelm Leibniz in den 1690er Jahren als Begriff der modernen Wissenschaft erneuert wurde. Die Vorstellung war bereits implizit vorhanden, als Kardinal Nikolaus von Kues und seine Anhänger wie Leonardo da Vinci, Johannes Kepler und Pierre de Fermat die Wissenschaft der Neuzeit entwickelten, tauchte jedoch unter diesem formellen Namen Dynamik im modernen Wissenschaftsgebrauch nicht vor Leibniz‘ Werk auf; aber seit Leibniz‘ Initiative gehört er zum Kern kompetenter Wissenschaft und auch der klassischen Kunst.

Das so verstandene Dynamik-Konzept ist auch der unverzichtbare Standpunkt der klassischen Kunst, etwa der Komposition klassischer Poesie und Musik sowie der klassischen Tragödie. Es umfaßt somit die gesamte Spanne des Kulturbegriffs, eingeschlossen die Beschäftigung mit den Abläufen im menschlichen Geist selbst. Den schönsten Ausdruck findet es in den abschließenden Sätzen von Percy Bysshe Shelleys Verteidigung der Poesie. Dort steht es für die gleiche Vorstellung bei der gesamten Riemannschen Physik und, wie Shelley in dem Schlußabsatz betont, der klassischen Ironie von Geschichte. Die gleiche Grundvorstellung steckt grundsätzlich auch hinter dem Begriff eines wahren universellen physikalischen Prinzips, wie beispielsweise Keplers ureigener Entdeckung des Gravitationsprinzips, die er in seiner Weltharmonik darstellt.

Krieg, Geld und Reich

Das Vorherrschen verschiedener Varianten liberalen Irrglaubens hat nicht unbedingt erst mit neuzeitlichen Methoden angefangen. Es spiegeln sich darin alle grundlegenden bekannten Methoden des europäischen Imperialismus spätestens seit dem Apollo-Dionysos-Kult, der mit Monetarismus verbunden war, was in den zahlreichen Schatzhäusern in Delphi zum Ausdruck kam. Man erkennt hierin den Ursprung des späteren Peloponnesischen Krieges und die bis heute andauernde, traditionell tonangebende, monetaristische Macht des Oligarchismus, die seit langem in der Mittelmeerregion ihr Unwesen treibt. Dieses Vermächtnis des bösartigen Delphikults der Antike zeigte sich in den fast schon axiomatischen Grundannahmen hinter dem Wesen des Römischen Reiches, von Byzanz sowie auch dem Habsburgerreich und später dem anglo-holländischen liberalen Imperium, die seit etwa 1000 n.Chr. aus dem Geldapparat Venedigs hervorgegangen sind.[sup]4[/sup]

Die heutige Institution des immer noch herrschenden anglo-holländischen liberalen Imperialismus entstand als Weltreich zunächst in Form eines Privatunternehmens, der Britischen Ostindiengesellschaft, nach dem Pariser Frieden im Februar 1763. Der britische Imperialismus muß noch heute in allen seinen wesentlichen Funktionen als moderne Fortsetzung der europäischen imperialistischen Seemächte verstanden werden, die sich das satanische Römische Reich zum Vorbild genommen hatten. Dieses Modell herrschte in immer neuen Verwandlungen sogar schon vor dem imperialen Rom, seit der Zeit, als Delphi die sich befehdenden handelsimperialistischen Parteien Athens und Spartas mit dem berüchtigten Peloponnesischen Krieg gegenseitig in den Ruin trieb.

Sämtliche bekannten monetaristischen Systeme, ganz besonders die imperialistischen – typisch sind die Banditen der Wall Street und Londons, die bis zum jetzigen Zeitpunkt das Denken von US-Präsident Obama beherrschen – waren immer wucherisch und damit parasitär. In wesentlichen Merkmalen sind sie auch offenbar wahnsinnig. Alle supranationalen Vorstöße zur „Globalisierung", wie die von London gesteuerten supranationalen Stellen, die gegenwärtig noch Präsident Barack Obama als ihre amerikanische Marionette benutzen, sind zu einem Zeitpunkt irgendwann in den kommenden Wochen und Monaten zu einem selbstverursachten Zusammenbruch verurteilt – wenn nicht Präsident Obama dem elenden Pack um Larry Summers und die Verhaltenspsychologen, die das wirtschaftspolitische Mißmanagement des Präsidenten derzeit steuern, den Laufpaß gibt. Dieser nahe Untergang wird bald den gesamten Planeten erfassen, wenn nicht rechtzeitig eine radikal erscheinende Änderung in grundlegenden politischen Fragen vollzogen wird.

Aus den vorgenannten Gründen muß man feststellen, daß die periodischen Zusammenbrüche ganzer Gesellschaftssysteme in der Geschichte, die immer wieder Zeitspannen von der Entstehung bis zum Untergang jedes dieser Systeme kennzeichneten, auf den zutiefst parasitären Charakter aller monetaristischen Systeme zurückgehen.

In der bisherigen Geschichte sind die imperialen Parasiten nacheinander gestorben, wurden aber gewöhnlich gleich wieder durch neue abgelöst, so wie ein neuer Herr dem alten Herrn folgt, und das Verhalten des neuen Herrn folgte dem gleichen oligarchischen Prinzip, das zum Abgang des Vorgängers geführt hatte. So hat leider in der gesamten bekannten europäischen Geschichte, wie auch bei den asiatischen Reichen zuvor, das Verschwinden eines Parasiten gewöhnlich dessen mehr oder weniger schnelle Ablösung durch einen anderen Blutsauger nach sich gezogen. Jedes dieser törichten Systeme ist zu seiner Zeit an Hungersnöten und ähnlichen Ursachen zugrundegegangen. Jedesmal wurde der Untergang durch die Folgen der akkumulierten Ausbeutung der jeweiligen Opfer ausgelöst, so wie auch derzeit ein Kollaps der Realwirtschaften der USA und ganz Europas stattfindet.

Während der gesamten Geschichte der imperialistischen Systeme, die ich hier meine, war der Grundcharakter dieser Reiche immer monetaristisch. Im Fall des europäischen Imperialismus gründete sich das Reich auf seine Stärke als strategische Seemacht, sowohl im Handel als auch bei der Verwaltung des Geldes internationaler Organisationen, die sich lokale Regierungen als Kolonien hielten. Der Peloponnesische Krieg ist hierfür ein hervorragendes Beispiel, genauso wie Tyros vor der Zeit Alexanders des Großen und Karthago vor Ende des Zweiten Punischen Kriegs.

Dies ging weiter, als die aufstrebende Geldmacht Venedig die bis dahin dominante Stellung von Byzanz übernahm, dessen Abstieg als imperiale Macht etwa 1000-1066 unübersehbar wurde, und die venezianische Finanzoligarchie in Westeuropa zur Macht aufstieg, indem sie sich den Machtrückgang von Byzanz im Westen und im Nahen Osten zunutze machte. Seither stützen sich sämtliche Spielarten des monetaristischen Imperialismus in Europa auf den Kern dieser alten venezianischen Geldmacht, der bis heute weiterbesteht. Der Niedergang von Byzanz und der Machtaufstieg Venedigs führte von der mittelalterlichen Tyrannei des feudalen Hauses Anjou in den Machtantritt der Habsburger in Sizilien und Spanien. Die Schwächung der Habsburger im Zuge der Religionskriege von 1492-1648 wiederum führte zur jetzigen imperialen Periode mit der Verlagerung der venezianischen Finanzoligarchie auf die spezifisch anglo-holländische liberale Variante in Nordeuropa, die sich inzwischen über die ganze Welt ausgebreitet hat.

Das Britische Empire, das einzige Weltreich heute, stützt sich nicht auf die Macht einer souveränen Nation, sondern auf das einem Schleimpilz ähnelnde monetaristische System eines Finanzimperialismus. Die Eigenschaften dieses Systems an sich sind der Grund für die nun unmittelbar drohende Zerstörung der Weltzivilisation. In Anlehnung an Marcus Cato müssen wir heute ausrufen: „Carthago delenda est!"[sup]5[/sup]

Der anhaltende Abstieg der Macht des Habsburgerreiches während und nach der Zeit der Religionskriege 1492-1648 in Europa war entscheidend für den Charakter seines Nachfolgers, des erstarkenden anglo-holländischen Imperialismus, der von den venezianischen Finanzkreisen aus Paolo Sarpis Umkreis hervorgebracht wurde. Dieser Liberalismus Sarpis ist der heutige Ausdruck der venezianischen Hand, die für den Sensenmann, der jetzt auf dem Rücken der Finanzraubtiere Londons und der Wall Street reitet, die Zügel hält. Insofern sind die politische Klasse Englands und ein Großteil der politischen Klasse Amerikas heute kaum mehr als die unglückseligen Laufburschen eines Weltreichs um Großbritannien, dessen heute weltbeherrschende, teuflische Seele ihr Ahnhaus nicht so sehr in den Kanälen Venedigs hat, sondern, dem modernen venezianischen Stil entsprechend, in der Kloake monetaristischer Psychen.

Die Wurzeln des Amerikanischen Systems

Den am besten durchdachten Schutz einer souveränen Nation vor derartigen internationalen Piraten venezianischer Art findet man bisher im Unabhängigkeitskampf unserer Vereinigten Staaten. Aus diesem Grund richtet sich der Haß des Britischen Empires in seiner heutigen Variante der venezianischen, monetaristischen Raubtiertradition ganz besonders gegen diese Unabhängigkeitsbewegung in den englischen Kolonien Nordamerikas, die zuerst in Massachusetts entstand, bis die Briten sie dort 1688-89 unterdrückten, die aber unter den Nachfolgern der Winthrops und Mathers aus Massachusetts, den Leibniz-Anhängern um Benjamin Franklin, wie Phönix aus der Asche neu erstand.[sup]6[/sup]

Franklin war nicht nur ein Anhänger und Nachfolger der großen intellektuellen Führer von Massachusetts und Pennsylvania, wie Cotton Mather und den Kreisen um James Logan in Pennsylvania,[sup]7 [/sup]sondern bereicherte deren geistiges Erbe mit der Hilfe großer Europäer. Darunter war auch Deutschlands großer Mathematiker des 18. Jahrhunderts, Abraham Kästner, der die beiden befreundeten Begründer der europäischen Renaissance des 18. Jahrhunderts, die großen neuzeitlichen Platoniker Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn, und deren Anhänger anleitete.

Das Vermächtnis dieser Klassikbewegung vor 1789, in der die Kreise um Kästner, Lessing und Moses Mendelssohn die Hauptrolle spielten, lieferte den europäischen Kern der Inspiration und Unterstützung für die Gründung und Bewahrung der amerikanischen Bundesrepublik. Das Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz diente über Kanäle wie Prof. Abraham Kästner, der einmal Benjamin Franklin bei sich in Göttingen zu Gast hatte, als wissenschaftliche Grundlage der Verfassung der USA mit dem Amerikanischen System der politischen Ökonomie, das sich explizit gegen Locke und gegen die britischen Imperialisten richtete.

Aus diesem Erbe der Gründer unserer Republik, darunter Leute wie Alexander Hamilton, die Leibniz gründlich studiert hatten, ging die Errungenschaft des anti-monetaristischen Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie hervor, das zum Kern des Entwurfs einer amerikanischen Verfassung wurde.

Hamilton speziell stand vor der Schwierigkeit, daß in den USA die Banken der einzelnen früheren Kolonien durch die im Freiheitskampf gegen den britischen Tyrannen aufgehäuften Schulden praktisch bankrott waren. Dies führte zur Formulierung der amerikanischen Bundesverfassung: Nur ein „vollkommener Bund" in einer einzigen Republik, wie dies in der Präambel der Bundesverfassung als höchstes Verfassungsrecht definiert ist, konnte mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen das bewahren, was die junge amerikanische Nation im Krieg gegen den brutal-liberalen Unterdrücker errungen hatte.[sup]8[/sup]

Unsere antiamerikanischen Gegner

Es gibt natürlich heute bei einigen Europäern entgegengesetzte, aber falsche Ansichten darüber; diese Ansichten sind jedoch im wesentlichen entweder Ausdruck mangelnder Kenntnis der wirtschaftlichen und historisch-kulturellen Wirklichkeit der weltweit ausgebreiteten neuzeitlichen europäischen Zivilisation, oder es ist ein bewußter Schwindel korrumpierter Personen, wie bei Jonathan Tennenbaum und seinen gegenwärtigen Verbündeten, die direkt oder indirekt zu dem Betrug an den prominenten russischen und anderen Teilnehmern in Modena beigetragen haben.

Man muß aus strategischen Gründen hier und heute die Funktion dieses Treffens in Modena betonen, weil es dazu beigetragen hat, die russischen Vertreter vorübergehend dazu zu verleiten, den Modena-Plan zu unterstützen. Dieser Schwindel hat die Weltsicht der Russen in dem Maße verwirrt, daß er die amerikanisch-russischen Beziehungen seither beträchtlich beeinträchtigt hat, und diese Beziehungen sind heute nicht nur für Rußland und die Vereinigten Staaten, sondern für die ganze Welt von entscheidender Bedeutung. Es war großenteils die Schuld Tennenbaums, eines abtrünnigen früheren wissenschaftlichen Mitarbeiters von mir, daß die russische Delegation und andere in Modena so in die Irre geleitet wurden.

Dieser Schwindel hat somit eine ganz eigene Geschichte, die noch nicht zuende ist.

Der Betrug des Harry Truman

Bei den eigentlichen Beratungen der berühmten Bretton-Woods-Konferenz 1944 hatte US-Präsident Franklin Roosevelt durch sein Eingreifen verhindert, daß die faschismusfreundlichen Pläne des Briten John Maynard Keynes aus dem Jahr 1937 in die Vereinbarungen von 1944 aufgenommen wurden. Doch am Tag nach Franklin Roosevelts Tod, am 13. April 1945, verwarf der neue US-Präsident Harry S Truman die strategisch wichtigsten Elemente sämtlicher Nachkriegspläne Roosevelts, einschließlich der Bretton-Woods-Politik, und übernahm statt dessen sowohl Keynes‘ monetaristischen Schwindel als auch die verwandten kolonialen und ähnlichen imperialen Pläne des britischen Premiers Winston Churchill und anderer. Der sogenannte „Kalte Krieg", der auf Churchills persönliche Initiative kurz nach dem Krieg gegen Hitler und Japan der Jahre 1939-45 eingeläutet wurde, war voll und ganz eine Machenschaft der ehemals faschistischen Kreise des Britischen Empire und seiner Helfer von der Wall Street – oft frühere Hitler-Freunde, wie etwa die Kreise von Averell Harrimans Laufburschen Prescott Bush, die in der Regierung Truman von 1945-53 das Sagen hatten.

In diesem Sinne hatten die ehemals faschistischen, Roosevelt-feindlichen Kräfte, die damals mit Averell Harriman und den Interessen des Bankhauses J.P. Morgan – und heute den diebischen Kreisen von Goldman Sachs – verbunden waren, die alten, faschistischen Methoden der britischen Liberalen wieder aufgenommen, so wie sie dies in ähnlicher Weise nach dem 25. Juli 2007 bis heute getan haben.

Kompetente Historiker dürfte dieses praktisch landesverräterische Handeln Trumans nicht überraschen; schließlich war Trumans Nominierung als Vizepräsident Roosevelt von rechten Kreisen im und um den US-Kongreß beim Wahlkonvent der Demokraten 1944 aufgezwungen worden. Es war allgemein bekannt, daß Truman mit den Wall-Street-Interessen eng verbunden war. Zu diesen gehörte jener Prescott Bush in den Diensten Averell Harrimans vom Bankhaus Brown Brothers Harriman, der in Absprache mit dem Chef der Bank von England, Montagu Norman, dazu beigetragen hatte, Adolf Hitler in Deutschland an die Macht zu bringen, oder andere „rechte" Neigungen gezeigt hatte. Erst nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor änderte die Wall-Street-Bande, die in den zwanziger und dreißiger Jahren Mussolini ebenso wie Hitler unterstützt hatte, widerstrebend und nur vorübergehend ihr Verhalten, bis Präsident Roosevelts Tod ihnen den Weg frei machte, auf die hochverräterische Art und Weise zu handeln, wie dies schon alle ihre Vorgänger wie der Agent des britischen Außenamts Aaron Burr getan hatten.[sup]9[/sup]

Wenn man diese erwiesenen Tatsachen näher betrachtet, muß man berücksichtigen, welche Folgen der radikale Wechsel der amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik, den Trumans Handeln am 13. April 1945 bewirkte, für die heutige Zeit hat. Der erwähnte Schwindel auf dem Treffen im italienischen Modena ist unter den gegenwärtigen internationalen Umständen ein relevanter Bezugspunkt.[sup]10[/sup]

Zu den konkreten Vorwürfen kriminellen Handelns, wofür die arme Seele des verstorbenen Harry Truman wahrscheinlich verurteilt wird, gehört nicht nur, daß er in seinem Haß auf Präsident Franklin Roosevelt mit seiner Förderung der Sache des anglo-holländischen Finanzimperialismus eine massenmörderische Politik unterstützte, die bis in die heutige Zeit ständig neuen Krieg und Völkermord verursacht hat. Truman trug auch wesentlich dazu bei, das imperialistische monetaristische System durchzusetzen, das Keynes in seiner Allgemeinen Theorie 1937 im Dritten Reich propagiert hatte, indem er Keynes‘ Rooseveltfeindlichen, antiamerikanischen Bretton-Woods-Plan unterstützte.

Die Folgen von Trumans verräterischem Handeln sind seitdem in drei aufeinander folgenden, allgemeinen Phasen eingetreten. Ich erläutere:

Zuerst betrachte man Trumans persönliches Handeln als Präsident. Sein Vorgehen hatte im wesentlichen drei Aspekte, wie sogleich beschrieben wird, und diente als Grundlage für ein ebenso abstoßendes Vorgehen hochrangiger Regierungsleute und Interessen später.

Als erstes moralisches Verbrechen, das er als Präsident in Verbindung und unter der Leitung Winston Churchills beging, verwarf Truman Präsident Franklin Roosevelts anti-Keynesianischen Entwurf für eine antikolonialistische Nachkriegsordnung realwirtschaftlicher Entwicklung der ganzen Welt, bei dem Roosevelt besonderen Wert darauf gelegt hatte, koloniale und andere Formen imperialistischer Unterdrückung gänzlich auszurotten. Truman gab Roosevelts Absichten völlig auf, wodurch die US-Wirtschaft zum Abstieg in die schwere Rezession von 1948 verurteilt war.

Trumans zweites Vergehen mit ähnlichen Folgen war, die von Roosevelt entworfenen wirtschaftlichen Zukunftsaussichten zunichte zu machen. Roosevelt wollte die Wirtschaftskraft der im Kriege aufgebauten großen Kriegsmaschinerie im Frieden weiter nutzen, indem er sie auf den realwirtschaftlichen Aufbau der Nationen der Welt und ganz besonders der Opfer britischer und vergleichbarer kolonialer und semikolonialer Knechtschaft umstellte. Truman indes stellte das Gewicht der Vereinigten Staaten hinter den britischen Imperialismus und unterstützte voll und ganz seinen Kumpan Churchill bei der Wiederherstellung insbesondere der britischen, holländischen und französischen Kolonialreiche bzw. im Falle Indiens der Teilung des Landes und seiner Unterdrückung durch aufgezwungene äußere Bedingungen. Diese Wende in der amerikanischen Politik war die unmittelbare Ursache der ernsten Wirtschaftsrezession in den USA 1946-48 unter Trumans Präsidentschaft.

Der dritte Schritt Trumans war seine Komplizenschaft mit Churchill bei ihrer gemeinsamen Unterstützung des sogenannten „Pazifisten" Bertrand Russell in dem Plan für einen „präventiven Atomkrieg" gegen eine Sowjetunion, die zu dem Zeitpunkt keine feindseligen Absichten gegen die Vereinigten Staaten hegte. Diese britische imperialistische Politik genoß die volle Rückendeckung der faschistischen Sympathisanten im Umfeld der Wall Street, die in den zwanziger Jahren in den USA das Sagen gehabt hatten und selbst im Krieg gegen Hitler noch als mächtiges faschistisches Interesse hinter Präsident Roosevelts Rücken gelauert hatten.

Die zweite allgemeine Phase des Niedergangs der USA in der Ära seit Truman begann 1964, mehr als ein Jahrzehnt, nachdem das amerikanische Establishment Truman angewidert fallengelassen hatte. Nach einigen positiven Initiativen von Präsident Dwight Eisenhower zeigte sich die vorsätzliche langfristige Zerstörung der US-Wirtschaft u.a. in dem verheerenden langen Krieg der USA in Vietnam, der nach dem Mord an Präsident John F. Kennedy einsetzte.

Kennedy wollte Amerika unbedingt aus einem „Landkrieg in Asien" heraushalten, worin ihn zwei Fünf-Sterne-Generale unterstützten. Der Krieg, der nur eingefädelt werden konnte, weil Präsident Kennedy ermordet wurde und weil Präsident Johnson fürchtete, das nächste Opfer der internationalen Kreise um London hinter Kennedys Tod zu werden, ließ die USA schnell in dem aussichtslosen „asiatischen Morast" eines unnötigen und ungerechtfertigten Kriegs Indochina versinken und führte zu einem Niedergang der US-Wirtschaft durch die ökonomischen Nebenwirkungen dieses aberwitzigen Krieges.

Diese Phase der amerikanischen Nachkriegsentwicklung setzte sich dann in der Zeit von 1968 bis 1989 mit der zweiten Stufe des fortgesetzten Ruins der US-Wirtschaft von innen fort. Somit ging der Niedergang der Ära nach Kennedy weiter: erst unter Präsident Richard Nixon und dann durch die wahrlich kriminellen Maßnahmen zum Abbau unserer Wirtschaft und nationalen Sicherheit unter der Aufsicht der Trilateralen Kommission, vertreten durch Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski. Von diesen praktisch hochverräterischen Machenschaften hat sich unsere Volkswirtschaft bis auf den heutigen Tag nicht wieder richtig erholt.

Die dritte, noch andauernde Phase der US-Wirtschaft in der Ära nach Franklin Roosevelt begann mit der Kombination aus der großen „Rezession" im Oktober 1987, die eigentlich schon eine Depression war, und den anschließenden, eigentlich kriminellen Methoden des neuen Federal-Reserve-Vorsitzenden Alan Greenspan, die uns in die gegenwärtig eskalierende, allgemeine weltweite Zusammenbruchskrise geführt haben.

In der letzten Phase der Herrschaft von Fed-Chef Greenspan über die wahnsinnige Verheerung unseres Bankensystems erlebten wir dann die qualitative Veränderung zu der gegenwärtigen neuen Phase, angefangen mit dem Ausbruch der sich nun beschleunigenden, weltweiten allgemeinen Zusammenbruchskrise der gesamten Weltwirtschaft ab Juli 2007.

Die gegenwärtige Krisenlage

Die unmittelbar verfügbaren Lösungsmöglichkeiten für die gegenwärtige Krisenlage definieren sich nach dem Prinzip des Konkursrechts, das als Alternative zum menschenverachtenden Schuldengefängnis eingeführt wurde. Hier kommen zwei Erwägungen ins Spiel. Wir müssen das Finanzsystem der Vereinigten Staaten in der Form sanieren, wie dies in unserer Bundesverfassung implizit vorgesehen ist. Wir müssen unsere Republik und auch die Welt allgemein vor dem planetaren neuen dunklen Zeitalter bewahren, das u.a. droht, weil der schmierige Nachfolger Robert Rubins als Finanzminister, Larry Summers, durch seine Vorreiterrolle bei der Abschaffung des Glass-Steagall-Gesetzes eine systematische Zerstörung des amerikanischen Bankenwesens vorbereitete.

Zur Zeit meiner internationalen Internetsendung am 25. Juli 2007 und in den unmittelbar darauffolgenden Wochen hätte man die binnenwirtschaftliche Krise der USA, die drei Tage nach der Sendung ausbrach, noch unter Kontrolle bringen können. Es waren hauptsächlich führende Kreise im Kongreß – beispielhaft dafür stehen Senator Christopher Dodd und der Abgeordnete Barney Frank -, die durch ihr Vorgehen verhinderten, daß die entsprechenden Abhilfemaßnahmen beschlossen wurden. Dieses ruinöse Vorgehen, das über den Kongreß und seine Vorsitzende Nancy Pelosi und über die Regierung George W. Bush organisiert wurde, gab den Anstoß für die nun drohende Zusammenbruchskrise nicht nur der Vereinigten Staaten und Großbritanniens, sondern inzwischen des ganzen Planeten. Dafür müssen diese verantwortlichen Personen die ganze Last der Schande tragen.

Bis der amtierende Präsident Barack Obama seine unglückselige Pilgerfahrt zum Buckingham-Palast unternahm, um sich neben die bösartige kleine Queen und ihren genauso bösartigen Prinzgemahl zu stellen, bestand die Hoffnung, daß die Verrücktheiten und die offene Kriminalität des abgedankten George W. Bush unter einem „Präsidenten, der nicht Bush ist" an ihr Ende kämen. Jetzt werden die Hoffnungen unserer Bürger zunichte gemacht, da die Lage bereits weit schlimmer ist als alles, was passiert war, als der verheerende, abstoßende Präsident Bush noch im Amt war.

Denn zur Zeit wird die Politik des neuen Präsidenten offen gesagt von faschistischen Ideen beherrscht – so die „neonazistischen" Sozial- und Bevölkerungspolitik der Bande von „Verhaltensökonomen" um Leute wie Peter Orszag. Seine Sozialpolitik im Gesundheitswesen und verwandten Bereichen ist jetzt schon ganz offen eine Kopie der Sozialpolitik – wie u.a. dem beschleunigten Tod von Alten und Kranken -, die das von der Bank von England eingesetzte Naziregime Adolf Hitlers im September 1939 in Deutschland in Kraft setzte.

Doch es gibt auch jetzt noch Abhilfe gegen diese moralisch furchtbaren Verbrechen, für die Summers und Orszag in der amerikanischen Innenpolitik beispielhaft stehen. Diese Abhilfe wird es für uns jedoch nur geben, wenn Larry Summers und seine „Behavioristen"-Kumpane sehr schnell von entsprechenden politischen „Müllmännern" abgeholt werden, indem man sie, bildlich gesprochen, zur Erbauung der Öffentlichkeit vor dem Präsidentengebäude auf die Straße stellt. Das vorausgesetzt, gibt es immer noch durchaus wohldefinierte Lösungen sowohl für unsere Republik als auch für die Welt. Diese speziellen Lösungen sind hier unser Thema.

I. Kreditsystem contra monetaristisches System

Nehmen wir den Fall einer von offenbar qualifizierten Leuten geleiteten Firma oder Volkswirtschaft wie unter den Regierungen in den USA oder Europa heute, die aber trotzdem beständig weiter absinkt. Die erste Hypothese des fachmännischen Beraters wird dann sein, daß die Ursache des drohenden Konkurses, weswegen man ihn von außen hinzugezogen hat, in eingefahrenen „Managementmethoden" oder Unternehmenszielen liegt, an die sich die Firmenleitung klammert, weil sie axiomatisch davon ausgeht, daß diese nicht die Ursache des Problems sein können. Man wird häufig feststellen, daß der Fachmann von außen, der sich auf diese Weise in „heiliges Land" vorwagt, mehr oder weniger von Anfang an dieser richtigen Untersuchungshypothese folgt.

Um eine kompetente Darstellung von Lösungsvorschlägen, die mit meinen Erfahrungen als höchst erfolgreicher Wirtschaftsprognostiker übereinstimmen, in den angemessenen Rahmen zu stellen, können einige autobiographische Bezüge als Ausgangspunkt dienen, wobei man immer von der Arbeitshypothese ausgehen sollte, daß die Ursache für das Verhängnis von Imperien, Nationen oder anderen großen Unternehmungen immer in systemisch falschen Strategien oder Wahrnehmungen gelegen hat, an die diese sich klammern, als seien es die bestgehüteten Geheimnisse ihrer Tradition, oder die sie einfach nur irrigerweise für den garantierten Weg zum Erfolg halten.

Bei solchen Fragen sollte man vorsichtshalber immer davon ausgehen, daß die öffentliche Meinung, auch wenn sie amtlich ist, gewöhnlich falsch ist. Meine erste allgemeine Wirtschaftsprognose für die US-Wirtschaft erstellte ich im Sommer 1956, als ich zutreffend voraussagte, daß die USA wahrscheinlich bis etwa Februar-März 1957 in eine schwere Rezession stürzen würden; niemand sonst in den Unternehmer- und Wirtschaftskreisen, mit denen ich damals zu tun hatte, sah das voraus. Als Ursache der Probleme erkannte ich in dieser zutreffenden Vorhersage einerseits die Grundsätze des wichtigsten Wirtschaftsberaters der Regierung Eisenhower, Arthur Burns, und andererseits den massiv steigenden Einfluß der leichtgläubigen Anhänger wirtschaftlicher Taktiken im Zusammenhang mit dem radikal positivistischen Denken, für das die unglaublich inkompetente „Spieltheorie" von Morgenstern und von Neumann typisch war.[sup]11[/sup]

Wenn eine Unternehmensleitung oder Regierung voller Überzeugung erklärt: „Das ist unsere Tradition…", ist das oft gleichbedeutend damit, einen Abschiedsbrief als wirtschaftlicher Selbstmörder zu unterzeichnen. Wenn dem nicht so wäre, würden sie sich nicht so hartnäckig an Prinzipien klammern, die sie selbst für probat halten, in Wirklichkeit aber gescheitert sind.[sup]12[/sup] Wenn man sich diesen Aspekt der Sache einmal klargemacht hat, folgt der Rest für den Lernenden von heute zwar nicht ganz ohne Schwierigkeiten, aber die Anstrengungen laufen dann doch viel mehr in eine angemessene Richtung.

Nichts ist für den inzwischen fünf Jahrzehnte anhaltenden Niedergang und nun akut drohenden Zerfall der Volkswirtschaften Europas und der USA politisch mehr verantwortlich als die Überzeugung, der Fortschritt Amerikas beruhe auf dem Glauben an den anti-Hamiltonischen und anti-Rooseveltschen „Freihandel" – den Kult, dem sowohl Adam Smith als auch sein erklärter Anhänger Karl Marx anhingen.

Um zu verstehen, warum meine Entdeckungen und Methoden mich zu meinen inzwischen jahrzehntelangen außergewöhnlichen Erfolgen bei der langfristigen Wirtschaftsprognose führten, sollte man sich nicht so sehr mit dem oft hochtrabenden äußeren Auftreten meiner Konkurrenten beschäftigen, sondern mit der oft harten Wahrheit, daß sie entweder völlig unfähig sind oder in anderen Fällen einfach nicht erfolgreich arbeiten können. Die notwendige Herangehensweise beginnt oft damit, sich mit einigen recht elementaren historischen Wahrheiten zu befassen. Ich folge dieser historischen Methode im Laufe dieses und der folgenden Kapitel dieser Schrift.

Es bedeutet eine große emotionale Herausforderung, zu versuchen, die festgestellten Ursachen eines Mangels bei entsprechenden Fachleuten und anderen zu verstehen und zu korrigieren. In solchen Fällen besteht die Belastung oft darin, daß man manchmal sogar sehr bekannte Ökonomen oder andere Fachleute zwingen muß, weitverbreitete und tief verwurzelte, aber falsche Überzeugungen aufzugeben – was besonders bei Uneinsichtigen mit großem Einfluß und umfangreichem Fachwissen oder einfach nur mit großer politischer Macht zutrifft.

Wenn man die Streitigkeiten der letzten Zeit unter den Prognostikern betrachtet, ist es eine recht simple Tatsache, daß meine Errungenschaften als Vertreter des „Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie", wie es Alexander Hamilton einst taufte, die Grundlage meiner ziemlich außergewöhnlichen Erfolge bei der sogenannten „Langzeitprognose" geworden sind – während die gängigeren europäischen oder amerikanischen Varianten der Wirtschaftsprognose niemals wirklich über längere Zeit Erfolg hatten. Sie hatten bestenfalls die Beständigkeit von „Daumenschätzungen", die vielleicht für kurze Zeit richtig erscheinen oder sogar triumphieren mögen, sich aber über mehr als bloß kurze, lokale Zeitspannen hinaus als katastrophal erweisen. Dagegen hat sich wiederholt erwiesen, daß meine Autorität auf längere Sicht immer wieder erfolgreich war und bisher eine Ausnahmeerscheinung ist, wenn man die bekannte Geschichte dieses Fachgebietes betrachtet.

Somit besteht meine Aufgabe in dieser Schrift im Kern darin, einige der wichtigsten und leichter faßlichen praktischen Fragen hinsichtlich richtiger und falscher Prognosestellungen deutlich zu machen.

So gab es in der Zeit seit Präsident Franklin Roosevelts Tod einige Perioden, wo gerade eine Wirtschaftspolitik, die Leichtgläubigen besonders erfolgreich erschien, die Ursache der nächsten schweren Wirtschaftskrise war. Ihr trauriger Fehler muß darin gesehen werden, daß jene, die sich zeitweise bis zur Euphorie mitreißen ließen, felsenfest davon überzeugt waren, daß die „Erbse" des Nußschalenspiels genau unter dem Hütchen verborgen sein müßte, auf das sie zeigten. Das Hütchen war wohl da, wie sie zur Untermauerung ihrer Behauptung betonten, doch was sich unter diesem Hütchen befand oder nicht befand, das war eine ganz andere Frage. So verwandelte sich die momentane Begeisterung des leichtgläubigen Opfers in tiefe Trauer, als sie ärmer, nur leider meistens nicht klüger nach Hause gingen. Die Methode des ständigen Ausposaunens von ökonomischen „guten Nachrichten" war entsprechend fast immer ein Trickbetrug, bei dem sicher war, daß der Gewohnheitsspieler vom letzten Mal, auch wenn sich er vorübergehend die Finger verbrannt hatte, bei der nächsten Gelegenheit wieder voller Vertrauen einen Einsatz wagen würde. Das Resultat war aber wieder das gleiche wie beim vorigen politischen Kandidaten oder beim falschen politischen Rezept, auf das er früher schon hereingefallen war![sup]13[/sup]

Daher sagen wir den weniger Leichtgläubigen und Klügeren: Ich unterscheide zwar sehr wohl zwischen der relativ begrenzteren Autorität attraktiver Annäherungen und den gegenteiligen, tieferen naturwissenschaftlichen epistemologischen Fragen, aber letztlich sind es immer die tiefergehenden, längerfristigen Dinge, auf die man in der gegenwärtigen Krise zurückgreifen muß, so wie es bei erfolgreichen Vorhersagen für den entscheidenden längeren Zeitraum von zwei oder mehr Generationen in die Zukunft immer sein muß. Nicht die Statistik, sondern die Politik bestimmt die Zukunft.

Nachdem all dies berücksichtigt ist, muß man sagen: Die häufigste Ursache des Scheiterns von Volkswirtschaftlern wie auch von führenden Politikern ist, daß sie das große Prinzip, das den Menschen vom Affen unterscheidet, nicht wirklich verstanden haben.

Noch einmal Percy Shelley

Der folgenreichste Aspekt der Sache ist hier, daß ein mangelndes Verständnis der Rolle schöpferischer Prozesse in der eigenen geistigen Entwicklung bzw. der anderer nicht bedeutet, daß schöpferisches Potential gar nicht existierte und sich nicht auch gelegentlich selbst bei Personen äußert, die sich dessen kaum bewußt sind. Vielmehr läßt sich beobachten – Shelley weist in seiner Verteidigung der Poesie nachdrücklich darauf hin -, daß in außergewöhnlichen Augenblicken wahrhaft schöpferische Impulse in Menschen ohne deren Wissen erfolgreich Früchte tragen können, auch wenn sie selbst gar nicht näher begreifen, wie dieser Erfolg in ihnen zustande kam. Man sollte diesen Absatz bei Shelley auch so verstehen, daß beispielsweise das gewöhnliche Versagen der Ökonomen nicht bedeutet, daß es in unser Gattung allgemein keine menschliche Erkenntniskraft gäbe, sondern nur, daß sie in der Bildung und verwandten Persönlichkeitsentwicklung der entsprechenden Personen und Institutionen heute oft und teilweise radikal unterdrückt wird.

Ein Beispiel.

In früheren Zeiten, vor zwei oder mehr Generationen, als die klassische (im Gegensatz zur empiristischen) Bildung noch ernst genommen wurde, war es für die Förderung des Schöpferischen in Schülern oder bei anderen Menschen entscheidend wichtig, daß der Lehrer bzw. die andere betreffende Person sich darauf konzentrierten, die Symptome eines kreativen Impulses beim Schüler hervorzurufen und zu erkennen. Dieser Augenblick durfte auch nicht vorübergehen, ohne daß die Aufmerksamkeit der Schulklasse bzw. anderen Beteiligten darauf gelenkt wurde, „wo" und in welcher Weise genau sich dieser schöpferische Impuls im Schüler gerade geäußert hatte.

Das Phänomen der Schöpferkraft, die nicht bei Tieren, sondern nur im Menschen existiert, ist unter allen Erwägungen über die Natur und Resultate realwirtschaftlicher Prozesse die entscheidende. Jede kompetente Beschäftigung mit Volkswirtschaft als Wissenschaft hängt ganz von diesem speziellen Aspekt ab, den beispielsweise die Profession der Buchhalter heutzutage überhaupt nicht kennt. Der Fortbestand einer zivilisierten Menschheit hängt von diesem Prinzip der Kreativität ab.

Die Fakten, die dies beweisen, liegen zwar eigentlich auf der Hand. Für unsere Zwecke hier ist es jedoch wesentlich, daß wir zu einem gemeinsamen Verständnis gelangen, „wie" und „warum" die Frage der Kreativität meine bisher ziemlich einzigartigen Erfolge bei der Wirtschaftsprognose möglich gemacht hat. Ohne dieses besondere Augenmerk fehlt der Diskussion über die Bedeutung des Schöpferischen bei der Wirtschaftsprognose der wichtigste praktische Ausdruck zum Nutzen der Gesellschaft – ihre beabsichtigte Funktion, im Gegensatz zum bloß „Zufälligen".

Meine persönlichen Erfahrungen

Zur Entwicklung meiner eigenen schöpferischen Fähigkeiten, worüber ich schon bei früheren Gelegenheiten berichtet habe, ist folgendes zu sagen.

Soweit ich die Wurzeln meines relativen Erfolges gegenüber mutmaßlich konkurrierenden „Meinungsmachern" in der Profession der Volkswirtschaftler aus heutiger Sicht beschreiben kann, beginnt dies mit meinem ersten bewußten Erlebnis, wo ich eine „andere Ansicht" über Kreativität hatte, als dies in der Schul- und Hochschulbildung, mit der ich es als Jugendlicher und junger Erwachsener zu tun hatte, vorgegeben wurde. Ich erlebte dies zum ersten Mal in meiner ersten Unterrichtsstunde in ebener Geometrie, als ich die axiomatischen Apriori-Annahmen des Unterrichtes ablehnte. Diese Ablehnung wurde hauptsächlich dadurch ausgelöst, daß ich vorher die Bauarbeiten an der nahegelegenen US-Marinewerft in Charlestown studiert hatte, wo mir die außergewöhnliche physikalisch wirksame Bedeutung der physikalischen Geometrie für den Entwurf von Tragstrukturen deutlich geworden war. Der Eiffelturm in Paris veranschaulicht, wie wichtig es ist, sich auf physikalische statt auf Euklidische Geometrie zu verlassen. Die axiomatischen (d.h. a priori) Annahmen der Euklidischen Geometrie sind inhärent falsch.

Es ist an dieser Stelle auch relevant, daß meine Ablehnung der Schulgeometrie und einiger verwandter Dinge, auf die ich hauptsächlich im Mathematik- und Physikunterricht in der Schule stieß, bei mir schon von Jugend an einen ständig wachsenden Appetit auf alle in englischer Übersetzung verfügbaren Werke von Leibniz hervorrief. Als älterer Jugendlicher wählte ich Immanuel Kant als entsprechenden Gegenspieler zu Leibniz, um bei den so entstehenden Streitfragen Vergleiche anzustellen, und führte so durch das immer neue Erforschen der leichter zugänglichen Arbeiten der beiden einen inneren Dialog.

Dies führte schließlich – ich würde sagen, unausweichlich, oder vielleicht nach einem „Erbprinzip", wie es den Samen mit der Pflanze verbindet – zu meiner entscheidenden Einsicht in die Bedeutung von Bernhard Riemanns Habilitationsschrift aus dem Jahr 1854 – eine Einsicht, die sich mir etwa hundert Jahre nach Veröffentlichung seiner Arbeit erschloß; das war Anfang 1953, und war für mich wie eine Offenbarung.

Gleichzeitig hatte ich viel mit der Frage von Innovationen bei der Planung des Produktionsprozesses zu tun – in beträchtlichem Maße durch Fragen, die sich im praktischen Umfeld meiner Familie stellten -, wozu sich noch eine Faszination mit klassischer englischer Dichtung gesellte. Diese Kombination scheinbar so unterschiedlicher Einflüsse ließ mich immer mehr Wert auf die Bedeutung wirklich schöpferischer Neuerungen in der Produktion realen Reichtums legen. Mir wurde zunehmend klar, daß es einen Unterschied gab zwischen bloßer handwerklicher Geschicklichkeit und einer ganz besonderen handwerklichen Fähigkeit im Zusammenhang mit der Entdeckung und Umsetzung universeller Prinzipien – etwa Prinzipien der Naturwissenschaft, aber auch der klassischen Komposition in der Tradition J.S. Bachs -, und daß man diesen Unterschied deutlich herausarbeiten mußte.

Insofern denke ich, daß es beinahe unvermeidlich war, daß mich dieser Prozeß zu Bernhard Riemann führen würde, der in seiner Habilitationsschrift eine absolut revolutionäre Veränderung in der Definition der naturwissenschaftlichen Methode vollzog. Aus ähnlichen Gründen wurden mir bei meiner Arbeit als Unternehmensberater die mehr oder weniger gängigen Standardmethoden der Buchführung und die üblichen statistischen Methoden der Wirtschaftsprognose mehr und mehr zuwider.

Wenn ich heute die vielfältigen Erfahrungen meines Lebens mit der alten, immer wiederkehrenden Auseinandersetzung über die Natur und Ziele der Wissenschaftsmethode Revue passieren lasse, muß ich sagen: Zu versuchen, selbst sehr fähige Wissenschaftler in die Lage zu versetzen, eine, wie man es nennen könnte, „unmittelbare Einsicht" in Kreativität als solche zu gewinnen, ist mit die schwierigste Aufgabe überhaupt. Das gilt sogar für die Mehrheit der führenden Wissenschaftler, die ich kenne, und diese Aufgabe ist heute im allgemeinen sehr viel schwieriger als noch vor zwei Jahrzehnten.[sup]14[/sup] Die heutigen Wissenschaftler geben schöpferische Versuche viel schneller auf, als ihre Kollegen es vor zwei oder drei Jahrzehnten getan hätten. Nur die tiefere leidenschaftliche Sorge, die durch das beängstigende Ausmaß der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise hervorgerufen wird, könnte heute jene breitere Entschlossenheit auslösen, die den ontologischen Charakter menschlicher Kreativität an sich verdeutlicht.

Das „Basement-Projekt"

Im Rahmen dieses Vorhabens kam vor etwas weniger als einem Jahrzehnt die Zeit, in der ich das „Basement-Projekt", wie es meine Mitarbeiter nennen, in Gang setzte, nämlich die Einsetzung von Arbeitsgruppen im Keller des Gebäudes, in dem mein Büro lag.[sup]15[/sup] Getragen wurde das Projekt hauptsächlich von qualifizierten Mitgliedern dieser Arbeitsgruppen selbst, jungen Leuten, die vorwiegend unter den mutmaßlich reiferen und besonders engagierten Köpfen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren ausgewählt wurden. Die Forschungsprojekte entsprachen von der Dauer her etwa vier Semestern zusätzlicher Bildung, in denen die jungen Leute gründlich und systematisch die Entdeckungen Johannes Keplers und das Hauptwerk von Gauß durcharbeiteten. Es begann damit, Keplers außergewöhnliche, ureigene Entdeckung des universellen Prinzips der Gravitation nachzuvollziehen, so wie Kepler dies in seiner Weltharmonik beschreibt.

Diese Erfahrung bildete für die Studenten dann die Grundlage für die Beschäftigung mit grundsätzlicheren Fragen im Zusammenhang mit dem Werk Bernhard Riemanns und seiner wichtigsten Nachfolger wie Max Planck, Albert Einstein und Akademiemitglied W.I. Wernadskij.

Das Programm läuft nun im Bereich der Riemannschen Physik weiter, in ähnlicher Weise wie ein vorangegangenes Programm über einige wichtige Arbeiten von Carl F. Gauß. Das Ziel ist die Entwicklung einer Arbeitsmethode für vergleichbare weitere Arbeiten über den kombinierten Bereich der Entdeckungen von Bernhard Riemann und dessen Nachfolgern wie Max Planck sowie der entscheidenden Rolle Albert Einsteins. Diese Wissenschaftler verkörpern beispielhaft den Kern des Widerstands gegen die morbide Dekadenz der positivistischen Ideologie, wie sie sich zuerst z.B. bei Ernst Mach und später bei dem satanischen Bertrand Russell entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht dabei für mich und für meine jungen Mitarbeiter, was dies für die Wissenschaft der physischen Ökonomie bedeutet.

Der Kern dieser anhaltenden Arbeiten macht laufend weiter Fortschritte.

Wie Akademiemitglied W.I. Wernadskij gezeigt hat, muß in der Wirklichkeit der heutigen Welt jede kompetente Lehre und Praxis einer Wissenschaft der physischen Ökonomie im wesentlichen darin bestehen, als Wissenschaftszweig die Riemannsche physikalische Biochemie der willentlichen menschlichen Eingriffe in die Entwicklungsrichtung des Verhältnisses zwischen Mensch und Universum zusammenzufassen. Dabei muß man ganz grundsätzlich von den ersten beiden Absätzen und dem Abschlußsatz von Riemanns Habilitationsschrift von 1854 ausgehen. Das heißt, ohne (allen voran) Kepler, Leibniz und Riemann und ohne Riemanns Nachfolger wie Max Planck, Albert Einstein und Wernadskij ist unter den gegenwärtigen, krisengeschüttelten globalen Umständen keine kompetente Ausbildung für die professionelle Beschäftigung mit der Wirtschaftswissenschaft denkbar.

Damit soll auch betont werden: Es gibt zwar unter den aktiven Ökonomen beispielsweise in Europa, Nord- und Südamerika eine nicht unerhebliche Minderheit, die in ihrem jeweiligen Bereich kompetent und wichtig, oft sogar unverzichtbar ist, aber selbst von diesen besten Praktikern geht fast keiner den tieferen naturwissenschaftlichen Grundlagen der Thematik nach. Selbst unter den relativ Besten fehlt bei fast allen (aber nicht allen) ein systematisches Verständnis der entscheidenden Grundfragen bei der Suche nach Wegen zur Abhilfe für die gegenwärtige, sich beschleunigende Zusammenbruchskrise der Weltwirtschaft. Eine Hauptursache ihres Scheiterns in der Hinsicht liegt darin, daß sie die Geschichte des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie nicht einmal in ihren funktionellen Grundzügen kennen und oft gar nicht kennen wollen. Darum dreht sich die Herausforderung, mit der wir uns an dieser Stelle beschäftigen.

Konkret haben wir es heute mit einem weitverbreiteten Mangel an Verständnis der US-Verfassung und des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie zu tun – nicht nur bei europäischen, sondern auch bei hochrelevanten amerikanischen Professoren und Politikern. Sogar US-Amerikaner wurden akademisch soweit „gehirngewaschen", daß sie sich auf den Standpunkt der falschen axiomatischen Annahmen der Ideologen der Britischen Ostindiengesellschaft wie Adam Smith und Jeremy Benthams Leuten stellen und das Amerikanische System angreifen, statt sich auf die Beweise für die Absurdität der Grundannahmen des britischen imperialistischen Denkgebäudes einzulassen. Ein großer Teil dieser Gehirnwäsche beruht dabei weniger auf Unkenntnis des Themas als auf der Popularität krasser Lügen.

Bei den Ausnahmefällen verhältnismäßig kompetenter aktiver Berufsökonomen von heute ist das häufigste Problem, daß sie, da sie gewöhnlich eine gutbezahlte Stellung in diesem Beruf innehaben, ihre fachliche Betätigung auf das konzentrieren, was die Institutionen ihrer Ausbildung oder die Kunden, die ihre Waren kaufen, von ihnen verlangen. Im Mittelpunkt stehen für sie meistens die Fragen, die mit ihrem Broterwerb zusammenhängen, d.h. wie man das Arbeitsprodukt liefert, das der Markt für ihre Dienstleistung von ihnen verlangt, weniger die Gebote ihrer Wissenschaft an sich.[sup]16[/sup] Trotzdem wird, wenn eine Krise wie die jetzige zuschlägt, das Mißtrauen ernsthafter Ökonomen geweckt.

Nach meiner persönlichen Erfahrung besteht die größte Hoffnung für die Zunft der Ökonomen darin, daß die „Abnehmer" ihres Produktes, wie der US-Kongreß oder die Parlamente in Europa, viel klüger werden, als sie es heute sind. Wenn die Kunden nach Intelligenterem verlangen, werden die Ökonomen selbst sich den erregten Forderungen eines besser informierten und erzürnten Marktes sicherlich anpassen.

Bis dahin sei klugen Fachleuten in dieser Krise dringend geraten, sich hier und jetzt mit einer angemessenen Annäherung an die nötige Expertise, wie sie in dieser Schrift zum Ausdruck kommt, vertraut zu machen.

Die unverzichtbare Rolle der Kreativität

Das oben erwähnte „Basement-Programm" wurde bewußt mit einem Programm für klassische Musik gekoppelt, als dessen ersten Dreh- und Angelpunkt ich J.S. Bachs Motette Jesu, meine Freude ausgewählt hatte. Mein Hauptmotiv, im Rahmen einer politischen Vereinigung parallel zur naturwissenschaftlichen Ausbildung ein solches Programm durchzuführen, lag darin, die Wurzel individueller Kreativität ausfindig zu machen, die auch in den Naturwissenschaften zum Ausdruck gelangt. Dies verlangt konkret eine vorrangige praktische Beschäftigung mit dem grundlegenden Ausdruck des Schöpferischen, wie er ganz wesentlich im Bereich der klassischen Künste, aber gewöhnlich sicher nicht in der breiten „Massenunterhaltung" von heute zu finden ist.

Kreativität äußert sich beispielhaft in den verschiedenen Formen klassischer Ironie in der Dichtung und ganz besonders in den Prinzipien Johann Sebastian Bachs, wie sie klassische Komponisten der Bach-Tradition treulich anwandten – darunter seine Söhne ebenso wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven usw. bis Johannes Brahms. Das Bild von Albert Einstein, wie er in der Ära vor Hitler in der großen Synagoge von Berlin im Gottesdienst Geige spielt, ist für die Erforschung der positiven Entwicklung des modernen Deutschland und seine wissenschaftliche wie kulturelle Tradition nicht irrelevant. Dabei hatte in der Zeit bis Hitler der Einfluß des großen neuzeitlichen Platonikers Moses Mendelssohn und seiner weitverzweigten Verwandtschaft für große Teile der deutschsprachigen Welt in den Bereichen der Musik und grundlegender naturwissenschaftlicher Fortschritte eine ganz beträchtliche Bedeutung.

Ein Beispiel. Seit nunmehr gut sechs Jahrzehnten beziehe ich mich immer wieder – wie der Leser auch hier bemerken wird – auf das Werk von Percy Bysshe Shelley, allem voran seine außergewöhnliche Verteidigung der Poesie und dort wiederum besonders den letzten Absatz. Wenn man daran arbeitet, vertonte klassische Poesie zu singen, ist man am besten darauf vorbereitet, den Ort im menschlichen Geist zu finden, von dem der schöpferische Genius aller Wissenschaft und Kunst im wesentlichen herrührt. Der klassische gesungene Kontrapunkt, wie ihn das Werk Johann Sebastian Bachs und seiner Nachfolger bis Johannes Brahms für die modernen Sprachen beispielhaft verkörpert, bildet die Quelle, aus der das Wasser der Kreativität in die Flüsse und Meere klassischen naturwissenschaftlichen Fortschritts strömt. Daraus muß der resultierenden Anstieg der produktiven Arbeitskraft der Menschheit pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche sichergestellt werden.

Der Verlust streng ausgeübter klassischer künstlerischer Komposition und Aufführung ist ein typischer Ausdruck des moralischen und geistigen Verfalls, dem die transatlantische Welt seit der Zeit von Präsident Franklin Roosevelts Tod am 12. April 1945 zunehmend ausgesetzt ist. Ein beträchtlicher Teil des wirtschaftlichen und sonstigen Ruins, allem voran bei den Nationen der transatlantischen Gemeinschaft, wurzelt in der üblen Dekadenz populärer Trends im künstlerischen Ausdruck, ganz besonders bei den existentialistischen Strömungen, wofür Die autoritäre Persönlichkeit von Theodor Adorno u.a. (1950) und dessen Gegenstück im profaschistischen Kongreß für kulturelle Freiheit (CCF) typisch waren.[sup]17[/sup]

Daher bildet die Förderung inhärent satanisch-dionysischer sogenannter „existentialistischer" Rituale in der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute, z.B. durch den prosatanischen Kongreß für kulturelle Freiheit, eine wichtige Triebfeder für den miteinander verbundenen moralischen und realwirtschaftlichen Verfall, unter dem der ganze Planet heute leidet.[sup]18[/sup]

Mit diesen etwas ausholenden, eigentlich aber kurz gefaßten Bemerkungen, mit denen ich dieses Kapitel des Hauptteils dieser Schrift eingeleitet habe, kommen wir zu den folgenden Feststellungen.

Zwei grundverschiedene Gattungen

Die nötige Abhilfe für den Zustand der heutigen Welt hängt unbedingt davon ab, das gegenwärtige Weltwährungssystem sehr bald durch ein Kreditsystem zu ersetzen, wie es die Bundesverfassung der USA beispielhaft definiert. Das neue Kreditsystem muß den entsprechenden Vorgaben der amerikanischen Verfassung folgen, so wie ich dieses System und seine Anwendung hier auf diesen Seiten beschreibe.

Im Laufe dieses und der folgenden Kapitel wird der besser informierte Leser wahrscheinlich ein gewisses Déjà-vu-Gefühl erleben, wenn er bedenkt, daß allgemein, besonders seit dem Frühjahr 1968, die US-Wirtschaft oberflächlich für kaum etwas anderes gehalten wird als ein etwas weniger demoralisiertes Gegenstück zu den realwirtschaftlich-monetären Systemen in Westeuropa. Betrachtet man jedoch die sozialen Phänomene in Hinsicht auf die praktizierte Wirtschaftspolitik, so erweist sich schon nach kurzem Nachdenken über die Fakten, daß der Unterschied zwischen dem Amerikanischen System der politischen Ökonomie und den üblichen europäischen Modellen ähnlich kraß ist wie der zwischen Säugetieren und Beuteltieren oder sogar Kloakentieren. Dies sind Gattungen von Lebewesen, die für das Auge des zufälligen Beobachters zwar einige äußere Ähnlichkeiten aufweisen, von ihrem Wesen her aber einen miteinander unvereinbaren reproduktiven Charakter haben.

Säugetiere und Beuteltiere sind beides „Tiere", aber sie leben und vermehren sich nach vollkommen verschiedenen Prinzipien, und genauso verschieden ist das moralisch und wissenschaftlich überlegene Amerikanische System vom unmoralischeren Britischen Empire, das in der Ordnung der parlamentarischen Systeme in Europa mit ihren Währungs- und Wirtschaftssystemen noch heute eine vorherrschende Rolle einnimmt.

Der typische Leser, Berufsökonomen eingeschlossen, muß immer wieder daran erinnert werden: Unser Thema sind hier nicht oberflächliche Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen Kreditsystemen und modernen monetaristischen Systemen, sondern die „genetisch" völlig unvereinbaren Methoden der sozial-ökonomischen Reproduktion von Ordnungen, die prinzipiell einer ganz anderen Spezies angehören.[sup]19[/sup]

Die wesentliche äußere Ähnlichkeit zwischen den verschiedenen Grundmodellen von Volkswirtschaften auf der Erde heute besteht darin, daß in beiden Fällen Menschen darin leben. Die beiden modernen Gesellschaftsformen sind also Wirtschaftssysteme einer Gattung, deren natürliche Methode der sozialen Reproduktion als lebende Individuen in der wahren Schöpferkraft liegt, die alle Menschen grundsätzlich von bloßen Tieren abhebt. Der Unterschied liegt darin, daß die Menschen in dem jeweiligen gesellschaftlich-politisch-wirtschaftlichen System ihr inhärentes schöpferisches Potential in unterschiedlichem Maße entwickeln können – mehr oder weniger oder, wenn es nach heutigen „grünen" Fanatikern geht, überhaupt nicht.

Um unser wesentliches Ziel zu erreichen, bedenke man zunächst den Gegensatz zwischen der unveränderlichen potentiellen Populationsdichte von Menschenaffen für ein gegebenes Umfeld und der wachsenden Bevölkerungsdichte einer typischen menschlichen Kultur. Die Fakten sollten uns schnell sagen, daß der Mensch, auch wenn man systematische Unterschiede in der sozialen Organisation berücksichtigt, anders als die Menschenaffen kein bloßes Tier ist. Die Fakten zeigen andererseits auch einen großen Makel im monetaristischen Erbe des imperialen europäischen Feudalismus, selbst in den nominell souveränen Staatssystemen Europas heute.

Kurz gesagt, es gibt ein bestimmtes Prinzip, das Prinzip menschlicher Kreativität (Erkenntnis), welches den Einzelmenschen und seine Gattung grundsätzlich von allen niederen Lebensformen unterscheidet. Pädagogisch ausgedrückt: Der Mensch ist gegenüber den Tieren, was lebende Prozesse und ihre besonderen Produkte und Nebenprodukte gegenüber dem unbelebten Bereich sind.

Betrachten wir nun das entscheidende Paradox, das bei allen kompetenten Versuchen der Definition von Wirtschaftswissenschaft gelöst werden muß:

Jede relativ gesunde menschliche Gesellschaftsform, die tatsächlich immer höhere Ebenen potentieller relativer Bevölkerungsdichte erreicht, nähert sich immer wieder zwei grundlegenden, stets neu entstehenden bedrohlichen Grenzen für das Wachstum und Wohlergehen ihrer Bevölkerung. Das weitere Wachstum, ja selbst schon der Fortbestand der Gesellschaft ist einerseits negativ beschränkt durch die inhärenten Grenzen der für sie verfügbaren Umwelt. Andererseits ist es gleichzeitig negativ beschränkt durch die unvermeidliche Tendenz, an vergleichbare Wachstumsgrenzen zu stoßen wie alle Tiergattungen: die Tendenz, jede Umgebung relativ stark zu erschöpfen, solange dagegen nicht das charakteristische antientropische Eingreifen ins Spiel kommt, das den Menschen von allen niederen Lebensformen unterscheidet.

Diese besondere Fähigkeit des Menschen ist ein Faktor, der die Erschöpfung der Umwelt mehr als ausgleicht, indem die angewandte Technik in der Gesellschaft mit Methoden, für die kombinierte wissenschaftliche und klassische künstlerische Kreativität typisch ist, auf eine höhere Ebene angehoben wird. Insgesamt bildet diese Art der Kreativität eine einzigartige Kraft, die unsere menschliche Gattung grundsätzlich von den Affen unterscheidet – ebenso wie von den Absichten hinter gewissen politischen Plänen heute, wie der im Grunde profaschistischen und verlogenen „grünen" Ideologie von Prinz Philips World Wildlife Fund.

Betrachtet man diese ebenso einfachen wie klaren Fakten aus der Sicht der heutigen Naturwissenschaft, so läßt sich auch in den korrekten Begriffen der physikalischen Chemie lebender Prozesse aufzeigen, daß die Grenze für die Erhaltung der vorhandenen Bevölkerungsdichte es für jede menschliche Gesellschaft notwendig macht, einerseits die ableitbare durchschnittliche Energieflußdichte ihrer Produktionsanlagen zu erhöhen und andererseits den klassischen humanistischen Fortschritt in Wissenschaft und Kunst zu bewahren. Heute sieht man zum Beispiel in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent anstelle eines solchen Fortschritts einen immer schneller um sich greifenden dionysischen Kulturverfall. Dieses unverzichtbare Fortschrittsprinzip muß, zum Zwecke von Definitionen und Vergleichen, in Beziehung auf jene physikalische Biochemie betrachtet werden, die in dem gegenwärtigen Entwicklungsstand des Periodensystems ihre Wurzel hat.

Bei der Interpretation dieses Periodensystem muß berücksichtigt werden, daß die drei verschiedenen physikalischen Phasenräume – mit abiotischen, biotischen bzw. noetischen Eigenschaften – unterschiedliche Maßstäbe erfordern. Für den Vergleich der drei Maßstäbe muß man das anti-entropische Verhältnis von lebenden zu abiotischen Prozessen bzw. von noetischen zu biotischen Prozessen untersuchen. Um einen Kollaps durch Abnutzung zu verhindern, muß das Verhältnis der Gesamtmasse der Biosphäre zur Masse der Lithosphäre ansteigen, und in ähnlicher Weise muß das Verhältnis der Noosphäre zur Biosphäre, gemessen pro Kopf und pro Quadratkilometer der Erdoberfläche, zunehmen. Um diese Bedingungen für das realwirtschaftliche Überleben unserer Gattung zu erfüllen, muß die mittlere „Energieflußdichte", mit der die Gesellschaft ihre Bevölkerung reproduziert, kontinuierlich ansteigen.[sup]20[/sup] Wenn wir nicht zu der Tradition zurückkehren, die relative Energieflußdichte der Produktion pro Kopf und pro Quadratkilometer Erdoberfläche beständig zu erhöhen, ist die Weltzivilisation bald zu ihrem eigenen Untergang verurteilt – unabhängig davon, in welch katastrophalem Zustand ihre finanziellen Angelegenheiten heute sein mögen.

Das sind die wichtigsten Elemente, die beachtet werden müssen, um die wesentlichen Bereiche einer Wissenschaft der physischen Ökonomie zu definieren.[sup]21[/sup]

Es ist bezeichnend für den Unterschied in den Systemen, daß der gesamte Planet unter der weiteren Herrschaft monetaristischer Systeme in unmittelbarer Zukunft zu einem tiefen Sturz in ein langes „neues finsteres Zeitalter" verurteilt ist. Es gibt einen entscheidenden qualitativen volkswirtschaftlichen Unterschied zwischen dem Amerikanischen System der politischen Ökonomie und den europäischen und sonstigen monetaristischen Systemen, der ersterem mehr Überlebensstärke gibt, während letztere unter den derzeitigen Bedingungen keine Überlebenschance haben. Dies gilt jedenfalls, solange Europa vom heute weltweit tonangebenden monetaristischen System von London & Co. beherrscht wird und nicht dem Vorbild der erfolgreichsten Phasen der amerikanischen Weltführung in der Wirtschaft folgt.

Es liegt deshalb an Ihnen, sich für den Weg zu entscheiden, der tatsächlich zum Überleben führt. Es ist Ihre Wahl als Bürger; Sie können wählen zwischen Wohlstand und Untergang. Sicher ist nur, daß das Leben auf diesem Planeten nicht so weitergehen kann – nicht auf demselben Kurs der Welt oder speziell Europas und Amerikas in den letzten Jahrzehnten, als die sogenannte „Warren-Kommission" zusammentrat, bzw. Rachel Carsons verlogenes Buch Der stumme Frühling (1962) erschien.

Zwar ist die Verwendung von Geld (im Gegensatz zu Geld als solchem) ein wichtiger Aspekt in der Gestaltung des schöpferischen Fortschritts, auf dem eine erfolgreiche Volks- oder Weltwirtschaft beruht; doch wie ich bereits betont habe, wäre es reiner Blödsinn, anzunehmen – wie es der leider allgegenwärtige Finanzbuchhalter heute tut -, Werte im Wirtschaftsprozeß seien hauptsächlich ein Ausdruck monetärer Vorgänge, oder finanzielles Wachstum an sich sei eine Ursache oder gar ein auch nur annäherndes Maß realen Wachstums. Die übermäßige Betonung der Bedeutung der Finanzbuchhaltung, die aus der Geschichte des Imperialismus stammt und heute leider in der Volkswirtschaftslehre weit verbreitet ist, bildet am häufigsten die Ursache besonders inkompetenter Urteile in Fragen der Finanzen allgemein und in der Arbeit von Ökonomen im besonderen.

So wurde zum Beispiel die sogenannte „Robinson-Crusoe-Hypothese", wie sie die Bertrand-Russell-Verehrer und wissenschaftlichen Quacksalber John von Neumann und Oskar Morgenstern in die Welt gesetzt haben,[sup]22[/sup] zum Vorreiter der irrationalen ökonomischen Dogmen, die die Politik in Europa und anderswo auf der Welt heute maßgeblich beeinflussen.

Die Wissenschaft der physischen Ökonomie

Insoweit bisher die Bevölkerung gewachsen und der reale Lebensstandard gestiegen ist, beruhen solch erfreuliche Erfolge sowohl auf einem das menschliche Verhalten bestimmenden naturwissenschaftlichen Fortschritt als auch auf einem relativen Anstieg des Lebensstandards der Bevölkerung, gemessen pro Kopf und pro Quadratkilometer, der sich auch auch in einem Anstieg der relativen physischen Rate von Kapitalintensität pro Kopf und pro Quadratkilometer ausdrückt. Ohne solche Verbesserungen käme es für die Gesellschaften automatisch zu einem Verfall des realen Lebensstandards pro Kopf der Gesamtbevölkerung und der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte des von Menschen bewohnten Landes. Einen solchen Verfall hat es für die Wirtschaft der USA u.a. infolge der Warren-Kommission gegeben.[sup]23[/sup]

Anders gesagt, nicht nur der Fortschritt der Menschheit, die ganze Bevölkerung überhaupt ist abhängig von einer von Wissenschaft und klassischer Kultur getriebenen Zunahme der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte.

Eine kompetente Wissenschaft der physischen Ökonomie beruht auf der Komplementarität zweier grundlegender Prinzipien. Das erste bezieht sich auf die Prozesse in der Lithosphäre und der Biosphäre; das zweite, übergreifende bezieht sich auf die schöpferischen Fähigkeiten des menschlichen Individuums, die sich unmittelbar und gewissermaßen ursprünglich im Singen klassischer Poesie ausdrücken. In diesem letzteren Bereich ist die individuelle Kreativität des Menschen am unmittelbarsten erkennbar.

Es ist die klassische Wissenschaft, zum Beispiel in der platonischen Tradition, welche die Zunahme der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte einer Kultur erzeugt. Und die klassische Kultur wiederum erzeugt, wie Percy Shelley in seiner Verteidigung der Poesie betont, im Geist des einzelnen und in der Gesellschaft den schöpferischen Funken, von dem die wissenschaftliche Kreativität der Gesellschaft abhängt. Der Geist von Johann Sebastian Bachs außergewöhnlicher Weiterentwicklung der Musik erhebt die Dichtung, so daß dies hörbar wird, und die erleuchteten Geisteskräfte erkennen in Rembrandts Büste des Homer die Augen, die in den verächtlichen Anblick des quasi hirntoten, reptilienhaften Gecks Aristoteles vertieft sind.

Nehmen wir nun als Beispiel die versiegenden Frischwasserquellen. Die Vorräte werden durch die jetzt lebende Bevölkerung erschöpft, und das, obwohl die große Masse der Bitterarmen auf der Welt sehr wenig verbraucht. Dieses Problem läßt sich nur durch eine generelle Steigerung des Energieflußdichte-Durchsatzes lösen, eine Steigerung, die ohne rasche Erhöhung der Anzahl erzeugter Gigawatts aus modernen Kernkraftwerken mit hoher Energieflußdichte nicht möglich wäre.

Das gleiche trifft auch für andere unentbehrliche Mineralstoffe zu.[sup]24[/sup] Ein Großteil der hochwertigen Mineralvorkommen unseres Planeten wird in ähnlicher Weise aufgebraucht. Nur wenn die Menschheit in der physikalischen Chemie und der physikalischen Biochemie sehr hohe Energiedichteflüsse anwendet, kann dieser Trend durchbrochen werden. Die dafür erforderlichen Nutzanwendungen kann nur der menschliche Geist schaffen.

Solche Trends haben zwei grundlegende Konsequenzen. Wie die Geschichte in Hinsicht auf die Überwindung dieses Problems bereits gezeigt hat, kann der technische Fortschritt, der entscheidend von Steigerungen der Kapitalintensität pro Kopf und pro Quadratkilometer sowie ständigen Durchbrüchen zu höheren Ordnungen naturwissenschaftlichen Fortschritts abhängt, solche potentiellen Probleme bis in die unbegrenzte Zukunft unter Kontrolle bringen. Das Beispiel der Kernenergie heute und der Kernfusion als Hauptenergiequelle in naher Zukunft verdeutlichen, in welche Richtung die Politik für ein gesichertes Überleben und Fortschreiten der Menschheit gehen muß.

Neben einem steigenden Anteil von Investitionen in die Infrastruktur mit hoher Energieflußdichte sowie zunehmend kapitalintensiver Investitionsflüsse in die Realkapitalbildung muß unmittelbar dafür gesorgt werden, daß auch die Arbeitsproduktivität mit kapitalintensiven Maßnahmen erhöht wird. Das bedeutet u.a., die Wüsten zum Blühen zu bringen, eine gezielte Aufforstung von Gebieten, die in den vergangenen nahezu 20.000 Jahren „Nacheiszeit" Wüsten gewesen sind.

Natürlich muß auch die naturwissenschaftliche Bildung verbessert werden, um in den USA und anderen sogenannten „industriellen Volkswirtschaften" den Trend gegen den wissenschaftsgetriebenen, kapitalintensiven Fortschritt in Produktion und Infrastruktur in den letzten 45 Jahren umzukehren. Vor allem bedeutet es auch eine immer schnellere Erhöhung der Energieerzeugung mit zunehmender Energieflußdichte pro Kopf und pro Quadratkilometer für die verschiedensten Anwendungen.

Das erfordert ziemlich offensichtlich eine Änderung in der Bildungspolitik, um in der heutigen Bevölkerung wieder eine Wissenschaftsorientierung, aber auch eine dringend erforderliche Rückbesinnung auf die klassische Kunst in Bildung und kulturellem Leben allgemein zu erzeugen.

Vor allem brauchen wir eine Umkehr des seit fast fünf Jahrzehnten, seit der Ermordung Präsident Kennedys, anhaltenden kulturellen Abwärtstrends, wo eine immer dekadentere Bevölkerungsmehrheit anscheinend nicht schnell genug zum Teufel gehen kann. Es muß eines unserer vorrangigen Ziele werden, die Menschen in Amerika und Europa aus dem Griff der verkommenen heutigen Kultur, wie der sogenannten „Popmusik" der letzten vier Jahrzehnte, zu befreien.

Schaut man auf die vergangenen Jahrtausende zurück, etwa auf die Zeit des antiken Delphi-Kults mit seinen Apollo-Dionysos-Entartungen, so ergibt eine vergleichende kulturgeschichtliche Untersuchung, daß der heutige, beschleunigte Abstieg des gesamten Planeten in die Hölle einen deutlichen Anklang an den dionysischen Kult der Antike hat; hinter diesem Impuls steht hauptsächlich der Einfluß psychologischer Kriegführung des Britischen Empires in der Zeit seit Franklin Roosevelts Tod. Nur durch die Verdummung eines Großteils der Nationen und ihrer Bevölkerungen – besonders der in den Jahren nach Roosevelts Tod geborenen Kinder aus Familien der Mittel- und Oberschicht – konnte die Menschheit so weitgehend zur Selbstzerstörung mittels solch moralischer und intellektueller Verderbtheiten verführt werden, wie sie die Anti-Atom- und Anti-Wissenschaftskultur von Großbritanniens Prinz Philip darstelllen.

Es ist so, als hätte die Manipulation von US-Präsident Harry Truman durch Winston Churchill und andere aus dem Britischen Empire, die das „68er-Phänomen" der Nachkriegsgeneration hervorbrachte, diese Generation und ihre Kinder durch irgendeinen Rattenfänger in ein Niemandsland gelockt, in dem sie und die von der moralischen und intellektuellen „68er"-Krankheit befallenen Regierungsinstitutionen heute gefangen sind.

Die Zivilisation wird jetzt dadurch zerstört, daß die Menschen Ersatzvergnügen in den Perversitäten der Spaßgesellschaft finden, wohin uns Möchtegern-Rattenfänger wie der speckige Al Gore führen, bis hin zu so schrecklichen Endergebnissen wie der Drogenkultur von Marihuana, Opium und Kokain. Wie die Einwohner von Sodom und Gomorra haben sie auf ihr Geburtsrecht verzichtet; sie verzichten auf die Freude, in ihrem Leben etwas zur Unsterblichkeit und Verbesserung unserer Menschheit beizutragen. Das Britische Empire beraubt die Welt auf vielerlei Weise, durch Völkermord in Afrika und anderes, aber sein größtes Verbrechen ist weniger materiell-körperlicher Art, sondern besteht in der gezielten Zerstörung der Moral seiner Opfer, und das sind nicht zuletzt die Menschen in Europa und Nordamerika.

Hierin liegt, wie ich hervorheben werde, der eigentliche Ursprung des Unterschieds zwischen einem Kreditsystem im Sinne großer amerikanischer Patrioten wie Alexander Hamilton und den geldorientierten (monetären) Systemen, die in Wirklichkeit der wichtigste Ausdruck des heutigen Imperialismus sind.

Monetarismus: Eine Währung oder eine Krankheit?

Ich erkläre es hier ganz offen und ohne Furcht vor irgendeinem kompetenten Einwand: Geld stellt keinen tatsächlichen wirtschaftlichen Wert dar. Wenn behauptet oder auch nur angenommen wird, geldlicher Wert oder ein finanzielles Buchhaltungssystem stelle einen echten wirtschaftlichen Wert dar, ist das in Wirklichkeit nur Ablenkung von den Absichten hinter mehr oder weniger üblen Wucherpraktiken.

Der bösartigste Ausdruck von Wucher – einer Praxis, die eigentlich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit behandelt werden sollte – ist heute das britische imperialistische System, wie man es mit bekannten Mietlingen von Lord Shelburnes Ostindiengesellschaft wie Adam Smith und Jeremy Bentham verbindet.

Der Imperialismus reicht weit in die bekannte Geschichte zurück. Seine bekannten Formen der relativ jüngsten Zeit lassen sich auf den Imperialismus im Mittelmeerraum während des Peloponnesischen Kriegs zurückverfolgen, als zwei rivalisierende imperiale Parteien, Sparta und Athen, einen brutalen Krieg um die Vorherrschaft führten, der schließlich im Ruin des antiken Griechenland endete – woraufhin das aufstrebende Römische Reich bald die Macht über die verbliebenen Überreste der früheren Rivalen übernahm.

Alle solche imperialen Konflikte in der bekannten europäischen Geschichte maritimer Kulturen stützten sich auf die Vorstellung, daß wucherische Geldsysteme im privaten Besitz imperialer Elitekreise alles beherrschen sollten. Typisch dafür ist die völlige moralische und praktische Degeneration der britischen empiristischen Ideologie parallel zum Ruin ihres einzigen ernsthaften Herausforderers, der Vereinigten Staaten, durch die Entwicklung ab August 1971, als die Souveränität des US-Dollars durch die Errichtung einer beherrschenden Position der anglo-holländisch-saudischen Finanzinteressen auf dem hegemonialen Öl-Spotmarkt gebrochen wurde.

Der einzige wirklich wissenschaftliche Maßstab für wirtschaftlichen Wert bezieht sich nicht auf Geld, sondern auf den Menschen: eine unerläßliche beständige Erhöhung der potentiellen relativen Produktivkräfte der Arbeit, ausgedrückt pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche. Wie ich oben bereits erwähnt habe, schließt diese Vorstellung von wirtschaftlichem Wert auch die Notwendigkeit ein, die Erschöpfung bislang vorrangig verwendeter Rohstoffe aus der, wie die Anhänger von W.I. Wernadskij es nennen, Lithosphäre und Biosphäre mehr als auszugleichen.

Geld ist lediglich eine wichtige Übereinkunft zur Abwicklung von Transaktionen innerhalb der Mikroökonomie. Es ist nicht notwendigerweise ein Maß für wirtschaftlichen Wert, sondern ein Mittel zur Bestimmung eines relativen Geldwerts im Rahmen eines weitgehend regulierten Währungssystems, wie bei dem von Alexander Hamilton definierten Nationalbankwesen und bei Franklin Roosevelts Politik, die entscheidend zum Sieg über das von den Briten vorbereitete Nazisystem in Kontinentaleuropa beitrug. Durch freien Geldumlauf als solchen entsteht kein natürlicher Wertzuwachs. Wert muß geschaffen werden, entweder in Form verbesserter realer Produkte oder als Steigerung der Fähigkeiten im Geist des menschlichen Individuums.

In der heutigen Welt werden die wichtigen zugänglichen Ressourcen der Lithosphäre immer mehr erschöpft, und deswegen müssen wir Maßnahmen ergreifen, um den Reichtum der Biosphäre in geschätzten Maßbegriffen pro Kopf und pro Quadratkilometer zu erhöhen. Dies veranschaulicht, daß unsere weitere Existenz und Fortentwicklung als Gattung mit einer bestimmten minimalen potentiellen Bevölkerungsdichte von qualitativem wissenschaftlich-technischen Fortschritt pro Kopf und pro Quadratkilometer abhängt. Als Maßstab dienen hier sowohl der Nutzen grundlegender, qualitativer Fortschritte in der angewandten Wissenschaft, als auch der allgemeine Anstieg von Investitionen pro Kopf in eine potentiell produktive Entwicklung der menschlichen Umwelt und in steigende Energieflußdichte der angewandten Kraftquellen.

Ein solcher Fortschritt beruht auf qualitativen Verbesserungen der intellektuellen Fähigkeiten und Verhaltensweisen der Bevölkerung, pro Kopf und pro Quadratkilometer, die in einem zunehmend kapitalintensiven Investitionsklima angewendet werden.

Da diese herausragenden Zielsetzungen in der Persönlichkeit des einzelnen in der Gesellschaft zum Ausdruck gelangen, muß ein solcher wissenschaftlicher und verwandter Fortschritt ermöglicht und gefördert werden, indem man die sozialen Prozesse innerhalb der Gesellschaft entsprechend organisiert. Im Mittelpunkt dieser nötigen Organisationsweise stehen im wesentlichen die schöpferischen Geisteskräfte des einzelnen – als der einzige wirkliche Unterschied des Menschen zum Schimpansen oder zu den schimpansenähnlichen, meist extrem habgierigen menschlichen Wesen, die an der Wall Street, der Threadneedle Street oder ähnlichen Orten den Ton angeben. Zu solchen ungezogenen prominenten Leuten gehören auch bestimmte hochrangige Politiker, deren Namen ich an dieser mehr literarisch gehaltenen Stelle nicht aufführen möchte, die aber vielen in der allgemeinen Öffentlichkeit ohne weiteres namentlich bekannt sein dürften.

Zu diesem Zweck verwendet man in einer erfolgreichen modernen Volkswirtschaft Formen von Geld, nicht als etwas mit funktionellem wirtschaftlichem Eigenwert, sondern als Kredit, auf den eine souveräne Nation ein Monopol besitzt. Die richtige Vorgehensweise wird in der amerikanischen Bundesverfassung vorgegeben, sowohl in den rechtlichen Grundprinzipien, die in der Präambel ausgedrückt sind, als auch in den konkreten Bestimmungen der Verfassung, die eine Ausgabe geldwerten Kredits und den Abschluß von Vertragsvereinbarungen erfordern.

In der Nachkriegszeit, insbesondere den fünfziger Jahren, beruhte die Festlegung von Preisen beim Kauf und Verkauf von Produkten und die Bestimmung der Höhe der Einkommen auf einem Kompromiß, der mit dem Begriff „fairer Handel" verbunden war. In diesem Begriff klang die in der damaligen erwachsenen Bevölkerung noch frische Erinnerung an das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand an, die durch die Initiativen von Präsident Franklin Roosevelts Regierung zur Erholung aus der Depression und der Hegemonie der Wallstreet-Faschisten ermöglicht wurden. Diese Einstellung hielt sich bis nach der Ermordung Präsident John F. Kennedys durch mutmaßliche britische Imperialinteressen und deren Mitläufer – Interessen, die gutausgebildete Killer, oft aus Iberoamerika, als ihr Werkzeug benutzten, etwa bei den zahlreichen Anschlägen auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle.

Die Einschüchterung Präsident Lyndon Johnsons durch den Kennedy-Mord selbst – die er später persönlich einräumte – und die anschließende Unterdrückung einer unvoreingenommenen Untersuchung des Falls durch die anglo-amerikanische Tory-Fraktion der Wall Street in Form der Warren-Kommission machte die radikalen politischen Veränderungen in den USA und Ländern wie Frankreich, Deutschland und Italien in den folgenden Jahren des Jahrzehnts leichter möglich. Ich weiß das genau, da ich das gleiche Problem auch in vielen Aspekten in meinem persönlichen und dem allgemeinen politischen Umfeld wiedererkannt habe – während der sechziger und siebziger Jahre, dann in der SDI-Frage und in vergleichbarer Weise auch heute noch.

Die politisch mächtigen Förderer von Enron oder des ungeheuren Betrugs an der amerikanischen Bevölkerung in Form der anhaltenden „Rettungsaktionen" für die Wallstreet-Banditen durch die Kreise des Präsidentenberaters Larry Summers und seiner Mitfaschisten unter den verrückten Verhaltensökonomen sind eine moralische Seuche, die immer weiter um sich greift. Diese Seuche droht jetzt die Vereinigten Staaten und ihr Volk mit sich in den Abgrund zu reißen, in eine Hölle, die sich der Superdieb Larry Summers anscheinend zu seinem letzten Schicksal auserkoren hat, falls er ans Ziel seines offenbar zwanghaften Verlangens nach ewiger Schmach gelangen sollte.[sup]25[/sup]

II. Wo unser Kreditsystem herkommt

Auf unserem Planeten gibt es heute nur zwei strategisch ausschlaggebende Gattungen von Wirtschaftssystemen. Das ältere dieser beiden heute noch existierenden Systeme ist das imperialistische System, das man heute eher unter der Bezeichnung monetaristisches System kennt. Das ist die neuzeitliche Form des Monetarismus, die auf die Lehre der imperialistischen Anhänger von Adam Smith und Jeremy Bentham[sup]26[/sup] sowie des pro-faschistischen John Maynard Keynes[sup]27[/sup] zurückgeht. Die einzig bedeutsame, heute existierende Alternative zu diesem spezifisch imperialistischen System ist das ursprüngliche Verfassungssystem der Vereinigten Staaten von Amerika, das auf einem explizit anti-britisch-holländischen, Hamiltonischen Kreditsystem und Nationalbankwesen beruht.

Die Bürger in den USA und anderen Ländern haben heute die folgende Wahl: Entweder kehren wir zu Hamiltons Nationalbankprinzip zurück, oder wir müssen ein immer schnelleres Massensterben hinnehmen – eine massive Erhöhung der Sterberate, auf welche die von Leuten wie Larry Summers und Peter Orszag für Präsident Obama entworfene Politik hinausläuft, mit der quasi Hitlers Dogma der „nutzlosen Esser" übernommen wird. Das sollte eine Warnung für die Bürger der USA und für jede Nation auf dieser Welt sein, die sich ernsthaft um das Überleben ihrer Bevölkerung sorgt. Wartet nicht, wie es viele Opfer des Nazismus taten, bis es zu spät ist, Orszag und seinesgleichen zu stoppen.

Ich unterstreiche noch einmal: Entweder entscheidet sich die Welt jetzt ausdrücklich für ein Hamiltonisches Kreditsystem, oder die Welt stürzt in den Abgrund eines globalen Genozids, der in immer schnellerer Geschwindigkeit sämtliche Völker der Welt erfaßt. Das wäre ein Kollaps, von dem sich die heute herrschenden politischen Systeme nie mehr auch nur ansatzweise erholen könnten. Es gibt keine lokalen Optionen, die irgendeine Nation von dieser Regel ausnehmen würden. Keine Nation hat eine Chance, sich davon zu erholen, wenn nicht umgehend eine große, globale Reform beschlossen wird, so wie ich hier die „Hamiltonische" Lösung für das Krebsgeschwür des Keynesianismus oder eines ähnlichen Monetarismus beschreibe.

Ich will damit nicht behaupten, daß Hamiltons Entwurf der allein seligmachende Weg ins Paradies wäre. Ich meine damit, daß das von Federal-Reserve-Chef Alan Greenspan beförderte System der Finanzderivate inzwischen eine solche kritische globale Lage geschaffen hat, daß nur noch eine Hamiltonische Lösung die heraufziehende hyperinflationäre Zusammenbruchskrise des gesamten Planeten abwenden kann. Aus bestimmten Gründen, die ich im weiteren aufzeigen werde, besteht die einzige Hoffnung für die heutige Welt darin, daß die amerikanische Regierung und speziell die Präsidentschaft als Institution eine entsprechende Initiative ergreift – auch wenn die Politik des jetzigen Amtinhabers derzeit völlig inkompetent oder schlimmer ist.

Die Botschaft an alle Nationen der Welt lautet somit: Entweder der Präsident der USA, derzeit Barack Obama, akzeptiert die Politik, die ich gerade benannt habe, oder man muß ohne Übertreibung sagen, daß sich der gesamte Planet auf dem Weg in eine Hölle befindet, die die Vorstellung der meisten heute Lebenden übersteigt.

Um aus historischer Sicht zu begründen, warum wir ein globales Kreditsystem brauchen, welches das hoffnungslos bankrotte jetzige Weltwährungssystem ablöst, gehen wir nun folgendermaßen vor. Man betrachte die folgenden Beobachtungen darüber, inwiefern hinter dem wirtschaftlichen Ruin der Vereinigten Staaten, den wir derzeit erleben, praktisch Landesverrat steckt. Dieser Ruin begann (man könnte sagen, wie in der Nacht vor der Syphilis) mit den Handlungen von Präsident Harry Truman am 13. April 1945, dem Tag nach Präsident Franklin Roosevelts Tod.

Infolge der praktisch verräterischen Subversion durch den eingefleischten Sympathisanten von Winston Churchills imperialem London, Präsident Harry Truman,[sup]28[/sup] hat unsere Republik das Amerikanische System der politischen Ökonomie, das bis dahin führend unter den Nationen gewesen war, und damit ihre wahre Souveränität aufgegeben. Unsere Republik war nicht mehr wie unter Präsident Franklin D. Roosevelt entschlossen, die Führung im antikolonialistischen Kampf für die Völker aller Nationen zu übernehmen. Letztlich hat dies die US-Wirtschaft soweit ruiniert, wie wir es heute erleben. Das längerfristige Ergebnis dieses Niedergangs, dessen britische Saat Truman damals legte, ist heute, daß in den Vereinigten Staaten seit Ende August 2007 zunehmend Ruin und Verrat herrschen.

Schon daß in den zwanziger und dreißiger Jahren bei uns so viele Mussolini- und Hitler-Sympathisanten frei herumliefen, insbesondere Leute von der Wall Street, war die Folge davon, daß London seit Anfang des 18. Jahrhunderts traditionell seine Agenten in den USA plaziert hatte. Heute geht es um dieselben Kreise, hauptsächlich kollektive Abkömmlinge der Erfüllungsgehilfen der Britischen Ostindiengesellschaft in der „Wall-Street-Clique", und die Pecora-Kommission aus Roosevelts Zeit würde heute Goldman Sachs usw. ganz genauso als Diebe entlarven. Diese Kreise haben in der jüngsten Zeit unser Amerikanisches System immer frecher unterminiert, ganz besonders seit der Wende in der Weltgeschichte im Zuge der Ermordung Präsident John F. Kennedys am 22. November 1963.

In der Folge bereiteten diese verräterischen Aktivitäten auch den Boden für das, was sozusagen „die Ratten im Laderaum unseres Staatsschiffs" angerichtet haben, nämlich die Leute, die in der Tradition des alten griechischen Dionysoskults zu den sogenannten „68ern" herangezogen wurden. Infolge der Wende von 1968 wurde das gesamte angesammelte intellektuelle und wirtschaftliche Kapital der USA vernichtet, und das nicht nur durch diese überzeugten Stellvertreter des dionysischen Bösen selbst, sondern auch durch ihre feigen Komplizen, die sich in die Spielchen führender Politiker aus dieser Generation, wie Kongreßsprecherin Nancy Pelosi („keine Diskussion"), hineinziehen ließen.[sup]29[/sup]

Dieser verräterische wirtschaftliche Abwärtstrend in den USA und der ganzen Welt setzte sich durch Einrichtungen wie David Rockefellers Trilaterale Kommission fort. Nach den katastrophalen ersten Jahren der Herrschaft der Trilateralen Kommission 1977-81 [der US-Regierung von Präsident Carter] wurde die Weltwirtschaft, wenn man sie als das einheitliche Ganze betrachtet, zu dem sie heute praktisch geworden ist, eigentlich schon in den achtziger Jahren zerstört. Ein Mitschuldiger war dabei Präsident George H.W. Bush (senior), der die britische Vergewaltigung Europas durch die Politik der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und ihres Hauptverbündeten, dem französischen Präsidenten François Mitterrand, voll und ganz mittrug.[sup]30[/sup]

Die wirtschaftliche Verheerung West- und Mitteleuropas nach 1989, die London im wesentlichen durch die Ausplünderung der ehemaligen DDR und der bis dahin mit der Sowjetunion verbundenen Comecon-Staaten Osteuropas bewirkte, wurde inzwischen auf immer größere strategische „Beutezüge" ausgedehnt. Es begann mit dem, was London damals mit der Komplizenschaft von Präsident George H.W. Bush gegen die Bevölkerung und das Territorium der Sowjetunion und deren früheren Comecon-Verbündeten entfesselte, und diese Ausbeutung setzen London und seine Komplizen bis auf den heutigen Tag fort.

Bei den meisten Opfern Londons und seiner Lakaien, die heute auf die politischen Kreise West- und Mitteleuropas losgelassen werden, zeigt sich die Unterwürfigkeit unter London meist in Überzeugungen wie: „Unser eigener Ruin ist unser natürliches europäisches Schicksal!"

Die realwirtschaftliche Leistung in gesamt Europa pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche hat einen katastrophalen Rückgang erlebt und liegt heute weit unter dem Niveau von 1989.

Auch überall sonst auf der Welt hat jüngst, selbst wenn man die Ausdehnung der chinesischen Exportwirtschaft in der Zeit nach 1989 berücksichtigt, eine scharfe Umkehrung früherer Wachstumstrends eingesetzt. Dieses Wachstum war lediglich Ausdruck davon gewesen, daß sich besonders die USA und Westeuropa die Billiglohnmärkte der Welt zunutze machten, wodurch sie selbst, die früher höchstentwickelten Realwirtschaften der Welt, zusammenbrachen.

Das hat sich jetzt abrupt und radikal geändert. Chinas Wohlergehen ist jetzt durch seine Abhängigkeit von diesen ausländischen Exportmärkten in Gefahr, weil diese praktisch zu existieren aufgehört haben. Seit zwischen Ende Juli und Anfang August 2007 ein kritischer Punkt erreicht war, stürzt die Welt in einen immer schnelleren Kollaps seiner bereits hoffnungslos finanziell bankrotten Realwirtschaft. Wenn die seither eingeleitete Politik weiter fortgeführt wird, wird daraus ein Ruin folgen, von dem sich weder China noch irgendeine andere Nation der Welt während der Lebenszeit aller heute lebenden Menschen wirtschaftlich wieder erholen wird.

Das wäre in der Tat das Ergebnis, wenn man zuließe, daß die derzeit herrschenden Finanz- und Währungssysteme, wie beispielsweise das jetzige EU-System, fortgeführt werden. Die ganze Welt rutscht immer weiter auf den steilen, bröckelnden Abgrund zur Hölle zu, und das Verhängnis scheint nur Zentimeter hinter dem nächsten Zeigerschlag der tickenden Weltuhr zu warten.

Es ist nicht schwierig, durch stichhaltige Beweise, die jedem ökonomisch bewanderten, intelligenten und vernünftigen Menschen zugänglich sind, zu belegen, daß alle monetären Systeme ihrer Natur nach tendenziell zum Werkzeug imperialer internationaler Geldmächte werden. Alle monetären Systeme, die in einem Klima sogenannten „Freihandels" betrieben werden, sind Ausdruck einer offen imperialistischer Tyrannei im Dienst einer bestimmten Gruppierung von Geldinteressen, der es gelungen ist, sich heute zur imperialen Beherrschung der ganzen Welt aufzuschwingen.

Tatsächlich muß man bei ruhigem Nachdenken zugeben, daß dieses jetzt herrschende System ein langfristiger Auswuchs eines Systems der Geld- und Seeherrschaft im antiken Mittelmeerraum ist. Solche Raubtiersysteme haben immer auf ähnliche Weise zu herrschen versucht; das zeigen Beispiele wie das antike Tyros auf dem Höhepunkt seiner Macht, das Alexander der Große niederriß, oder die spätere Einrichtung des Römischen Reichs unter Kaiser Augustus mit Hilfe des Mithrakults auf der berüchtigten Insel Capri.

Anklänge an diese Vergangenheit liefern die Motive für das heraufziehende, selbstverschuldete Unglücksszenario, das jetzt die gesamte Weltzivilisation bedroht. Diese Zusammenhänge müssen nun frei von tröstenden Selbsttäuschungen untersucht werden. Solche Probleme sind ein Ausdruck des grundsätzlichen Unterschieds zwischen dem Verlauf eines Tierlebens und den langwelligen Eigenschaften sozialer Verwerfungen und ihrer Lösungen, die nur dem Menschen eigen sind.

Um diesen entscheidenden Unterschied zwischen der Menschheitsgeschichte und den Hinterlassenschaften tierischen Lebens zu verstehen, sollte man von einer informierten Sicht der Präzedenzfälle für die heutige Lage ausgehen – so z.B. das imperiale Wesen des Römischen und des Byzantinischen Reichs, von den jeweiligen Bruchpunkten auf dem Gipfel ihrer Macht aus betrachtet. Seit dem Niedergang von Byzanz, der etwa 1000 n.Chr. offenbar wurde, besteht die Hegemonialmacht über den sich herausbildenden Nationen der Welt aus einem Zusammenschluß monetaristischer Interessen mit Zentrum in Venedig – ausgenommen die Zeiten, in denen das verfassungsmäßige Kreditsystem der USA, etwa unter den Präsidenten Abraham Lincoln und Franklin Delano Roosevelt, willens und fähig war, die nominell britische imperiale Tyrannei in Schach zu halten.

Das Empire

Das gegenwärtige Weltreich ist das, was man das Britische Empire nannte und nennt; ungeachtet einiger geradezu kindischer Phantasien gibt es derzeit kein anderes Imperium auf diesem Planeten. Allerdings ist dieses Imperium, auch wenn es sich locker als britisch beschreiben läßt, auch heute noch im Grunde eine Verlängerung seiner historischen Wurzeln im imperialen Venedig an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit, welches seit etwa 1000 n.Chr. die finanziell-monetäre Macht seiner früheren Mutter Byzanz übertraf. Zum Aufstieg der venezianischen See- und Finanzmacht kam es bemerkenswerterweise erst lange nach dem Tod Karls des Großen, mit dem der einzige wirkliche Herausforderer der imperialen Macht von Byzanz, das Frankenreich, ausgefallen war. Der Aufstieg Venedigs zu imperialer Macht auf Kosten des Abstiegs von Byzanz erfolgte, als Venedig eine dominierende Rolle als Zentrum einer organisierten internationalen Finanzmacht zu übernehmen, wobei es u.a. eine wichtige Rolle bei den sogenannten „Kreuzzügen" spielte. Im Kern hat sich die monetaristische venezianische Oligarchie, die wie ein Schleimpilz geworden ist, diese kaum verhüllte imperiale Finanzmacht bis auf den heutigen Tag bewahrt.[sup]31[/sup]

Bei der zwar zutreffenden Bezeichnung „Britisches Empire" klingt leider immer etwas mit, was den weniger gut gebildeten Zuhörer in die Irre führt; was heute herrscht, ist nach wie vor im wesentlichen das venezianische oligarchische Monetarismussystem. Doch da das liberale (und häufig faschistische) System venezianischer Interessen seit dem Aufstieg Paolo Sarpis nun in Sarpischer Art herrscht, ist die Bezeichnung „Britisches Empire" oder „anglo-holländisches liberales Imperium" der geeignete Markenname für das imperiale System des venezianischen Monetarismus in seiner derzeitigen Ausprägung. Das öffentliche Büro dieses traditionell venezianischen monetaristischen Imperiums liegt zumindest nach außen hin im Augenblick noch in der Londoner City, und sei es nur aus Bequemlichkeit für die ökonomisch Ungebildeten, die nicht wissen, daß die eigentliche Heimatanschrift dieses globalen Systems venezianisch ist.

Der Geist Venedigs spricht wie mit der Stimme einer tödlichen Seuche zum Britischen Empire: „Letzten Endes sind wir, die wahren Erben des noch lebenden Römischen Reiches, deine Herren!" So sehen die tieferen sozialen Strukturen des Monetarismus aus.

Der britische Part ist entscheidend dafür, zu verstehen, welche wirkliche Rolle die Präsidentschaft Obamas spielt, was für viele geistig träge Bürger immer noch im Nebel liegt.

Man muß die Macht der Präsidentschaft in Betracht ziehen, darf sie aber nicht überbewerten. Beim gegenwärtigen Stand der Dinge ist Präsident Obama immer noch eine Marionette internationaler Finanzinteressen. Er trägt an seinen politischen Wall-Street-Anzug ein Londoner Etikett, das Ihre Majestät dort angeheftet hat, aber sein Büro bleibt im Augenblick ein Produkt venezianischer monetaristischer Imperialinteressen, bis hin zu den Wurzeln der britischen behavioristischen Seelenzüge. Entsprechend sehen die derzeitigen Sozial-, Renten- und Gesundheitspläne aus, die von der offen faschistischen Bande um Larry Summers und die Verhaltenspsychologen wie den glücklicherweise politisch entbehrlichen Peter Orszag verfolgt werden.

Unter „Globalisierung", auch mit Spitznamen „Freihandel" genannt, muß man ein „Weltreich" verstehen, das dazu ausersehen ist, an die Stelle der rapide zerfallenden USA zu treten. Die USA werden gerade in den Gedärmen der Imperialmacht verdaut, die nach gegenwärtigem Bestreben ein neuer, globaler „Turmbau zu Babel" (oder „Gebabbel") werden soll.

Falls sich Präsident Obama aus dem seiner Regierung derzeit zugewiesenen „Onkel-Tom"-Status als gefügiger Stiefellecker Londons befreit, dann könnte für die Monetaristen in London und Venedig, die ihn weiter unter Kontrolle halten wollen, seine Regierung durchaus zu einem sehr unangenehmen Zeitgenossen werden. Doch im Augenblick, wo ich diese Zeilen schreibe, sind leider die Kleider, die er trägt, immer noch das Rangabzeichen seiner unterwürfigen Dienstbarkeit. Er trägt sie, für eine gewisse Zeit, ähnlich wie Diktator Mussolini mit offensichtlichem, tragikomischem cäsarischen Stolz. Winston Churchill, der diesen Benito Mussolini damals in der Tasche hatte, lacht sich im Grab ins Fäustchen.

Alexander Hamiltons Lösung

Nachdem soviel gesagt ist, um den vorliegenden Fall einzuordnen, ist jetzt die Zeit gekommen, folgendes zu betrachten.

Die ökonomische und verwandte Autorität der Vereinigten Staaten von Amerika unter den Nationen beruht auf einem Impuls, der schon seit der Zeit vor der eigentlichen Gründung unserer Republik in der binnenwirtschaftlichen Organisation der Massachusetts Bay Colony meiner Vorfahren in der Zeit vor 1688-89 und indirekt auch schon im Mayflower-Vertrag zum Ausdruck kam.

Diese Entschlossenheit der frühen Siedler Neuenglands hat allerdings tiefe Wurzeln in der europäischen Geschichte. Zum Beispiel ist ein Blick auf die wahre Geschichte von Christoph Kolumbus‘ erster erfolgreicher Atlantiküberquerung entscheidend dafür, fast drei Jahrhunderte danach zu verstehen, wie unsere Vereinigten Staaten entstanden sind. Dieser Teil der persönlichen Geschichte des Kolumbus begann um 1480, als er von der letzten großen Entdeckung des Kardinals Nikolaus von Kues erfuhr, nachdem er in Portugal Zugang zu Dokumenten bekam, die der Cusaner am Ende seines Lebens verfaßt hatte.

Wie Kolumbus erfuhr, hatte Nikolaus die Mission für die Zukunft der europäischen Zivilisation entworfen, als er sich Gedanken über einen Trend zur Verschlechterung in der europäischen Zivilisation seit dem von den Venezianern mitverursachten Fall Konstantinopels gemacht hatte. Konstantinopel verfügte da zwar nur noch über geringe Reste seiner politischen Macht, war aber kulturell ausschlaggebend geblieben, wie sein Anteil an dem großen ökumenischen Konzil von Florenz in den Jahrzehnten zuvor bewiesen hatte. Nikolaus war zu dem Schluß gekommen, daß es in dieser kulturell bedrohlichen Lage für die Mission der modernen europäischen Zivilisation unumgänglich sei, Expeditionen zur Ozeanüberquerung zu wagen, um dort Orte zu finden, wo sie neue Wurzeln schlagen konnte. Von Nikolaus selbst verfaßte Dokumente gelangten als Teil seines Vermächtnisses in die Hände des in portugiesischen Diensten stehenden Genueser Kapitäns Christoph Kolumbus. Seit etwa 1480 war Kolumbus entschlossen, den Atlantik zu überqueren, um mit den Menschen an der gegenüberliegenden Atlantikküste Kontakt aufzunehmen. Im Jahr 1492 gelang ihm seine kühne Mission, wobei er in etwa die auf seiner Karte verzeichnete Distanz zurücklegte. Zur gleichen Zeit, im selben Jahr, setzten jene schrecklichen Entwicklungen ein, die sich zu Religionskriegen in ganz Europa ausweiten sollten. Die von Venedig gesteuerten Habsburger Imperialisten brachen diese Kriege vom Zaun, weil sie fest entschlossen waren, das Vermächtnis des Nikolaus von Kues und des großen ökumenischen Konzils von Florenz – eine große zivilisatorische Mission inmitten einer Stadt, die gerade die Vollendung der Kuppel von Santa Maria del Fiore feierte – mit allen Mitteln zu vernichten.

Dank dieser Entwicklungen im Zusammenhang mit Nikolaus von Kues und seinem großen zivilisatorischen Vermächtnis regte Kolumbus‘ christliche Mission, während Europa von 1492 bis 1648 in einem langen Religionskrieg versank, Ausreisewellen mutiger Siedler an, die das kriegszerrissene Europa hinter sich lassen und hoffnungsvolle Aussichten jenseits des Atlantiks suchen wollten. Als wichtigste dieser Neuerungen erwies sich das, was sich um 1620 auf dem Gebiet des heutigen Massachusetts ereignete.

Aus unserer heutigen Sicht liegt die größte historische Bedeutung der damaligen Atlantiküberquerungen in zwei Siedlungsprojekten im Neuengland des 17. Jahrhunderts, nämlich dem Mayflower-Vertrag von 1620 und der Gründung der Massachusetts Bay Colony durch die Winthrops und Mathers 1635. Diese Siedler waren keine Flüchtlinge, sondern Pioniere, welche die besten kulturellen Errungenschaften der neuzeitlichen europäischen Zivilisation bewahren wollten, aber in möglichst weitem Abstand zu den Kriegen und der oligarchischen Herrschaft, die Europa nach der Renaissance prägten und dies bis heute oft in sehr entmutigender Weise weiter getan haben.

Die Mission der damaligen Ozeanfahrer bestand darin, das beste der europäischen Kultur frei von der oligarchischen Dekadenz, die selbst heute noch in Europa herrscht, zu bewahren, als diese Oligarchie das Vermächtnis der Renaissance des 15. Jahrhunderts bekämpfte – z.B. bei den Freunden des Nikolaus von Kues und in der Gründung echter neuzeitlicher souveräner Nationalstaaten, Frankreich unter Ludwig XI. und England unter Ludwigs Bewunderer Heinrich VII., in denen die Renaissance-Prinzipien der Zivilisation weitergetragen wurden.

Das ist von entscheidender Bedeutung für die Erkenntnis, daß man heute dringend die einzigartigen Vorzüge der amerikanischen Verfassung verstehen muß. Man muß sich klar machen, daß die führenden englischsprachigen (und auch eine Vielzahl der deutschsprachigen[sup]32[/sup]) Siedler, aus deren Reihen sich die spätere Regierung der Vereinigten Staaten herausbildete, nicht als Flüchtlinge an unsere Küsten kamen, sondern daß es ihre Absicht war, eine Gesellschaft zu gründen, deren Struktur und Ziele sich auf einen geistigen Vater der neuzeitlichen europäischen Zivilisation, Kardinal Nikolaus von Kues, und später auf den Einfluß von Gottfried Wilhelm Leibniz im 18. Jahrhundert beriefen.

Ich betone und wiederhole hier, daß es sich um Freiwillige und nicht um Flüchtlinge handelte, nicht nur, weil es der Wahrheit entspricht, sondern weil es von entscheidender historischer Bedeutung ist, um die Wurzeln der heute drohenden weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchskrise und damit auch die Wurzeln ihrer Lösung zu verstehen.[sup]33[/sup]

Um zu verdeutlichen, welche Reform die Welt jetzt unbedingt braucht, um dem drohenden Absturz in die globale Barbarei zu entkommen, muß ich mich an dieser Stelle wiederholen und eine Aussage vom Anfang dieser Schrift klären und weiterführen. Wenn wir diese Fragen nicht in der Weise berücksichtigen, wie ich sie hier behandele, ist ein wirkliches Verständnis der Natur und Dringlichkeit der allgemeinen Wirtschaftsreform, die ich jetzt hier vor Ihnen ausbreite, nicht möglich.

Die zentrale Frage, um die sich die Auswanderung in die englischen Kolonien Nordamerikas drehte, woraus dann unsere Unabhängigkeitsbewegung entsprang, war Abscheu und sogar Haß gegenüber der Rolle, Traditionen und Gewohnheiten der damaligen oligarchisch-feudalen Kreise in Europa. Unter den mutigen Seelen aus den europäischen Sprachkulturen war die Oligarchie verhaßt.

Diesen Umstand und sein Vermächtnis erkennt man noch heute in der instinktiven Vorliebe der Amerikaner für eine wirkliche Republik gegenüber parlamentarischen Regierungsformen, wie sie für die noch heute tief verwurzelte oligarchische Kulturtradition Europas durchaus typisch sind. Die Freiheit erreichte Europa eher verspätet, nachdem es erst die Schrecklichkeiten der Französischen Revolution und Napoleon Bonapartes Nachahmung des törichten „Siebenjährigen Kriegs" über sich ergehen lassen mußte. In Europa endete der Kampfeifer für wirkliche Freiheit gewöhnlich in einem schwierigen Kompromiß mit den oligarchischen Mächten, wie dies in den europäischen und anderen parlamentarischen Systemen noch heute sichtbar ist.

Untersucht man in dieser Hinsicht die Lage in Massachusetts vor 1688, bevor das militärische Aufgebot der britischen Monarchie die Unabhängigkeit dieser Kolonie vorübergehend zerschlug, so erkennt man etwas, was sich später als die von den Siedlern in republikanischem Geist gelegte Saat erweisen sollte – die Saat in Form von Selbstregierung und Entwicklung. Dies umfaßte auch die ersten Anfänge eines späteren Kreditsystems, das sich von den monetären Systemen, zu denen die meisten europäischen Länder noch heute neigen, grundlegend unterscheidet.

Unsere Unabhängigkeitserklärung und Bundesverfassung gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der Hingabe jener europäischen Siedler, die sich in Nord-, Mittel- und Südamerika niederließen. Das sind die tiefwurzelnden, besonderen Bande, die uns auf dem amerikanischen Kontinent vereinen und uns verstehen lassen, welchen besonderen Platz die wahren Patrioten der Amerikas in der Geschichte gemeinsam einnehmen. Das war die spezifische Begeisterung der ursprünglichen Siedler unter Führung der Winthrops und Mathers, die ihren politischen und kulturellen Erben Benjamin Franklin anspornte und sich in der Abfassung der Unabhängigkeitserklärung, der Bundesverfassung und der besonderen Rolle Alexander Hamiltons niederschlug, der das Verfassungsprinzip des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie definierte. Dieses von Hamilton beschriebene Prinzip, von dem ich spreche, ist auch in der heute so bedrohten Welt immer noch die einzige verfügbare Abhilfe für die schwerste Krise, in welche die Menschheit in dieser welthistorischen Lage geraten ist.

Die vor uns liegenden Gefahren

Die Rechtsvorstellungen, die sich in letzter Zeit bei einigen verhältnismäßig rechtschaffenen Volksvertretern unserer Republik durchgesetzt haben, haben nur noch sehr wenig und immer seltener einen Bezug zum naturrechtlichen Kern der Präambel unserer Verfassung. Diese grundsätzlich gegen Lockes Philosophie gerichtete Präambel war durch Gottfried Leibniz‘ Angriff auf die Unmenschlichkeit Lockes und seiner Politik angeregt worden. Das gleiche Grundprinzip lag schon der Unabhängigkeitserklärung von 1776 zugrunde, und in dieser anti-Lockeschen Präambel als dem Kern der amerikanischen Bundesverfassung wurde es dann in einer breiteren und tieferen Bedeutung bekräftigt.34

Die Briten und ihre Lakaien, die spanischen Sklavenhändler, aber auch die unbelehrbaren Ex-Sklavenhalter der heutigen Welt, wünschten und wünschen heute noch, daß dieses Prinzip niemals existiert hätte. Dieser politische Unterschied zwischen den oligarchischen Kräften Europas und den gegnerischen amerikanischen Republiken kommt am deutlichsten darin zum Ausdruck, daß letztere Hamiltons antimonetaristisches Prinzip eines Kreditsystems übernahmen. Dieses Kreditsystem bildet das Kernprinzip in der Anlage unserer Bundesverfassung, im Sinne der Initiative Alexander Hamiltons und im Gegensatz zu dem oligarchischen Erbe im Rechtssystem, das europäischen Währungssystemen allgemein heute noch zugrunde liegt. Hier liegen die tieferen Wurzeln des Unterschiedes zwischen einem amerikanischen Kreditsystem und der typischen Anfälligkeit der Europäer für Narreteien wie ein, wie sie meinen, „traditionelles" monetäres System, wie etwa das von Keynes.

Cusa und das Westfälische Prinzip

Aber an diesem Punkt muß ich noch einmal betonen, daß die tieferen Wurzeln des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie bis heute in der großen Renaissance des 15. Jahrhunderts liegen, deren Ursprung Prozesse waren wie der vorbildliche Einfluß des Werks Dante Alighieris, die spätere historische Rolle der Jeanne d’Arc und die viel früheren, tiefer verwurzelten Spuren der Reformen Karls des Großen. Auf dieser Grundlage entstanden später Entwürfe neuartiger Institutionen in bahnbrechenden Werken wie denen des Nikolaus von Kues, die im Kontext ihrer wesentlichen Bedeutung für das große ökumenische Konzil von Florenz zu betrachten sind. Man sollte erkennen, daß Cusas Werk mit diesen historischen Beziehungen Bedeutung für die gesamte heutige Welt hat – als Grundlage des modernen ökumenischen Prinzips der nationalstaatlichen Republik, das im Westfälischen Frieden von 1648 bekräftigt wurde, und als Grundlage der damit eng verwandten Gründung der neuzeitlichen Naturwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.

Gegen diese kulturelle Revolution des 15. Jahrhunderts, die mit dem großen ökumenischen Konzil von Florenz einen Höhepunkt erreichte, richtete sich die Politik der venezianische Finanzoligarchie, die das nach außen hin rivalisierende Genua bereits unterwandert und übernommen hatte. Sie sorgte dafür, daß im Jahr 1453 die wachhabenden Soldaten nachts die Tore Konstantinopels den Osmanen öffneten und daß dieses Ereignis zu dem späteren Ausbruch der Religionskriege von 1492 bis 1648 wesentlich beitrug.

Wie ich bei früheren Gelegenheiten und auch weiter oben in dieser Schrift schon erwähnte, wurde die Transformation einer praktisch zerstörten Zivilisation in ein System moderner Nationalstaaten in entscheidendem Maß durch drei wesentliche, politisch relevante Werke des Nikolaus von Kues erweckt und gestaltet: 1. Concordantia Catholica, die das Grundprinzip des Nationalstaates in seiner neuzeitlichen, souveränen Form entscheidend prägte, 2. De Docta Ignorantia, womit er die neuzeitliche europäische Wissenschaft begründete, und 3. De Pace Fidei, das einen Präzedenzfall lieferte, der bei der Formulierung des Westfälischen Friedens von 1648 durch Kardinal Mazarin und andere praktisch verwirklicht wurde. Auf diesem Prinzip beruhen alle zivilisierten Formen von moderner Staatskunst und Rechtswesen bis heute voll und ganz. Dieses Prinzip sollte und muß nun als Grundprinzip des Naturrechts zwischen den Völkern für angemessene anti-imperialistische Institutionen dienen – beispielsweise eine Organisation der Vereinten Nationen (UNO) nach der eigentlichen Absicht von Präsident Franklin Roosevelt, die alle Kolonialreiche der Welt auflösen sollte. Eine UNO, die ein solches Prinzip nicht befolgt, wäre nur eine Farce im angeblichen Namen von etwas, was Zyniker „Frieden" nennen, sicherlich aber keine moralisch kompetente Einrichtung, die unter den Mitgliedern einer Weltordnung souveräner Republiken das Völkerrecht durchsetzt.

Die gesamte Grundlage der neuzeitlichen europäischen Naturwissenschaft wurde auf den Ruinen des wissenschaftlichen und sonstigen kulturellen Erbes der klassischen Antike aufgebaut, wobei erst Brunelleschi und anschließend Nikolaus von Kues eine zentrale Rolle spielten. Auf die unmittelbaren Nachfolger Cusas in der Wissenschaft, wie Luca Pacioli, Leonardo da Vinci und wiederum ihren herausragenden Nachfolger Johannes Kepler, stützen sich alle wesentlichen Grundelemente der modernen Naturwissenschaft.

Dies waren die unmittelbaren historischen Grundlagen der Fortschritte im 16. und frühen 17. Jahrhundert. Dieses Erbe des 15. und 16. Jahrhunderts war unverzichtbar, dennoch bildete sich im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Vollendung des großen Westfälischen Friedens von 1648 eine neue Welle kreativer Führung heraus. Auf diesem Frieden beruhen bis zu diesem Augenblick alle wirklich großen Institutionen der europäischen Kultur einschließlich Nord- und Südamerikas. Ob man sich weiter an diesen Westfälischen Frieden hält, ist heute noch in der weltweit verbreiteten politisch-moralischen Kultur Europas entscheidend für den Unterschied zwischen moralisch und satanisch. Die Verbindung zwischen den wesentlichen Fortschritten im 15. und im 17. Jahrhundert, wie dem Konzil von Florenz und dem Westfälischen Frieden, findet sich am einfachsten und unmittelbarsten in der Geschichte der modernen Naturwissenschaft, ausgehend etwa von den Werken Brunelleschis und Cusas – große Geister, die typisch sind für diejenigen, welche die Grundlage für den Aufschwung ab der Mitte des 17. Jahrhunderts schufen. Den Erfolg sieht man heute noch unmittelbar in der späteren kompetenten naturwissenschaftlichen Praxis, etwa bei Gottfried Leibniz, und den Grundlagen der klassischen Musik der Neuzeit in den Werken jenes großen Genies, Johann Sebastian Bach, im 18. Jahrhundert.

Es gibt jedoch noch etwas anderes, was für heute von entscheidender Bedeutung ist. Von Cusa stammt noch ein weiteres Konzept, das, wie ich bereits bemerkt habe, für die Entstehung unserer Vereinigten Staaten entscheidend war. Nach dem Fall Konstantinopels und den darauf folgenden Entwicklungen erkannte er die tiefere Bedeutung der Tatsache, daß die herrschende, pro-oligarchische kulturelle Tradition Europas die Absichten des großen ökumenischen Konzils von Florenz und damit die Schaffung einer modernen, nachfeudalen Tradition in Europa gefährdete.

Aus diesem Angriff auf die Zivilisation entstand später die Doktrin des Britischen Empire – wie auch die des moralisch verkommenen früheren britischen Premierministers Tony Blair -, z.B. bei Lord Shelburne, nach dem von Großbritannien verehrten Bild des römischen Kaisers Julian Apostata. Es war ein Angriff auf Cusas De Pace Fidei, ein Angriff auf Cusas Argument, auf dem später, auf Initiative des großen päpstlichen Friedensbringers Kardinal Jules Mazarin das Konzept des Westfälischen Friedens von 1648 beruhte – derselbe Westfälische Frieden, den der erbärmliche britische Premierminister Tony Blair in seiner berüchtigten Chicagoer Rede [im März 2004] aufheben wollte.

Es begann in Boston

Im Prinzip wurde das Amerikanische System der politischen Ökonomie in Boston/Massachusetts geboren, in Form eines Systems von Bezugsscheinen, mit denen öffentliche und private Verbesserungen gefördert wurden. Als dieses System eingeführt wurde, war die Wirtschaft von Massachusetts hinsichtlich des Niveaus den Manufakturen Großbritanniens sogar zeitweilig technisch voraus, wie das seither oft zitierte Beispiel der Saugus-Eisenwerke veranschaulicht. Diese reichliche Verwendung von Bezugsscheinen, die mit Autorität der Regierung von Massachusetts ausgegeben wurden, wurde von der englischen Monarchie in der Zeit des unruhigen Machtübergangs von James II. auf William und Mary unterbunden. Trotzdem blieb das Prinzip in der Erinnerung Benjamin Franklins und anderer als Erbe der Winthrops und Mathers erhalten. Bei den führenden amerikanischen Patrioten des 18. Jahrhunderts, die beispielsweise die Ermahnungen Cotton Mathers ernst nahmen, allen voran Amerikas großes, in Massachusetts geborenes Genie Benjamin Franklin, war das schon beinahe etwas Instinktives.

Der Präzedenzfall der Bezugsscheine wurde dann wieder aufgegriffen auf Veranlassung eines anderen jungen amerikanischen Genies, eines Mitstreiters des alternden Benjamin Franklin: jenem Alexander Hamilton, der als General und Adjutant Präsident George Washingtons gedient hatte und später amerikanischer Finanzminister wurde. In dieser Funktion schuf Hamilton das Amerikanische System der politischen Ökonomie in seiner grundsätzlichen Gestalt. In Hamiltons Konzept eines souveränen Systems nationalen Kredits spürt man noch heute den Nachhall des Geistes, der in einer bedeutenden Periode im Leben der Kolonie an der Massachusetts Bay die Bezugsscheine erschuf. Dieses System, das Hamilton auf diese Weise in das Fundament der amerikanischen Bundesverfassung einbaute, erwies sich als ein Geniestreich, auf dem der Aufstieg der weltweit führenden Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten beruhte.

Kein nominell amerikanischer oder anderer Ökonom kann als wirklich kompetent in diesen Fragen gelten, wenn er diese Lehren, die praktisch die Essenz des Treueeides der US-Bürger gegenüber unseren Vereinigten Staaten bilden, nicht zumindest in den Grundzügen gelernt hat und ernst nimmt. Der große Kampf für die Existenz und das Überleben der Vereinigten Staaten gegen den hartnäckigsten Gegner unserer verfassungsmäßigen Republik, Großbritannien, wurde in der Geschichte unserer Republik immer wieder gewonnen – etwa unter Präsident Abraham Lincoln -, indem man auf das großartige Prinzip eines Kreditsystems zurückgriff und es dem ständigen Feind unserer Republik, dem imperialen monetären System, wofür das 1763 unter der Führung von Lord Shelburnes Britischer Ostindiengesellschaft gegründete Britische Empire typisch ist, entgegensetzte.

Das ist der Schlüssel zum Verständnis der historischen Bedeutung des Genies von Präsident Franklin Roosevelt, der die praktisch bankrotten Vereinigten Staaten aus dem Ruin errettete, den alles andere als patriotische Präsidenten wie Theodore Roosevelt, Woodrow Wilson und Calvin Coolidge verursacht hatten – vergleichbar den späteren, ähnlichen Präsidenten Richard Nixon und den auf ewig notorischen Bushs. Dies lenkt unsere Aufmerksamkeit auf den Verräter, Vizepräsident Aaron Burr, der wiederum oft als Vorbild des heutigen schmierigen, jammernden und verlogenen Londoner Lakaien, des Ex-Vizepräsidenten Al Gore, erscheint, gegen dessen Firma sich der Protestsong 16 Tons and the Company Store richtete.

Nur eine ganz bewußte, vorsätzliche Rückkehr zu jenem großartigen Prinzip der Wirtschaft, das Hamiltons Entdeckung und Einfluß in unser verfassungsmäßiges, großartiges Amerikanisches System der politischen Ökonomie bettete, kann jetzt noch den Planeten vor dem sich beschleunigenden Absturz in ein globales neues finsteres Zeitalter von mehreren Generationen Dauer bewahren. Diese besondere Mission der Vereinigten Staaten wurzelt in der organischen Geschichte dieser Hemisphäre seit Christoph Kolumbus Entdeckungsfahrten, die von einem der größten Genies der neuzeitlichen europäischen Geschichte, Kardinal Nikolaus von Kues, angestoßen wurden.

Um zu verwirklichen, was die leidende Welt jetzt am dringendsten braucht, müssen wir den Insolvenzzustand des gegenwärtigen Weltfinanzsystems offiziell feststellen und gleichzeitig verkünden, daß wir geeignete Reformen anderer Souveräne gegen ihre vergleichbaren Nöte unterstützen. Diese Nationen sollten sich durch vergleichbare Mittel zur Schaffung eines globalen Systems auf der Grundlage einer Verpflichtung zur Garantie souveränen Kredits kooperierender Nationen mit uns zusammentun, ohne daß sie für diese Zusammenarbeit mit anderen Nationen irgendeinen Teil ihrer unabdingbaren absoluten Souveränität aufgeben müssen.

Diese Aufgabe ist im Prinzip vergleichbar – wenn auch viel breiter und tiefer in ihren Folgen – mit der Reform des amerikanischen Bankenwesens, die Präsident Franklin Roosevelt organisierte. Dies sei gesagt in Anerkennung der höchst relevanten Realität, daß unter den gegenwärtigen globalen Bedingungen und Trends das vitale Interesse Rußlands und der wichtigsten Nationen Asiens allein durch eine anti-monetaristische, d.h. anti-imperialistische Reform, wie ich sie hier umrissen habe, verteidigt werden kann. Ein Bündnis dieser Nationen mit den Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht schüfe eine überwältigende Macht für die Sache dieser Reform, die den ganz besonderen Vorteil hätte, daß sie im gegenwärtig dringenden, gemeinsamen Interesse aller Teile der Menschheit liegt.

III. Das neue Weltsystem

An dieser Stelle des Aufsatzes muß ich wiederholen, daß alle jene vermeintlichen Ökonomen und führenden Politiker in den Nationen der Welt, die heute in Erklärungen kundtun, es bestehe für das gesamte bzw. irgendeinen einzelnen Bereich des jetzigen Weltfinanzsystems die Möglichkeit eines Aufschwungs, die gleiche Behandlung zum Schutz ihrer geistigen Gesundheit erhalten sollten wie jene, die im bereits brennenden, überfüllten Theater rufen: „Es brennt nicht!" Wie Deserteure im Krieg gefährden sie durch ihre hysterische Realitätsverleugnung das Leben eines großen Teils der heutigen Zivilisation.

Entgegen dem in verschiedenen Kreisen der Welt verbreiteten Wunschdenken wird es niemals eine wirkliche Erholung des jetzigen Weltfinanzsystems geben, denn sie ist unter allen Umständen ausgeschlossen. Jeder führende Regierungsvertreter, der die Meinung äußert, eine Erholung dieses Systems sei möglich, muß somit als Gefahr für die Gesundheit und das Wohlergehen der Gesellschaft betrachtet werden.

Nur ein radikal neues Weltsystem könnte verhindern, daß der Planet in ein neues finsteres Zeitalter abstürzt. Nur unter der Bedingung, daß der Präsident das offen faschistische Team der sogenannten „Verhaltenspsychologen" samt ihrer nazistischen Gesundheits- und Sozialpläne entläßt, könnte verhindert werden, daß Präsident Barack Obama mit unserem Staatsschiff untergeht. Unter dieser Bedingung bin ich, wie ich wiederholt erklärt habe, entschlossen, meine recht einzigartige Kompetenz einzusetzen, um die Regierung zu retten, wenn Präsident Obama dazu bereit ist.

* * *

Die entscheidende Frage für die gesamte Menschheit lautet: Wenn nicht sehr bald das gesamte weltweite Wirtschaftssystem einer bestimmten Form eines allgemeinen Konkursverfahrens unterzogen wird und ein Wechsel von einem monetären System zu einem Hamiltonischen Kreditsystem einsetzt, würde die gesamte Welt in Kürze in ein langes neues finsteres Zeitalter stürzen, mit der Konsequenz, daß die Weltbevölkerung wahrscheinlich sehr schnell die Zielmarke von weniger als zweieinhalb Milliarden Menschen erreichen wird, die Prinz Philip vom World Wildlife Fund mit seinem „Umweltschwindel" gesetzt hat.

Um Prinz Philips Massenmordplan von zu blockieren, müssen wir unter dem Begriff „dringend benötigte Reform" folgendes verstehen:

a) Abschaffung des gegenwärtigen liberalen Weltwährungssystems samt dessen spezifischen, dazugehörigen Vertragsvereinbarungen.

b) Wenn insbesondere die USA die jetzige Krise überleben sollen, müssen wir sämtliche fiktiven Geldforderungen, die jetzt „in den Büchern" sind, abschreiben, d.h. alle Schulden, die auf Finanzderivaten oder anderen reinen Spielschulden basieren. Letztere Zahlungsverpflichtungen müssen für „null und nichtig" erklärt werden, wie es im amerikanischen Konkursverfahren üblich ist, wenn jene Forderungen nicht den Schutzstandard erfüllen, die in dem vorbildlichen früheren Glass-Steagall-Gesetz vorgesehen waren.

c) Schutz jener Finanzeinlagen, die als berechtigt eingestuft werden, indem jener bereinigte Teil der Finanzforderungen im Rahmen der Abwicklungsbestimmungen eines Kreditsystems, welches der Absicht des Glass-Steagall-Gesetzes entspricht und wie es in dem Vorschlag von US-Finanzminister Alexander Hamilton für ein amerikanisches Nationalbankwesen festgelegt wurde, in Werte verwandelt wird.

Das sind die vordringlichen Grundüberlegungen, die angestellt werden müssen, um einen spezifisch Rooseveltschen Standard für ein zulässiges „Neues Bretton-Woods-System" zustande zu bringen. Diese Vorschriften dienen insbesondere dazu, die zutiefst ruinösen, imperialistischen Vorstellungen des Monetaristen John Maynard Keynes zu Fall zu bringen, welche von Präsident Franklin Roosevelt unsanft und kurzerhand abgelehnt wurden, dann aber trotzdem von dem anglophilen US-Präsidenten Harry S Truman aufgegriffen wurden.

Der implizit imperialistische, weltweite Komplex der heutigen Währungssysteme muß einem Konkursverfahren unterzogen und durch ein globales Kreditsystem ersetzt werden, das sich in der Frage des physischen Prinzips mit dem Reformmodell von US-Finanzminister Alexander Hamilton deckt. Ohne eine solche Maßnahme gibt es keine Möglichkeit, daß sich die wichtigsten Volkswirtschaften der heutigen Welt erholen.

Geben Sie dem US-Zentralbankvorsitzenden Alan Greenspan die Schuld dafür, daß diese Reform schmerzhaft sein wird; er hat alle anderen Optionen verbraucht.

Solange die derzeitige, unmögliche Lage anhält, die von den monetaristischen Systemen West- und Mitteleuropas verursacht wurde, muß die wirkliche Integration vieler Teile der Welt in ein „Hamiltonisches" Kreditsystem damit beginnen, daß eine begrenzte Zahl von Kräften mit großer Überzeugungskraft, die von einer Kombination aus den USA mit bestimmten führenden eurasischen Nationen wie Rußland, China und Indien gebildet wird, die Initiative ergreift.

Wenn auch die Länder West- und Mitteleuropas, besonders jene Nationen, die auf Drängen Londons und seiner Helfer das Prinzip der nationalen Souveränität zeitweise aufgegeben haben, aus diesem Grund nicht direkt an den allgemeinen Abmachungen zwischen jenen anderen Nationen, deren Souveränität noch halbwegs intakt geblieben ist, beteiligt werden können, muß man dennoch das Recht der Nationen mit eingeschränkter Souveränität anerkennen, sich irgendwann dazu zu entscheiden, ihre volle frühere souveräne Macht wiederherzustellen. Im Fall solcher Nationen, die ihre frühere Souveränität vorübergehend aufgegeben haben, oder von Nationen, wie vielen in Afrika, denen das Britische Empire und seine Helfer lange wirkliche Souveränität verweigert haben, müssen wir zumindest vorerst ohne sie zu der nötigen internationalen Reform fortschreiten, d.h. zur Schaffung von Kreditsystemen, wie sie Alexander Hamilton festgelegt hat, anstatt weiter die Behinderung durch die zwangsläufig zum Untergang verurteilten jetzigen monetaristischen Systeme zu tolerieren. Auch wenn die Reform nur von einigen Nationen ausgeht, muß dahinter die Absicht stehen, durch die Initiative einiger Nationen unmittelbar die volle Souveränität aller Nationen zu erreichen, so wie Präsident Franklin Roosevelt vorhatte, über die Vereinten Nationen einen antikolonialistischen, antiimperialistischen Effekt zu erreichen.

Was den amerikanischen Kontinent als Ganzen angeht, so definiert meine eigene „Operation Juarez" von 1982 die geeignetsten Mechanismen, um die Amerikas in Übereinstimmung mit den eurasischen Beziehungen unter den Hauptnationen USA, Rußland, China, Indien u.a. zu bringen.

Diese angestrebten globalen Reformmaßnahmen würden genügen, um jene geeigneten Reformen zu ermöglichen, die in kenntnisreicher Vorwegnahme der Wirkung dieser unmittelbaren Reformen durch die Initiativgruppe einiger Nationen ergriffen werden. Alle Nationen – auch jene Nationen in Europa, deren Souveränität derzeit durch supranationale Auflagen aufs schwerste beeinträchtigt ist – müssen das Recht erhalten, zu ihrer wahren Souveränität zurückzukehren und in der Folge in die Abmachungen des amerikanisch-eurasischen Initiativkerns der allgemeineren Reform aufgenommen zu werden.

Das Recht aller Nationen, früher oder später aufgenommen zu werden, muß von Anbeginn geschützt werden, denn es sind rechtmäßige Möglichkeiten, die beispielsweise den Staaten West- und Mitteleuropas angeboten werden, um letztlich einen voll gleichberechtigten Status bei ihrer angestrebten Integration in die laufende allgemeine Reform zu erhalten, als hätten sie ihre vollkommene Souveränität nie verloren – eine Souveränität, die sie verloren haben, als wäre dies die Absicht hinter den Impulsen widerlicher Institutionen – gemeinsam vertreten durch Margaret Thatcher, US-Präsident George H.W. Bush und den französischen Präsidenten François Mitterrand – gewesen.[sup]35[/sup] Der relevante Grundsatz, der hier zur Anwendung kommt, ist ein Völkerrechtsprinzip, wonach das, was glaubwürdig ist, auch eine Form von Kredit ist (was auch Forderungen einschließt, die eigentlich auf moralischem und anderweitig anzuwendendem Recht beruhen, die aber zum Opfer betrügerischer Machenschaften ähnlich den Finanzderivaten geworden sind).

Ganz ähnlich könnte es beispielsweise in Afrika keine moralisch annehmbare Einigung auf das neue System geben, wenn damit nicht die Absicht einherginge, die derzeit von Britannien praktizierten Mißbräuche aus dem System zu verbannen – Mißbräuche, wie sie die deutlich zum Ausdruck kommenden britischen Völkermordpläne für den Kontinent darstellen. Sämtliche britischen und ähnlichen Täter dieser Mißbräuche müssen vollkommen vom afrikanischen Kontinent verschwinden, wodurch Afrika in den Genuß der gleichen Leistungen käme, wie sie ähnlich auch für die Nationen West- und Mitteleuropas vorgesehen sind.[sup]36[/sup] In dieser Hinsicht ist derzeit kein imperiales britisches oder ähnliches Sonderinteresse vorstellbar, das eine Ausnahme von der angestrebten weltweiten Reform rechtfertigen würde.[sup]37[/sup]

Dem Vereinigten Königreich muß Gelegenheit gegeben werden, wirkliche, auf wissenschaftlichem Fortschritt beruhende Verbesserungen der Lebens-, Gesundheits- und Produktivitätsbedingungen seiner eigenen Bürger vorzunehmen, eine Aufgabe, der es ohne die traditionell imperialistischen und verwandten Praktiken der Monarchie besser nachkommen kann.

Sobald sich London im 18. Jahrhundert praktisch imperiale Befugnisse über einige kontinentaleuropäische Nationen angemaßt hatte, wie es speziell nach den Bedingungen des Pariser Friedens vom Februar 1763 geschah, hatte sich Britannien selbst gewissermaßen zu einem Imperium gemacht. Dieses war anfänglich ein Imperium der Britischen Ostindiengesellschaft, die damit gegenüber jenen Nationen, die auf diese Weise mißbraucht wurden, bis auf den heutigen Tag rechenschaftspflichtig bleibt.

Eine Lösung für die Amerikas insgesamt wurde von mir im August 1982 in meinem Entwurf „Operation Juarez" dargestellt. Das damals vorgeschlagene Vorgehen muß geringfügig angepaßt werden, um bestimmte jüngste Entwicklungen in der Region dieser Gesamthemisphäre zu berücksichtigen; doch der Gedanke, auf dem der Plan von 1982 basierte, dient noch heute als Referenzmodell.

Vor allem die Kernenergie ist heute ein unabdingbares Recht für die künftige Entwicklung jedes einzelnen souveränen Staates der Amerikas. Nachdruck muß auch gelegt werden auf langfristige Investitionen zum Aufbau der grundlegenden Infrastruktur von Volkswirtschaften, die sich an der Notwendigkeit modernen Technologien zur Entwicklung hoher Energieflußdichten in Infrastruktur und ähnlichen Technologien orientieren.

Ohne die von mir hier beschriebene führende Rolle der USA bei diesem Reformansatz bestünde keine Hoffnung, daß irgendein Teil der heutigen Menschheit einem weltweiten finsteren Zeitalter entkommen könnte. Sollten die bestehenden legitimen US-Dollarschulden (wobei Finanzderivate und verwandte Spekulationsformen nicht als legitime Schulden gezählt werden dürfen) in den internationalen Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen nicht geschützt werden, würde der gesamte Planet umgehend in eine Kettenreaktion wirtschaftlicher Desintegration ohne Ende eintreten.

Die anderen Nationen sind gewissermaßen in der Notwendigkeit gefangen, daß die ausstehenden internationalen Dollarverpflichtungen funktionsfähig bleiben. Wenn die USA nicht in die Lage versetzt werden, den moralisch legitimen Teil dieser Schulden zu befriedigen und gleichzeitig ihre eigene Entwicklung voranzutreiben, würden Amerikas Gläubiger in Asien und anderswo, auch wenn sich der Nutzen hiervon für die übrige Welt mittel- bis langfristig voll realisieren ließe, ausgelöscht und deshalb die Welt als Ganze in der Folge rasch in eine allgemeine Zusammenbruchskrise stürzen, in der ganze Nationen dieser Erde nach ihrer derzeitigen Definition von Staatlichkeit ihre Existenz verlören und die Weltbevölkerung von derzeit etwa 6,7 Mrd. wahrscheinlich auf zwei Mrd. Menschen oder weniger schrumpfte.

Unterdessen muß der Großteil jener wohl Billiarden Dollar an zweifelhaften Finanzobligationen, die sich auf das krebsartige Wachstum von Finanzderivaten zurückführen lassen, aus den Büchern gestrichen werden, indem man die Bestimmungen des amerikanischen Glass-Steagall-Gesetzes als Konzept für das internationale Vorgehen anwendet.

Daher sollte man aus guten Gründen wissen, daß die Welt zu einem langen „neuen finsteren Zeitalter" verdammt ist, wenn die entsprechenden Kräfte des Britischen Empire dem nicht Einhalt gebieten wollen, was Prinz Philip als Plan hinter seinem offen faschistischen und imperialistischen World Wildlife Fund verkündet hat, und seine Absichten geduldet werden. Seine Anstrengungen, genau eine solche „neomalthusianische" Katastrophe heraufzubeschwören, zeigen, daß genau dies die Folge der bis heute anhaltenden imperialen britische Politik sein wird, insbesondere der Politik von Prinz Philips naziähnlichem World Wildlife Fund, aber auch der katastrophalen Gesundheitspolitik der Vereinigten Staaten und Kontinentaleuropas. Diese jüngste Wendung der Politik der Regierung Obama entspricht nicht nur der Absicht des Hitler-Regimes, sondern auch der naziähnlichen britischen Gesundheitspolitik, die von London und seinen Wortführern in der Obama-Regierung jetzt für die Welt insgesamt vorgesehen ist.

Eine von mehreren wichtigen Fragen, die in diesem Teil des Aufsatzes behandelt werden sollen, dreht sich genau um die Implikationen, die den Spezifikationen, die ich zu Beginn dieses vorliegenden Kapitels angeführt habe, zugrunde liegen.

Die sich uns jetzt stellende Aufgabe

Dieser Aufsatz wendet sich nun der Behandlung jener Begriffe der Naturwissenschaft zu, die besonders mit den Definitionen zur Lösung der existentiellen Weltwirtschaftskrise zu tun haben.

Die dringend erforderliche allgemeine Reform des Weltsystems hat zwei jeweils unterschiedliche, aber miteinander verknüpfte Aspekte.

Der erste besteht in der relativ einfacheren Aufgabe, die bestehenden monetären Systeme völlig zu ersetzen, indem man ein globales Kreditsystem nach Alexander Hamiltons Modell errichtet. Das ist besonders vordringlich, um die Errichtung bzw. Wiedererrichtung souveräner nationaler Kreditsysteme in den jeweiligen Ländern zu fördern. Dabei sollte man sich auf den Präzedenzfall stützen, den der damals zukünftige US-Finanzminister Alexander Hamilton vorgegeben hatte und der später als grundlegendes Verfassungsprinzip eines Kreditsystems (im Gegensatz zu einem monetären System) in der Bundesverfassung der amerikanischen Republik verankert wurde.

Der zweite, anspruchsvollere Aspekt besteht darin, die realwirtschaftlichen Parameter für das reformierte System festzulegen, welches die einzig sichtbare Alternative darstellt, um zu verhindern, daß der augenblicklich ablaufende, sich beschleunigende Absturz des Planeten in den Tiefen einer umfassenden, globalen wirtschaftlichen Zusammenbruchskrise endet.

Was die erste Frage angeht, die ich in den folgenden Teilen dieses Kapitels ansprechen werde, so sind Alexander Hamiltons Anweisungen für ein Kreditsystem einfach und klar für jeden, der in dieser Angelegenheit vernünftig vorgehen will. Ich werde kurz auf diese Bedingungen eingehen, denn der systemisch unüberbrückbare Unterschied zwischen einem nationalen Kreditsystem und einem im Grunde imperialistischen monetären System, wie dem des Briten John Maynard Keynes, ist – wie die Verabschiedung der US-Bundesverfassung zeigt – an sich eine relativ einfache Veränderung, vorausgesetzt, die Frage des grundsätzlichen Unterschieds wird ehrlich und kompetent angesprochen.

Der zweite Aspekt, den ich anschließend behandele, ist intellektuell und wissenschaftlich weitaus anspruchsvoller. Mit einer Ausnahme wird dort überwiegend die Diskussion über Ökonomie als Naturwissenschaft (statt eines Finanzbuchhaltungssystems) in meinen Aufsatz eingebracht.[sup]38[/sup]

Erstens, Kredit als solcher

Zur ersten Frage: Die entscheidende Schwierigkeit, die sich den meisten eigentlich kompetenten Ökonomen von heute stellt, besteht darin, daß die meisten von ihnen nur mit dem monetaristischen System vertraut sind. Daher konzentrierte sich das Denken der etwas Vernünftigeren in der Zunft der Ökonomen und ähnlicher Fachleute vor der Amtszeit Präsident Richard Nixons bis zum 1. März 1968 hauptsächlich auf Lösungsentwürfe für Probleme, die für die weniger exotischen Vertreter unter den US-Ökonomen in den Rahmen dessen fielen, was manchmal auch als das Modell des „fairen Handels" für das amerikanische Finanz- und Wirtschaftssystem bezeichnet wurde.[sup]39[/sup]

Diesbezüglich besaß vieles von dem Besten, wofür sich heute die etwas fähigeren monetaristischen Ökonomen einsetzen, durchaus eine gewisse Kompetenz, solange sich die behandelten Probleme im Rahmen ungefährer Übereinstimmung zwischen dem bewegten, was als Arbeitsmodell des verfassungsgemäßen amerikanischen Kreditsystems von Alexander Hamilton u.a. und einer entsprechenden Beschreibung des gleichen Problems im Sinne eines vernünftigen protektionistischen Währungssystems lag, das sich von der verrückten und zutiefst unmoralischen Form des Ruins unterschied, den die Regierung Richard M. Nixons betrieb.

Das war die praktische Seite der amerikanischen Einstellung, solange die jeweilige Politik im Rahmen jener eingeschränkten Vorbedingungen lag. Das blieb auch die Macht der Gewohnheit, da wir die Respektierung dieser Einstellung noch jahrzehntelang förderten, auch nachdem diese Einstellung nicht mehr tolerierbar war.

Doch seit der Amtseinführung Nixons und den ruinösen Maßnahmen, die seine Regierung unter der Anleitung von Arthur Burns und George Shultz ergriff – wie die schreckliche, geradezu verräterische Dummheit vom August 1971 sowie Shultz‘ Einmischung in Fragen des internationalen Währungssystems – wandelten sich die Dinge radikal zum schlechteren. Das entstehende „Freihandelssystem" wütete wie eine zerstörerische Kraft in der amerikanischen und der Weltwirtschaft, wie bei der Kontrolle über die Carter-Administration durch die Trilaterale Kommission. Eine Veränderung der Politik nach der anderen – zum Beispiel die skrupellose Abschlachtung des, wie wir im Licht der heutigen Eigenheimkrise im Nachhinein gesehen haben, extrem wertvollen Sparkassensystems in den USA – war jeweils verrückter als das, was kurz zuvor noch als der Weisheit letzter Schluss gegolten hatte.

Die Regierung Reagan übernahm somit ein Regime, das sich ganz im Griff der vergifteten Ideologie der Trilateralen Kommission befand, und deswegen hätte jedem aufmerksamen Ökonomen besonders nach dem ersten Quartal 1983 die heraufziehende tiefe Krise der USA praktisch unaufhaltsam erscheinen müssen.

Somit existierten die Bedingungen von vor 1968, als noch ein Kompromiß zwischen einem protektionistischen System und einer damals aufkommenden radikalen „freimarktwirtschaftlichen" Ausrichtung tolerabel war, nicht mehr. Unter Nixon war ein ruinöses System des radikalen „Freihandels" eingeführt worden. Das Fiasko, das durch diese und spätere radikale Veränderungen entstand, führte das heutige, seit Ende Juli 2007 absolute globale Desaster herbei. Jede wichtige politische Entscheidung der amerikanischen Regierung seit dem 1. September 2007 entsprach somit dem, was „Crazy Eddie" aus New York als „verrückt" angepriesen hat.

Als die Wall Street im Oktober 1987 einen Crash wie 1929 erlebte, meinten viele, das bereits todkranke monetäre System sei immer noch weitgehend beherrschbar. Doch seit dem Börsencrash vom Oktober 1987 wurde die Lage zunehmend unkontrollierbar. Die Wirtschaft schmierte unter dem Einfluß des neuen Fed-Chefs Akan Greenspan immer gnadenloser ab. Mit Beginn solcher eigentlich verfassungswidrigen Betrügereien wie den „Finanzderivaten" und dem „Y2K"-Schwindel ergoß sich eine Flut von Geld in die Märkte, um eine vermeintliche Buchführungskrise vom Januar 2000 abzuwenden; das ruinierte das Bankensystem und markierte den Anfang vom Ende des schwerkranken Finanzsystems. Seit dieser Zeit wurde die rein spekulative, in Wirklichkeit aber hyperinflationäre Politik von Alan Greenspan, der Paul Volcker als Fed-Vorsitzender abgelöst hatte, von einem anfänglichen Schwindel zu dem offen diebischen Krebsgeschwür, zur verrückten Ruinierung der Fundamente unseres eigenen und anderer Bankensysteme.

Seit Frühjahr 2000 wurde das derzeitige monetaristische Weltsystem als Ganzes zunehmend unkontrollierbar – trotz der von extrem reichen Interessen hinter dem „11. September" inszenierten Ablenkung, vor der ich am 3. Januar 2001 öffentlich gewarnt hatte. Seitdem ließ sich der tiefere, systemische Unterschied zwischen einem Geldsystem als solchem und einem Kreditsystem als solchem nicht länger unter einem gemeinsamen Verfassungsdach miteinander in Einklang bringen. Dieser veränderte Zustand war nicht nur für die USA, sondern global unübersehbar, seit ich in meinem internationalen Internetforum vom 25. Juli 2007 einen solchen unmittelbaren Systemzusammenbruch angekündigt hatte.

Wenn diese jüngsten Entwicklungen weiter anhalten, müssen der eine oder andere Teil des Weltsystems, entweder das monetäre System oder die Zivilisation generell – oder beide – in Kürze desintegrieren. Sollte die Entscheidung getroffen werden, das jetzige monetäre System in etwas modifizierter Form fortzuführen, wozu die Obama-Regierung bisher entschlossen ist, wären die USA wie auch andere, ähnlich ratlose Nationen der Welt bereits so gut wie zum Untergang verurteilt. Dieser Umstand hat sich seither wiederholt als der eindeutig vorherrschende Trend erwiesen.

Was zum Beispiel der kaltschnäuzige, geistig absonderliche Larry Summers wie auch Zentralbankchef Bernanke nicht begriffen haben, ist der Umstand, daß das amerikanische und britische System des offenen Diebstahls, Betrugs und anderer öffentlicher und privater Korruption jetzt mit einer naziähnlichen Gesundheitsreform kombiniert wird, um uns von der Last der angeblichen „nutzlosen Esser" zu befreien. All das schreitet auf einer relativen Skala weit schlimmer als der von Sommer/Herbst 1923 in Weimardeutschland voran, wobei dieses Desaster jetzt mit einer Gesundheitspolitik zusammenfällt, die genauso nazistisch ist wie die von Adolf Hitler 1939. Obamas Politik ist bisher eindeutig nicht der gesamtamerikanische Weg zum Aufschwung, sondern genau das Gegenteil.

Es muß deshalb betont werden: Wenn unter den jetzigen Bedingungen einem monetaristischen Ansatz der Vorzug gegeben werden sollte, wird leider keines der derzeitigen Wirtschaftssysteme auf diesem Planeten auch nur die unmittelbare nächste Zeit überleben. Ein solcher Zustand war in der einschlägigen europäischen Literatur seit Beginn des 20. Jahrhunderts – wenn auch nur prophetisch – als „allgemeine Zusammenbruchskrise" bekannt. Wir erleben derzeit die schwerste Krise der Zivilisation in der europäischen Geschichte seit dem sogenannten „neuen finsteren Zeitalter" im 14. Jahrhundert. Wir haben einen damit annähernd vergleichbar extremen, globalen Krisenpunkt mehr als erreicht.

Nur extrem beschränkte Staats- und Regierungschefs würden diese Tatsache heute noch leugnen, zumindest nicht in privaten Unterredungen mit ihren vertrautesten Beratern. In Deutschland zum Beispiel ist 1923 zurückgekehrt, um im Jahre 2009 erneut sein Unwesen zu treiben. Deutschland befindet sich bereits auf dem Weg zu einer Neuauflage dieses Novembers 1923, und dieses Mal nicht in Deutschland allein, sondern weltweit. Alle Nationen insbesondere West- und Mitteleuropas, aber auch darüber hinaus, sind von genau diesem, bereits weit fortgeschrittenen, sich verschlimmernden Zustand ergriffen.

Mit dem bisher Gesagten wenden wir uns nun dem Kern der Frage, der dringenden Reform selbst, zu.

Die Dynamik des Amerikanischen Systems

Halten wir erst einmal kurz inne, denn bevor wir uns mit den tieferen wissenschaftlichen Fragen beschäftigen, die das Hauptthema dieses Aufsatzes sind, möchte ich einige wenige wichtige Beobachtungen anstellen, um das Umfeld der wissenschaftlichen Fragen als solche abzustecken.

Historisch bleibt der Hauptunterschied zwischen dem Amerikanischen System der politischen Ökonomie, das als Pilotprojekt in Massachusetts von 1620-1688 entwickelt wurde, und den traditionellen europäischen Systemen bestehen; er äußert sich weiter als der Gegensatz zwischen einerseits der amerikanischen Tendenz, die auf Alexander Hamiltons gewichtigen Beitrag zum amerikanischen Verfassungssystem zustrebt, und andererseits einem im Grunde monetaristischen und deshalb imperialistischen System, das nach wie vor in Europa und nach letzten Berichten auch im derzeit sehr verwirrten Geisteszustand von Präsident Barack Obama vorherrscht. Wie ich bereits in den vorigen Kapiteln dieses Aufsatzes erwähnt habe, bleibt der imperialistische Charakter der vorherrschenden Wirtschaftssysteme Europas sowie im Moment auch des „Weißen Hauses" tief verwurzelt im Wesen und der Rolle aller wirklich monetären Systeme.

Die dringend erforderliche generelle Lösung für die sich beschleunigende globale Zusammenbruchskrise besteht darin, sämtliche Reste monetärer Systeme zu beseitigen, denn sie werden aufgrund ihrer axiomatischen Natur als supranationale Systeme immer imperialistisch sein. Die ruinierten Volkswirtschaften lassen sich nur wiederbeleben, wenn man die monetaristischen Systeme durch Hamiltonische Kreditsysteme ersetzt. Ansonsten sind auch Sie ganz persönlich bald dem Untergang geweiht.

Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, daß die neuen Systeme mit Hilfe von Hamiltonischen Nationalbanksystemen errichtet werden müssen, Systemen, die ein Machtmonopol des souveränen Nationalstaats zur Schöpfung von Kredit für die souveräne Nation besitzen, wodurch die Weiterführung imperialistischer, internationaler monetärer Systeme ausgeschlossen ist.

Die erforderlichen Reformen müssen deswegen durch langfristige vertragliche Vereinbarungen bewirkt werden, wie sie Präsident Franklin Roosevelt angestrebt hatte, Vereinbarungen, die mit festen Wechselkursen der Währungen einhergehen müssen, die für vollkommen souveräne, aber auf Zusammenarbeit angelegte Nationalbanksysteme spezifisch sind.[sup]40[/sup] Besonders Präsident Harry S Trumans geradezu verräterische Absprachen mit Winston Churchill seit dem 13. April 1945 – Absprachen, die darauf hinausliefen, die USA selbst wieder dem britisch-imperialen monetären System zu unterwerfen -, zerstörte die Hoffnung all jener nicht nur in Afrika und Asien, sondern weltweit, die Opfer der imperialistischen Vergewaltigung durch den anglo-holländischen Liberalismus geworden sind.

Die Globalisierung muß von Grund auf ausgemerzt werden. Insbesondere müssen die Überreste eines Keynesianischen imperialistischen monetären Systems ausgemerzt werden, welches inzwischen so hoffnungslos bankrott ist, daß derzeit für keinen Teil der Menschheit eine Hoffnung besteht, wenn nicht jener monetäre Imperialismus ausgerottet wird, der in Keynes‘ Berliner Ausgabe seiner Allgemeinen Theorie von 1937 dargestellt wird. Die jetzt hoffnungslos bankrotten monetaristischen Systeme müssen ausgerottet und mit einem Hamiltonischen globalen Netzwerk souveräner staatlicher Kreditsysteme zur Kooperation zwischen vollkommen souveränen Nationalstaaten ersetzt werden, die durch den Westfälischen Frieden von 1648 und dessen Vorläufer in De Pace Fidei des Nikolaus von Kues verbunden sind.

Für die Vereinigten Staaten muß es wieder selbstverständlich werden, daß nur vom souveränen Nationalstaat nach Maßgabe der amerikanischen Bundesverfassung erzeugtes Kapital die einzig zulässige Quelle für eigene Zahlungsmittel und Verschuldung des souveränen Nationalstaats wird. Diese Staatsschulden können nur unter wucherfreien Vertragsvereinbarungen bei richtiger Anwendung der US-Bundesverfassung für langfristige Kredite zwischen den Vertragspartnern eines solchen Systems verwendet werden.

Nehmen wir die spezifischen Beispiele Rußlands und Chinas, um das grundsätzliche Vorgehen zu beleuchten.

Rußland und China heute

Rußland und China haben komplementäre Volkswirtschaften. Rußland ist stark geprägt durch die historische Entwicklung des Landes seit Zar Peter dem Großen, angefangen mit seinen Initiativen als junger Prinz im Zusammenhang mit der Bergakademie Freiberg, was als Kristallisationskeim zur Förderung wissenschaftlicher Revolutionen beitrug. Die Akademie der Wissenschaften verkörpert in der jüngsten Zeit, wie auch schon zu Sowjetzeiten, die Aufgaben, die sich angesichts eines riesigen, dünn besiedelten Territoriums mit einem reichen mineralischen und anderen Potential stellen. Das große wissenschaftliche Erbe ist unverzichtbar, um dieses Territorium zum Vorteil sowohl der eigenen Bevölkerung als auch der unmittelbaren Nachbarn in Eurasien und darüber hinaus zu entwickeln. Gleichzeitig ist Rußland Nachbar teilweise dicht besiedelter Regionen, darunter ein China, das heute bei der Versorgung mit Bodenschätzen und technischer Hilfe stark auf verbesserte Handelsbeziehungen vor allem mit Rußland, Japan und Korea sowie den USA angewiesen ist.

Da China sich in der letzten Zeit dazu verlocken ließ, mit Hilfe seiner billigeren Arbeitskräfte systematisch die Produktion in den USA, Europa und anderswo zu unterbieten und zu ersetzen, machte es sich sehr stark davon abhängig, daß diese und andere ausländische Märkte für seine Exporte auf Dauer verfügbar wären. Im Fall Chinas und vergleichbarer anderer Länder hat sich die „Globalisierung" nicht nur als fürchterlicher Fehler, sondern als unmittelbare Bedrohung für diese Nationen erwiesen.

Diese Erfahrungen haben inzwischen für China grausam ironische Konsequenzen.

Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Exportmärkte für chinesische Waren eingebrochen. Beim derzeitigen Trend werden diese ausländischen Märkte für Chinas Exporte weiter wegbrechen und sogar noch eine Generation lang oder länger immer schneller dahinschwinden, solange das jetzige Weltwährungssystem beibehalten wird. Kurz, als China den Höhepunkt seines Ausfuhrniveaus erreichte, indem es seine Exporte derart billig verkaufte, wurde es „auf dem falschen Fuß erwischt". Würde China lediglich versuchen, zu dieser Ausfuhrstrategie zurückzukehren, wäre daher für das Land keine langfristige Erholung absehbar.

Es sollte kein Geheimnis sein, warum das von London gesteuerte internationale Kartell die Politik der „Globalisierung" einführte, unter der Nationen mit halbkolonialer Vergangenheit dazu verleitet wurden, als Billiglohnmarkt zur Ausschaltung der führenden Industrien in Nordamerika und Europa zu fungieren. Die unmittelbare Folge der Globalisierung war die Zerstörung der Volkswirtschaften Nordamerikas und Europas, einschließlich Osteuropas und der früheren Sowjetunion, im britischen Interesse.

Der nächste Schritt war die Globalisierung der Handelsmärkte, so daß alle Nationen darauf angewiesen waren, lebenswichtige Teile ihres eigenen Verbrauchs aus der Produktion anderer Nationen zu kaufen. Der Kern des Schwindels lag darin, daß jede Nation bis zu einem bestimmten Punkt von einem Weltmarkt abhängig war, der von einem „Globalisierungskartell" mit Sitz in London gesteuert war.

Der nächste Schritt folgte sogleich. Während sich die internationalen Betrüger mit monopolistischen Gewinnspannen bereicherten, wurden gleichzeitig die Volkswirtschaften einmal produktiver Nationen wie jene in Nordamerika und Kontinentaleuropa durch das System des „Freihandels" ausgeplündert. Dabei wurde jüngst der Punkt erreicht, an dem der Zusammenbruch von Chinas wichtigsten Exportmärkten zu einem Wirtschaftskollaps in China führte, der solange andauern wird, wie das jetzige Weltwährungssystem weiterexistiert.

Zurück zum Wachstum!

Wenn man jedoch von einem britisch gelenkten imperialistischen, Keynesianischen Währungssystem zu einem Hamiltonischen Kreditsystem übergeht, ergeben sich für Chinas Zukunft sehr klar neuartige und viel erfreulichere Möglichkeiten.

Nur wenn ein internationales Kreditsystem Hamiltonischer Art errichtet wird, kann China der Falle, in der es augenblicklich gefangen ist, entkommen – andernfalls müssen China und ganz Asien wie die Welt insgesamt generationenlang in der Hölle hausen.

Bis in jüngste Zeit war es durchaus möglich, nützliche Handelsbeziehungen mit Blick auf innerstaatliche Entwicklungsprogramme besonders in sogenannten Entwicklungsländern zu pflegen. Viele der Prinzipien, die in einer solchen Entwicklung zum Ausdruck kommen, bleiben weiterhin grundsätzlich gültig und bilden nützliche Bezugspunkte für die Zukunft; der Fehler liegt jedoch in den äußeren Begrenzungen, denen solche nützlichen Maßnahmen unterworfen sind. D.h. die Lehren dieser derzeit begrenzten Entwicklungsarbeit in und zwischen Nationen können als eine Art „Technologieschule" dienen, die sich dann in einem entwicklungsfreundlicheren weltweiten Umfeld in größerem Maßstab anwenden läßt. Das Festhalten an einem aktiven Kader qualifizierter Fachleute in diesem Bereich heute ist eine unverzichtbare Hilfe für die Entwicklung auf ernsthafterem, breiterem Maßstab morgen. Die notwendige Ausweitung solcher Entwicklungsprogramme ist aber unter dem heutigen kollabierenden, Keynesianischen Weltsystem nicht länger möglich.

Nach einer solchen einschränkenden Beobachtung können wir die größere Realität von heute freier betrachten.

Es stellt sich folgende Frage: Wieviel Entwicklung, qualitativ wie quantitativ, ergibt ein wohldefiniertes Entwicklungsprogramm, mit dem die Rentabilitätsschwelle für die Entwicklung einer Nation überschritten werden kann? Für China ist eine Erhöhung der Arbeitsproduktivkraft pro Kopf und Quadratkilometer noch vordringlicher als das offensichtlich notwendige Wachstum der Gesamtmenge nützlicher Produktion und Dienstleistungen. Dies läßt sich ohne eine kapitalintensive Transformation der Realwirtschaft nicht erreichen.

China braucht langfristiges Realkapital für einen Wechsel zu kapitalintensiver Entwicklung in der Tiefe für die gesamte Bevölkerung. Wir sprechen hier von einem Übergang der Entwicklung der chinesischen Produktivkräfte pro Kopf und pro Quadratkilometer über einen anfänglichen Zeitraum von etwa einem halben Jahrhundert. Das bedeutet über zwei Generationen hinweg eine schrittweise Steigerung der kulturell bestimmten Produktivkräfte der Bevölkerung, verbunden mit einem entsprechenden Zufluß von Rohstoffen sowie einer immer kapitalintensiveren Akkumulation von Investitionen in produktionsrelevantes Realkapital.

Solche dringend nötigen Reformen lassen sich unter einem System mit den unverwechselbaren imperialistischen Kennzeichen eines Keynesianischen oder vergleichbaren internationalen Währungssystems nicht planen. Sollte das jetzige, von London beherrschte imperiale Weltsystem fortgeführt werden, sind keine kompetenten Lösungen möglich, besonders solange Präsident Obama ein Opfer dieses britischen imperialistischen Währungssystems bleibt.

Wenn ein Hamiltonisches Kreditsystem eingeführt und ein Keynesianisches oder entsprechendes Währungssystem verworfen wird, wie dies Präsident Franklin Roosevelt vorhatte, dann sind Chinas Nachbarn Rußland und andere frühere Teile der Sowjetunion, Korea und Japan sowie die USA und Europa als die Hauptquellen von Kapitalkrediten und technischer Zusammenarbeit für globale Entwicklung zu betrachten. Die Entwicklungsziele sollten in der Größenordnung von einem Jahrhundert sinnvoller Abschätzungen und etwa einem halben Jahrhundert genauer festgelegter Absichten definiert sein, abgesichert durch Vertragsvereinbarungen unter einem Weltkreditsystem, welches das jetzt absterbende monetäre System ersetzt. Um ein solches Programm zum Erfolg zu führen, muß das Hauptschwergewicht auf Kernspaltung und Kernfusion als Energiequellen gelegt werden, denn nur sie entsprechen dem Standard der physikalischen Chemie der Entwicklung und der notwendigen Energieflußdichte für den Betrieb der Technologien, die man für ein solches Programm mit einer Perspektive von einem halben bis ganzen Jahrhundert benötigt. Dazu müssen unmittelbar Plutoniumreserven angelegt werden, damit in Asien und anderen Teilen unserer notleidenden Welt Uran- und Thoriumreaktoren angefahren werden können.[sup]41[/sup]

Um diese Ziele für China und Rußland zu verwirklichen, muß in West- und Mitteleuropa sowie Nordamerika das kulturelle Potential für eine Hochtechnologieentwicklung energisch wieder aufgebaut werden. Rußland und China spielen in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle für die dringende Reform des Weltkreditsystems als Ganzem.

Die verwandte Stoßrichtung für andere exemplarische Fälle läßt sich leicht erschließen. Befassen wir uns deshalb nun wieder mit der Bedeutung eines Weltsystems langfristiger Kapitalbildung auf Grundlage fester Wechselkurse, wie es das genannte Beispiel China impliziert.

Unter dieser dringend erforderlichen Reform zum Besseren werden sich infolge der hochtechnologischen Kapitalbildung im Rahmen der Kreditvergabe durch Nationalbanken zugegebenermaßen riesige Kapitalschulden aufbauen. Wird jedoch das jetzt hoffnungslos bankrotte monetäre Weltsystem durch ein Hamiltonisches Kreditsystem ersetzt, dann sind diese Schulden abgesichert durch die realen produktiven und verwandten Werte, zu deren Schaffung sie verwendet wurden, und gleichzeitig macht es die Steigerung der Pro-Kopf-Produktivität möglich, diese wachsenden Schulden in jeder souveränen Nation bequemer und sicherer abzuwickeln.

Statt Schulden gegenüber fremden, imperialistischen Interessen anzuhäufen, werden diese Schulden die Form von Krediten zwischen souveränen Nationen haben, die im gegenseitigen wirtschaftlichen und verwandten Interesse dieser Nationen sind. Das war immer die spezifische Zielsetzung des Amerikanischen Systems im Sinne der von Alexander Hamilton eingeführten Reformen.

Wir müssen in erster Linie in realwirtschaftlichen Begriffen denken und die Geldwirtschaft ganz in den Dienst dieser realwirtschaftlichen Ziele stellen.

Die USA: Geschichte und Perspektiven

Auf diese Weise werden sich die Vorteile der überlegenen Tradition der Hamiltonischen amerikanischen Verfassungsmethode verwirklichen lassen. Diese Methode war stets erfolgreich, wann immer sie von den USA beschlossen und angewandt wurde – beispielsweise beim Wiederaufbau der US-Wirtschaft unter Präsident Franklin Roosevelt, nachdem die USA unter den anglophilen Präsidenten wie Theodore Roosevelt, Wilson, Coolidge und Hoover heruntergewirtschaftet worden waren.

Mit der Idee eines Kreditsystems anstelle eines europäischen Geldsystems entwickelte sich aus den ersten Anfängen einer schwachen Kolonie an der Atlantikküste Nordamerikas eine mächtige Nation, die zum Zeitpunkt des Todes von Franklin Roosevelt die größte Wirtschaftsmacht der Welt war.

Der Preis, den wir für einen Aufschwung aus dem jetzigen bankrotten Weltwirtschafts- und -finanzsystem zahlen müssen, besteht darin, daß wir umgehend dringend mit Prinz Philips unangenehmem Schwindel namens „Umweltschutz" Schluß machen müssen. Wenn wir diese völlig verlogene Ideologie nicht ausmerzen, wird die ganze Welt unausweichlich in ein „neues finsteres Zeitalter" absinken. Dann würde Philips faschistisches Ziel, die Weltbevölkerung von derzeit geschätzten 6,7 Mrd. auf weniger als zwei Mrd. Menschen zu verringern, tatsächlich verwirklicht, angefangen mit einem unmittelbar spürbaren plötzlichen Abfall über nur zwei Generationen oder wenig länger. Das bedeutete einen noch weitaus schlimmeren Völkermord als die Politik, die Adolf Hitler 1939 in Deutschland in Gang setzte, wie sie zumindest im Augenblick in ähnlicher Weise von der Regierung Obama angestrebt wird – ich meine die bewußt massenmörderische Gesundheitspolitik, die die Regierung Obama aus Großbritannien importiert.

Zweifellos wird die Regierung Obama nicht lange durchhalten, wenn sie die Politik, die die Kreise um Larry Summers und die Verhaltenspsychologen-Ökonomen wie Peter Orszag und Rahm und Ezekiel Emanuel bei Hitler entlehnt haben, nicht sehr bald aufgibt und sich statt dessen der von mir hier beschriebenen Richtung anschließt. Die allgemeine Zusammenbruchskrise der Welt verschärft sich zunehmend und wird bald ihre volle Wirkung entfalten.

Die gleiche mörderische Gesundheitspolitik, die 2005 bereits die Regierung von George W. Bush jr. vorgesehen hatte, wird jetzt wieder vorbereitet – diesmal von der Regierung Obama. Bei der von der Regierung Obama angekündigten Politik ist ein Massenmord an US-Bürgern mit Nazi-ähnlichen Methoden bereits einkalkuliert, besonders bei den Plänen des Monstrositätenkabinetts um den Toupetträger Peter Orszag, das eine perverse „Adolf-Eichmann-Tendenz" innerhalb der Regierung verkörpert. Natürlich stammt diese ganze Politik ursprünglich weder vom Dritten Reich noch von Obamas USA, sondern sie war und ist noch heute vor allem eine britische Politik, deren Ansatz von einem Hitler-Regime übernommen wurde, das in Wirklichkeit von der britischen Monarchie aufgebaut war.[sup]42[/sup]

Die Politik dahinter

In einer Volkswirtschaft gibt es keinen rationalen „natürlichen" Geldpreis. Wie die Wirtschaftsgeschichte seit August 1971 gezeigt hat, ist ein System des „Freihandels" von Natur aus ein zutiefst unmoralisches, betrügerisches Glücksspielsystem, und hinter einem solchen internationalen System stehen nahezu zwangsläufig und fast ausnahmslos äußerst korrupte, mächtige Drahtzieher.

Die meisten den heutigen Historikern bekannten Gesellschaften, wie beispielsweise die antiken Reiche Asiens und Formen wie der Apollokult von Delphi, verkörperten als Kulturen das sogenannte „oligarchische Modell". Typisch dafür war, wie der Delphikult den Krieg zwischen den beiden konkurrierenden imperialistischen Seemächten Athen und Sparta um die finanzielle Vorherrschaft inszenierte. Die gleiche Absicht drückte sich darin aus, daß Großbritannien sich unter Lord Shelburne, dem vermeintlichen Vorläufer des moralisch verkommenen Tony Blair, bewußt in die Tradition des Julian Apostata stellte.

Die Kriege, in die sich der törichte Franzosenkönig Ludwig XIV. verwickeln ließ, dann der Siebenjährige Krieg, die Napoleonischen Kriege sowie später die vom Britischen Empire lancierten Kriege wie die, die Japan ab 1895 nacheinander gegen China, Korea und Rußland führte, die Balkankriege, für die die Briten den einfältigen Habsburg-Kaiser einspannten, der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg, der sogenannte „Kalte Krieg", der ständige Kriegszustand in Südwestasien seit 1945-46 und der Irakkrieg: Alles dies sind Beispiele für religiöse oder quasi-religiöse Kriege, die das Empire in der Tradition des römischen Kaisers Julian Apostata einfädelte. Aus den von den britischen Freimaurerkreisen in Europa angebahnten Napoleonischen Kriegen ging Großbritannien auf Kosten von Gegnern und Verbündeten gleichermaßen als dominierende imperiale Macht in der Welt hervor. Die Welle von Kriegen setzte sich fort, bis das Empire von den USA unter Abraham Lincolns Führung besiegt wurde. Die Briten reagierten auf Präsident Lincolns Sieg geopolitisch, indem sie nach dem Sturz Bismarcks 1890 eine Serie von Kriegen in Gang setzten, zu der alle seither geführten großen Kriege auf dieser Welt gehören, insbesondere lange und völlig sinnlose Abnutzungskriege nach Vorbild von H.G. Wells‘ „The Shape of Things to Come". Um dies vorzubereiten, ließen die Briten 1890 Reichskanzler Otto von Bismarck stürzen, und danach brachen alle großen und kleineren Abnutzungskriege seither los, bis hin zu den Gefahren einer faschistischen Übernahme der Regierung von Präsident Barack Obama durch das Britische Empire mittels einer Gesundheits- und Renten-„Reform", die auf einen nazistischen Massenmord hinausliefe.

Kredit- und realwirtschaftliche Systeme

Wenn ich soviel Betonung auf ein Kreditsystem lege, möchte ich damit nicht behaupten, daß der Preis von Geld bedeutungslos sei. Die Verwendung von Geld und die Verwendung des ihm zugeschriebenen Preises haben sehr wohl Auswirkungen – aber Geld an sich einen Wert beizumessen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wie ich diesem Kapitel des Aufsatzes betonen werde, ist wahrer wirtschaftlicher Wert in seiner Funktion physisch und nicht monetär.

Dies lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine weitere wesentliche Grundbedeutung eines Hamiltonischen Kreditsystems und die Frage, was „wirtschaftlicher Wert" wirklich bedeutet. Um dies zu beantworten, müssen wir die betreffenden Zusammenhänge zunächst in physikalischen Begriffen definieren und danach zeigen, wie sich die Wirkung dieser physikalischen Gegebenheiten funktionell in bestimmten Preisverhältnissen ausdrückt.

Wir Lebenden haben heute den großen historischen Vorteil, daß wir zu diesem Zweck die Konzepte von Akademiemitglied W.I. Wernadskij über die naturwissenschaftlichen Beziehungen zwischen Lithosphäre, Biosphäre und Noosphäre anwenden können.[sup]43[/sup]

Die Noosphäre als Volkswirtschaft

Wie ich bereits in früheren Kapiteln dieses Berichtes betont habe: In kompetenten, ontologischen Begriffen ausgedrückt, ist eine Volkswirtschaft niemals eine Geld-Ökonomie, sondern immer eine physische Wirtschaft.

Die spezielle Fähigkeit zur Veränderung, die den Menschen von einer Tierart unterscheidet, erfaßt man erst kompetent, wenn man sich auf die einzigartige Schöpferkraft konzentriert, die das menschliche Individuum vor allen anderen Gattungen auszeichnet.

Es gibt heute keinen kompetenten Wirtschaftsbegriff ohne Akademiemitglied W.I. Wernadskijs ureigene Definition der ontologischen Unterscheidung des Bereichs der Biosphäre vom ontologisch abiotischen Bereich der Lithosphäre sowie der ontologischen Unterscheidung der menschlichen Noosphäre von allen übrigen Lebensformen.

Der erste Schritt beim Nachdenken über diese Verhältnisse muß sein, zu erkennen, welche Sonderrolle die individuelle Kreativität des Menschen in ihrer Beziehung zur Biosphäre und ihrer Wirkung auf sie einnimmt. Diese charakteristischen Unterscheidungen liefern uns in der Naturwissenschaft den Rahmen für den gegenwärtig einzig kompetenten Begriff von Ökonomie. Alle untereinander verwandten inhaltlichen Kategorien der Volkswirtschaft müssen in den Rahmen der Wirkungen dieser einzigartigen Schöpferkraft des individuellen Menschen eingeordnet werden, die Phänomene der Noosphäre erzeugt, welche die potentielle relative Bevölkerungsdichte der Biosphäre verändern. Hier, und nicht im Geld als solchem oder in statistisch erfaßbaren Prozessen im Zusammenhang mit Geld, liegt das Wesen jeder kompetenten Diskussion über die Grundmerkmale der heutigen politischen Ökonomie.

Tatsächlich war dies schon immer so. Der Unterschied zwischen früher und heute in Hinsicht auf die Wissenschaft oder die Wirtschaftspolitik liegt darin, daß es keine entschuldbaren Gründe mehr gibt, es nicht zu wissen.

Man wird anfangen, das gerade Gesagte angemessener zu begreifen, wenn man einigen Argumenten folgt, auf die ich mich weiter oben oder in früheren Publikationen bereits bezogen habe, wie folgt.

Erstens, zur Biosphäre: Schon lange vor der Existenz der menschlichen Gattung, wie sie sich anhand der Erkenntnisse der Paläontologie feststellen läßt, ist die Biosphäre durch die Entfaltung ihrer Gattungen insgesamt gegenüber der Lithosphäre als Ganzer beständig gewachsen. Für die Paläontologen waren bei der Untersuchung alter Funde Feuerstellen immer der beste Beleg, um den archäologischen Menschen von Affen zu unterscheiden: Nur der menschliche Geist kennt „Feuer" in allen seinen Erscheinungsformen – bis hin zur Kernfusion heute und vielleicht irgendwann Materie-Antimaterie-Reaktionen. Der Unterschied zwischen Mensch und Affe liegt darin, daß Menschen im wesentlichen prometheisch sind.

Einer der wichtigsten notwendigen Schritte, um die Unterscheidungen noch strenger zu definieren, liegt in der Prüfung der Zusammensetzung des sogenannten Periodensystems der physikalischen Chemie, oder besser, der physikalischen Biochemie. Welcher Anteil der Masse des Planeten besteht aus Stoffen, die entweder leben oder offensichtlich von Lebewesen hinterlassen wurden oder Teile der Periodentafel verkörpern, die für die physikalische Chemie von Isotopen oder ähnliche lebensspezifische Phänomene typisch sind?

Zweitens, wenn man das Wachstum der Biosphäre mit dem der Noosphäre vergleicht, wie ist das Größenverhältnis zwischen der Noosphäre und der Biosphäre, in der diese entstanden ist? Wie verändern sich diese Anteile bezogen auf ihre jeweilige relative Masse sowie auf die Gesamtmasse der beiden?

Um es so kurz wie möglich zu sagen: Die Biosphäre verkörpert ein Lebensprinzip, welches tendenziell dazu führt, daß die Biosphäre gegenüber der Lithosphäre zunimmt, während wiederum das Wachstum der menschlichen Arbeitsproduktivkräfte ein Wachstum der Noosphäre im Verhältnis zur Biosphäre erfordert und erzeugt. Solche Erkenntnisse definieren die Bedeutung von etwas, das man wahlweise als Antientropie des Lebens oder im Bereich des höheren Phasenraums als Antientropie menschlicher Kreativität bezeichnen kann.

Der wissenschaftlich-technische Fortschritt der Menschheit manifestiert sich somit in der Zunahme der Biosphäre gegenüber der Lithosphäre und in der progressiven Entwicklung der Noosphäre, welche die kumulative Entwicklung der Biosphäre beschleunigt. Der Unterschied zwischen der Biosphäre und der Noosphäre in dieser Hinsicht ist, daß das Wachstum, welches die Biosphäre aus sich selbst heraus schafft, physisch ist – man könnte auch sagen, „unfreiwillig". Darüber hinaus aber geht das Wachstum der Biosphäre auf bewußte menschliche Aktivitäten zurück, mit denen das Wachstum der Noosphäre, welches ausschließlich auf willentlichem menschlichem Handeln beruht, vorangetrieben wird.

Diese Feststellungen lenken unsere Aufmerksamkeit auf einige sehr wichtige höhere Überlegungen.

Was ich soeben dargelegt habe, sollte keine Nachlässigkeit auslösen, wenn es um die erforderliche Konzentration auf einige noch weit bedeutendere Erkenntnisse geht. Es handelt sich dabei um Fragen zur unverzichtbaren Bedeutung der klassischen Kunst für die Naturwissenschaft – etwa der klassischen Musik, wie sie die Entdeckungen J.S. Bachs verkörpern, oder der großen klassischen Dichtkunst etwa von Shakespeare, Shelley und Schiller.

Wenn die Wissenschaft die Gegenstände betrachtet, die wir üblicherweise als nicht-lebende und lebende Prozesse bezeichnen, verwenden wir Methoden der Naturwissenschaft. Beschäftigen wir uns aber mit dem sozialen Ausdruck der geistigen Prozesse, in denen die Fähigkeit zur naturwissenschaftlichen Entdeckung liegt, so findet man Vernunft allein im Bereich der klassischen Kunst – in Verbindung mit Musik, Dichtung oder den Werken großer Maler wie Leonardo da Vinci, Rafael Sanzio und dem genialen Rembrandt.

In diesem letzteren Bereich, den Ausdrucksformen klassischer Komposition, wird der menschliche Geist selbst zum zentralen Gegenstand der Naturwissenschaft des richtig verstandenen Universums. Deshalb ist die Selbstzerstörung der europäischen Kultur in Europa und den Amerikas seit dem Amtsantritt von US-Präsident Harry Truman ein zutiefst bösartiger, systematischer Wahnsinn. Typisch dafür war in den Nachkriegsjahrzehnten nach Roosevelt der zunehmende moralisch verderbliche Einfluß des Existentialismus im allgemeinen und seiner verkommenen Ausdrucksformen wie dem „Kongreß für kulturelle Freiheit" im besonderen. Die völlig kranke Art, wie heutzutage der Mensch den Menschen erniedrigt, ist die Wurzel des Übels unserer Zeit, ähnlich wie damals beim Aufstieg des Faschismus in Italien und Deutschland unter den moralisch heruntergekommenen Zuständen nach dem Ersten Weltkrieg.

Der allgemeinere Ausdruck einer solchen Unmoral ist, daß die Menschen sich erbärmlich an die Illusion des Geldes klammern, was bis heute das wesentliche Kennzeichen aller imperialen Herrschaftssysteme ist. An dieser moralischen Krebsgeschwulst des Glaubens an einen Eigenwert des Geldes zeigt sich die Verderbtheit am offensten.

Ökonomie und Kreativität

Nehmen wir als Beispiel Johannes Keplers ureigenes Prinzip der Gravitation aus seiner Weltharmonik. Man betrachte diese Entdeckung Keplers aus der Sicht des Prinzips des Tensors, wie Albert Einstein dies für die Anwendung auf experimentelle Resultate dargestellt hat. Dazu muß man den Tensor in Hinsicht auf seinen ontologischen Ausdruck als physikalisches Prinzip betrachten, nicht bloß als mathematisches Verfahren. Diese Untersuchung ist für den Bereich der physischen Wirtschaft wichtig, um das wesentliche an Keplers Genie bei seiner ureigenen Entdeckung des Gravitationsprinzips zu verstehen.

Unter dem Einfluß der aus Paolo Sarpis Initiativen abgeleiteten empiristischen Methoden tendiert man heute im naturwissenschaftlichen Unterricht leider dazu, bei Entdeckungen der „Fingerabdrücke" eines universellen oder ähnlichen Prinzips die mathematischen Formeln mit dem eigentlichen Prinzip zu verwechseln. Der auf diese Weise irregeführte Schüler oder Student wird dann meist gar nicht verstehen, was Einstein wirklich sagt. Die Formel erzeugt nicht das Gravitationsprinzip; vielmehr ist der mathematische Ausdruck für die Wirkung der Gravitation ein flüchtiger Schattenriß des eigentlichen Vorgangs, der diese wahrnehmbare bzw. quasi-wahrnehmbare Beschreibung der Gravitationswirkung erzeugt hat.

Man muß nur zugeben, daß die Mathematiker des 18. Jahrhunderts und Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts als ein Ausbund der Vernunft erscheinen, verglichen mit Positivisten wie Ernst Mach oder den vollkommen verwirrten Anhängern Bertrand Russells wie Prof. Norbert Wiener und John von Neumann. Die meisten heutigen Mathematiker sind in der Hinsicht so gründlich indoktriniert, daß sie gar nicht erkennen, daß unsere Sinne auch nur Instrumente der Wahrnehmung sind wie die Laborinstrumente, mit denen wir diese Sinne ergänzen und Wirkungen messen, die aber niemals das Wirkprinzip hinter diesen Wirkungen direkt wiedergeben.

Der Gegenstand der Volkswirtschaft ist das menschliche Verhalten – nicht bloß das von Mathematikern, die sich in ihre eigenen Abstraktionen verwandelt haben, in einen Schatten der Wirklichkeit, statt in ihrem akademischen und ähnlichen Verhalten wahre Menschen zu sein. Leider hat die lange Herrschaft des Empirismus seit dem Aufstieg Sarpis im Europa des späten 16. Jahrhunderts – auch bezeichnet als „Liberalismus" so bösartiger Scharlatane wie Adam Smith und Jeremy Bentham – die Folge gehabt, daß das meiste von dem, was heute als gute Bildung gilt, jedes Inhalts beraubt ist. So ist die Vorstellung von Geld, wie sie die typischen mathematischen Ökonomen heute im Mund führen, gewöhnlich die Ursache der intellektuellen Inkompetenz entsprechender Fachleute oder Politiker von heute.

Eine Volkswirtschaft ist von ihrem Wesen her eine physische Wirtschaft, und sie definiert sich als Prozeß im wesentlichen durch die menschliche Kreativität – beispielhaft verkörpert durch Leute wie Nikolaus von Kues, Leonardo da Vinci, Johannes Kepler, Pierre de Fermat, Gottfried Leibniz, Abraham Kästner, Carl F. Gauß, Bernhard Riemann, Max Planck, Albert Einstein und W.I. Wernadskij. Die Entdeckung und Anwendung neuer physikalischer Prinzipien, die mit Methoden deduktiven Denkens nie hätten entdeckt werden können, sind die einzige kompetente Grundlage für die Definition der Prinzipien der Ökonomie, ebenso wie für die Fähigkeit der Menschheit, die Produktivkräfte über den Ausgleich von wirtschaftlichem Verschleiß hinaus real zu steigern.

Das Prinzip der Kreativität, das auf diese Weise mit der Wirtschaft verbunden ist, läßt sich nicht innerhalb der Grenzen einer reduktionistischen mathematischen Darstellung erfassen. Früher war man sich in maßgeblichen Bevölkerungsschichten viel bewußter darüber, daß der Hauptsitz der Kreativität in einer leidenschaftlichen Hinwendung zu klassischer Poesie und zu musikalischer Komposition nach den Prinzipien der wohltemperierten musikalischen Stimmung in der Tradition der Florentiner Renaissance liegt – dies gilt insbesondere, seit Johann Sebastian Bachs Entdeckungen ihre mächtige Wirkung auf seine Schüler und Nachfolger im 18. und 19. Jahrhundert zeigten. Der Umstand, daß Albert Einstein regelmäßig als Geiger an Aufführungen in der großen Berliner Synagoge mitwirkte, ist nur einer von vielen Belegen dafür.

In der Dekadenz, die im 20. Jahrhundert aufkam und die sich unter dem Einfluß des Existentialismus von Theodor Adorno & Co. sowie des europäischen Kongresses für kulturelle Freiheit so grausam ausbreitete, ging in der Ausbildung der Jugend die wirksame Verbindung mit dieser Tradition verloren – und damit auch die Geisteskräfte, die mit der klassischen Komposition in der Kunst und ihrer Ausübung verbunden sind. Die klassische Tradition in den Künsten, beispielhaft verkörpert in klassischer Dichtung und Musik, ist der Hauptbereich menschlicher Kognition, aus dem wahre Kreativität in die Naturwissenschaft und in ein kompetentes Verständnis wirtschaftlichen Fortschritts überspringt – und dies war auch solange der Fall, solange wir noch mit den europäischen Kulturtraditionen vertraut waren.

Warum das menschliche Leben heilig ist

Der schlimmste der vielen politischen Fehler, die Präsident Obamas Regierung bisher begangen hat, ist das fanatische Vorhaben, alle jene umzubringen, die in den Augen von Obamas Beratern – insbesondere Peter Orszag, der sich wie ein wiedergeborener Lakai Himmlers aufführt – nicht mehr als „nutzlose Esser" sind.

Tatsächlich wäre Obamas offen verkündete Gesundheits- und Rentenpolitik in allen wesentlichen Aspekten und praktischen Folgen identisch mit der berüchtigten Politik, die der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler unmittelbar nach der Erklärung des Zweiten Weltkriegs in Bezug auf angeblich „lebensunwertes Leben" formulierte und verkündete. Am Wahrheitsgehalt dieser meiner Feststellung ist nicht zu rütteln.

Es wird berichtet, Obama sei wegen meiner inhaltlich zutreffenden Äußerungen über seine politischen Absichtserklärungen seit seinem berüchtigten Besuch bei der Queen (der so ganz anders verlief als die Reise von Dick Whittingtons Katze) sehr wütend auf mich. Immerhin ist die Queen mit dem monströsesten Befürworter eines Massenvölkermords verheiratet, der heute auf diesem Planeten lebt – jenem Prinzen Philip des World Wildlife Fund, dessen naziähnliche Politik eine treue Kopie der politischen Barbarei Bertrand Russells ist.

Ich stelle fest, daß allen, die mich wegen meiner diesbezüglichen Äußerungen angreifen, bei ihrer Argumentation Hand und Fuß fehlt.

Meine starke Vermutung ist, daß Obama nicht deshalb wütend auf mich ist, weil er tatsächlich eine an Hitler angelehnte Massenmordpolitik betreiben will, sondern nur, weil ich sein Ego, seine Politik, angegriffen habe. Wenn dem so ist, und alles deutet weitgehend in diese Richtung, dann wäre sein Verbrechen um so schlimmer; denn wenn die geplante kriminelle Politik gar nicht von einem Wunsch motiviert ist, Massenmord zu verüben, dann wäre er eher mit Kaiser Nero vergleichbar, der den Tod so vieler unschuldiger Menschen aus keinem anderen Grund herbeiführte, als sein eigenes Ego zu befriedigen. Ich hoffe für uns alle, daß ich mich in ihm irre.


Anmerkungen

1. Production of Commodities by Means of Commodities: Prelude to a Critique of Economic Theory, Cambridge University Press, 1975.

2. Die Bande von Betrügern, die Isaac Newton ein Plagiat von Keplers Formel besorgte, fügte für ein wichtiges Glied in dieser von Kepler stammenden Formel einen genauen Wert hinzu, aber diese Newton zugesprochene Formel war an sich ein Schwindel. Newton hat in Wirklichkeit gar nichts entdeckt. Die beiden Keplerschen Entdeckungen in der Astrophysik hatten ihre spezielle Anregung in Gottfried Wilhelm Leibniz‘ eigner Entdeckung des Infinitesimalkalküls (spätestens 1676 in Paris).

3. Siehe Adam Smith, Theorie der moralischen Empfindungen.

4. Die spezifisch europäische oligarchische Tradition von heute geht ursprünglich auf die Interessen des antiken Delphi zurück, die den Peloponnesischen Krieg anzettelten und unmittelbare Gegner Platons waren, der die Macht des delphischen Kults brechen wollte. Sie organisierten nicht nur den Peloponnesischen Krieg, sondern bildeten allgemein die Wurzel der Katastrophe, die Griechenland ereilte, nachdem Platons Fraktion durch die makedonischen Interessen, die später auch den Mordanschlag auf Alexander den Großen verübten, kaltgestellt worden war. Indem er das Zentrum des Bösen in der alten Seemacht Tyros zerstörte, schädigte Alexander jedoch das gesamte oligarchische System bis in die Zeit nach dem Zweiten Punischen Krieg. Das eigentliche Römische Reich entstand durch einen Pakt, der auf der Insel Capri zwischen den Priestern des Mithrakults und dem späteren Kaiser Augustus geschlossen wurde. Capri blieb danach für die römischen Kaiser ein geheiligter Ort, bis um 500 n.Chr. die Insel und damit zusammenhängende Gebiete an Mönchsorden übergeben wurden. Der Tod Ciceros und der großen platonischen Gelehrten Eratosthenes aus Ägypten und Archimedes von Syrakus sind Marksteine des historischen Zeitabschnitts des Aufstiegs der imperialen Herrschaft Roms und des damit einhergehenden kulturellen Abstiegs des Mittelmeerraums über viele Jahrhunderte.

5. „Karthago muß zerstört werden!"

6. Siehe H. Graham Lowry, How The Nation Was Won, EIR, Washington 1987.

7. Ebenda.

8. Die entsprechenden amerikanischen Apologeten eines von London diktierten Verrats leugneten gewöhnlich besonders hysterisch, daß die Präambel der US-Bundesverfassung das eigentliche Grundgesetz ist. Ähnlich bestehen diese Verräter entgegen aller Vernunft darauf, daß die US-Verfassung ein Produkt des bösartigen Sklavereibefürworters John Locke sei.

9. Prescott Bush war damals in führender Stellung bei der Wallstreet-Firma Brown Brothers Harriman, einer Erweiterung der Londoner Firma des wichtigsten Wegbereiters von Hitlers Machtübernahme in Deutschland – jenes Montagu Norman, der seinen Helfershelfer Hjalmar Schacht über die Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) als entscheidenden Förderer des Hitler-Regimes einsetzte. Prescott Bush transferierte in dieser Funktion von Brown Brothers Harriman verwaltete Gelder, um Hitlers Partei vor dem Ruin zu bewahren – gerade noch rechtzeitig, um Hitler in Deutschland an die Macht zu bringen. Die spätere Geschichte zeigte, daß sowohl der Sohn als auch der Enkel von Prescott Bush als Präsidenten der USA voll und ganz diesen Zweig der Tradition des Britischen Empire und der Wall Street vertraten.

10. Tennenbaum ist deshalb noch kein Faschist; soweit ich weiß, ließ er sich nur unter dem Einfluß seiner Frau zu seinem Verhalten hinreißen.

11. John von Neumann und Oskar Morgenstern, Theory of Games & Economic Behavior (dt. Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten), mehrere Auflagen seit 1944. Ich stieß auf ihre Arbeiten, als ich im Januar 1948 ein Besprechungsexemplar von Norbert Wieners Kybernetik in die Hände bekam, worin dieser unverhohlen die Existenz menschlicher Kreativität leugnet. Aufgrund dieser Quacksalberei hatte David Hilbert zuerst den radikal positivistischen Russell-Jünger Norbert Wiener und später auch den Russell-Zögling John von Neumann aus seinem Seminar in Göttingen verwiesen, weil er ihnen zurecht bösartige wissenschaftliche Inkompetenz vorwarf. Hieraus entwickelten sich meine lebenslangen Bemühungen, die Rolle der Kreativität im Bereich der physischen Ökonomie zu untersuchen, sowie meine außergewöhnliche Überlegenheit bei der Erstellung langfristiger Wirtschaftsprognosen.

12. Der Leser sollte nicht übersehen, daß eine Regierung erfolgreich eine Politik behaupten kann, die sie selbst in den Ruin treibt, was zu dem offensichtlichen Ergebnis führt, daß sich die überstimmte Opposition dieser Politik gerechtfertigt sieht. Welche Rolle würden Sie selbst vorziehen? Es dürfte Ihnen nicht schwer fallen, meine Wahl zu erraten.

13. So verhielt es sich auch bei dem Schwindel um die „Infrastruktur", mit dem der New Yorker Bürgermeister eine zeitlang im Namen der Rockefeller-Stiftung hausieren ging.

14. Es gibt wahrscheinlich keine überzeugendere Demonstration für dieses Problem, als sich die Vielzahl ansonsten zuverlässiger Professoren aus dem naturwissenschaftlichen Bereich zu betrachten, die Gründe für die unsinnige Behauptung anführen, daß nicht Johannes Kepler, sondern Sir Isaac Newton das Prinzip der Gravitation entdeckt hätte. Die meisten Wissenschaftler glauben, was nach außen als ihre Meinung gelten soll, selbst wenn es überwältigende Gegenweise dagegen gibt. Soviel zu der sogenannten „peer review" in den heutigen akademischen Bordellen!

15. Das Projekt kam in Reaktion auf universitäre Erscheinungen zustande, auf die ich im Rahmen des Präsidentschaftswahlkampfes 1999-2000 aufmerksam wurde. Ein in Kalifornien aufgrund dieses Phänomene eingeleitetes Bildungsprogramm war der Auftakt für weitere Projekte, die ich später an der amerikanischen Ostküste initiierte. Wenn ich an das Jahr 2000 zurückdenke, und damit dann die erheblich schlechtere Bildungsqualität junger Leute einer entsprechenden Altergruppe heute – aufgrund der Folgen von MySpace, Facebook, Twitter usw. – vergleiche, so muß man zwangsläufig erkennen, wie tief und breit der kulturelle Pessimismus und Verlust an schöpferischem Geistespotential junger Leute nach acht Jahren unter der Regierung George W. Bush gediehen ist.

16. Oftmals leidet die Allgemeinheit selbst sehr unter den Produkten, für die sie sich nach Maßgabe des vermeintlichen gängigen Geschmacks entschieden hat, was sich u.a. bei der Zustimmung der Öffentlichkeit zur Führung unsinniger Kriege oder beim systemischen Persönlichkeitsverfall des gewohnheitsmäßiger Cannabis-Konsumenten zeigt.

17. Ich beschäftige mich mit diesem wichtigen Thema am Ende des III. Kapitels.

18. Dieser moralische Niedergang in der Zeit nach 1945 war mehr als ein Anklang an den ähnlichen moralischen Zusammenbruch nach dem Ersten Weltkrieg, besonders in Europa. Der Kongreß für kulturelle Freiheit und die Veröffentlichung von Die autoritäre Persönlichkeit verkörperten eine noch radikalere Form der moralischen und geistigen Entartung als das Entstehungsmuster des europäischen Faschismus in den zwanziger und dreißiger Jahren.

19. Ein Verweis auf die sogenannten britischen „Oberklassen" ist hier unbeabsichtigt.

20. Der Leser darf nicht die entscheidend wichtige wissenschaftliche Frage übersehen, die ich wiederholt an anderer Stelle hervorgehoben habe. Arten „konkurrieren" miteinander nicht als einzelne Arten, sondern dynamisch durch Wechselwirkungen im Rahmen eines gemeinsamen Verbundes, aus dem eine Region der Biosphäre besteht. Anständige Menschen mögen gute Hunde, was dazu führt, daß die Eigenschaften der Hundepopulation verschiedener Regionen des Planeten diesen menschlichen Faktor im Schicksal eines Hundelebens wiederspiegeln. Damit wurden Hunde in die Dynamik des höheren Bereichs der Noosphäre hereingeholt, wenn auch nicht aus eigener Entscheidung. So sind wohlgesinnte Menschen fröhlich „auf den Hund gekommen".

21. Kein System der Finanzbuchhaltung mißt tatsächlich eine Zunahme wirklichen Reichtums; es mißt eine Zunahme in nominell steigenden Geldwerten bzw. der relativen Kaufkraft. Wie am Beispiel der USA seit etwa dem 1. März 1968 deutlich wird, sieht man bei letzterem häufig eine Zunahme bestimmter Nennwerte einer Wirtschaft, die sich aber real zurückentwickelt, und genau aus diesem Grund ist eine solche Gesellschaft eigentlich zum Untergang verurteilt. Erforderlich ist aber ein physisches Maß, das im Gegensatz zu der Illusion des „Ich fühle mich reicher" in einer beschleunigten Zunahme des realen Lebensstandards wie auch der ständigen langfristigen Steigerung der physischen Produktivität pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche besteht.

22. John von Neumann und Oskar Morgenstern, Theory of Games and Economic Behavior, (dt. Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten), verschiedene Ausgaben seit 1944.

23. Die Aussage, die ich hier mache, wird am deutlichsten, wenn man die Wirkung von Kennedys Wirtschaftspolitik, mit der ein Trend zu unnötigen Kriegshandlungen der USA in Indochina verhindert werden sollte, mit der unter dem Einfluß der Warren-Kommission eingeleiteten Politik kontrastiert.

24. Auch wenn die Existenz großer Wassermengen selbst bereits ein Produkt des Lebens ist.

25. Der neueste Witz, der unter den Beobachtern der Obama-Administration umgeht, lautet: Wenn Peter Orszag sein Toupet abnimmt, löst sich über kurz oder lang auch sein Kopf ab. Je früher Präsident Obama dem Pack faschistischer Clowns, Larry Summers und dessen Komplizen unter den Verhaltensökonomen mit ihren bei Hitler abgeschriebenen Plänen für Masseneuthanasie im mißbrauchten Namen der Gesundheitsversorgung, den Laufpaß gibt, desto schneller würde der Präsident seinen jüngsten Flirt mit der Niedertracht aufgeben und wieder einen ehrenhaften Erfolg suchen.

26. Adam Smith und Jeremy Bentham waren die von der Britischen Ostindiengesellschaft offiziell angeheuerten Autoren des faschistischen Programms, das heute Obamas Berater Larry Summers und andere Verhaltensökonomen um den nachweislich faschistischen 68er Peter Orszag u.a. vertreten. Siehe Adam Smith, Die Theorie der moralischen Empfindungen (1759) und Jeremy Bentham, An Introduction to the Principles of Morals and Legislation (1780). Von 1782 an war Bentham Lord Shelburnes Hauptagent für Sonderoperationen des neu geschaffenen britischen Außenamts und Vorgänger und Gönner jenes Lord Palmerston, der u.a. Giuseppe Mazzinis Frontmann Karl Marx, der unwissentlich für das britische Außenamt arbeitete, in der Hand hatte. Marx wurde auch zeitweise von dem hohen britischen Diplomaten und Protokollsekretär von Mazzinis Jungem Europa, David Urquhart, für das britische Außenamt betreut. Der britische Spion Alexander Helphand („Parvus") war später ebenfalls Teil dieser britischen Geheimdienstoperation; diese überlappte sich mit dem britischen Waffenhandel und den britischen Kanälen hinter den „Jungtürken", die das Massaker an etwa einer Million Armeniern organisierten.

27. Siehe Keynes‘ Einleitung zu seiner zuerst in deutsch erschienenen Erstausgabe seines Allgemeinen Systems (1937), worin er äußert, daß er Adolf Hitlers Wirtschafts- und Gesellschaftssystem dem anderer Nationen vorzog. Zur Bedeutung von Keynes‘ faschistischen Wurzeln siehe weiter unten.

28. Wenn man das tatsächliche Prinzip hinter dem amerikanischen Verfassungssystem erkennt und achtet, was zugegebenermaßen nur wenige Hochschullehrer und Richter heute tun, dann bedeutet es schon an sich einen verräterischen Impuls, diesem einen britischen Liberalismus als wirtschaftspolitische Prämisse hinzuzufügen.

29. Weniger klar denkende Beobachter meinten, die „68er" seien „Sozialisten" bzw. „Linke" gewesen. Für diejenigen unter uns, die es besser wußten, stand die Bezeichnung Sozialist früher für das Bemühen um reale Verbesserungen und Freiheiten für die gesamte Bevölkerung sowie die Vorteile des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts der Nation. Trotz aller Verirrungen bekannter sozialistischer Gruppen stand das außer Zweifel. Die amerikanischen 68er betraten die historische Bühne mit einem Haß auf Farmer und Fabrikarbeiter und wollten den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt abwürgen, obwohl die Verbesserung der Lebensumstände der kleinen Leute davon abhing. Die 68er, etwa die Kreise um Mark Rudd, waren somit eigentlich Faschisten, und das ist seit damals bis auf den heutigen Tage ihr bleibendes Vermächtnis.

30. Die Sympathien des Vaters des faktischen britischen Agenten George Bush senior für die Nazis und Bushs eigenes enges Verhältnis zur britischen Monarchie waren ein wichtiger Teil der Korruption, die zum offenen Verrat an der Verfassungsordnung unserer Republik führten.

31. Der venezianische Imperialismus zeigt sich noch heute im Gewand eines Kollektivs oligarchischer Familieninteressen, die sich ausdrücklich an ihren imperialen Vorgängern im alten Rom orientieren. Formationen dieser Art muß man dynamisch und nicht als kartesisches Abbild von Einzelteilen untersuchen. Die Familien sind „Clubmitglieder", wobei sich die Mitgliederliste ändern kann, der Club als solcher aber mit seiner Satzung als konspiratorische Oligarchie von Familien ständig weiter herrscht. Wer die Rolle derartiger Verschwörungen abstreitet, ist entweder ein Lügner oder ein leerer Schwätzer.

32. Besonders in Pennsylvania.

33. Ich möchte hier auch auf das Dynamik-Prinzip anspielen, wie es Percy Bysshe Shelley im Schlußabsatz seiner Verteidigung der Poesie betonte.

34. Siehe Gottfried Leibniz, Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand. Dieses Buch, Leibniz‘ zweiter grundlegender Angriff auf John Locke – 1704 verfaßt, aber zurückgehalten, weil Leibniz vom Tode Lockes erfuhr – wurde später, noch bevor es allgemein publiziert wurde, von den Kreisen des Göttinger Professors Abraham Kästner an Benjamin Franklin übermittelt. Dieses Werk war es, das die wesentlichen rechtlichen Aspekte der Unabhängigkeitserklärung von 1776 inspirierte, und es kommt auch in der grundlegenden Bestätigung des Leibnizschen Naturrechtes in der Präambel der amerikanischen Bundesverfassung zum Ausdruck. Franklin war später persönlich Kästners Gast in Göttingen. Kästner war Deutschlands führender Mathematiker in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, einer der beiden wichtigsten Lehrer von Carl Friedrich Gauß und Förderer des Dramatikers Gotthold Lessing, der mit Moses Mendelssohn zusammenarbeitete. So stand Kästner in dieser und anderen Funktionen im Mittelpunkt der künstlerischen und kulturellen Renaissance des späten 18. Jahrhunderts in Europa.

35. In seiner letzten großen öffentlichen Ansprache hat US-Präsident Abraham Lincoln vorgeschlagen, die früheren Unionsstaaten sollten wieder in die Union aufgenommen werden, und zwar mit vollen Rechten als Mitgliedsstaaten, die ihnen zustünden, wenn sie nie ausgetreten wären. Das Prinzip einer Pecora-Kommission ist heute praktisch amerikanisches Verfassungsrecht und könnte genauso auf Nationen angewendet werden, deren Souveränität vorübergehend geschwächt ist.

36. Der von einem bestimmten Kreis in der Obama-Administration mit großen Nachdruck verfolgte Plan, unmittelbar eine Reihe mörderischer Maßnahmen im Gesundheitswesen und anderen Bereichen durchzusetzen, welche die Regierung vom Nazi-Regime Adolf Hitlers kopiert hat – und zwar in erschöpfenden, vervollkommneten und zunehmend genauen und verfeinerten Einzelheiten – ist ein schwerwiegender, nicht zu tolerierender Fehler, der den entsprechenden Personen und Institutionen nicht vergeben werden kann. Diese Elemente müssen sofort aus der Regierung verschwinden. Diese Elemente innerhalb der Regierung müssen samt ihrer naziähnlichen Sozial- und Wirtschaftspolitik verbannt werden. Die Schuldigen sind solche Nationen, die Sklavenhandel und Rauschgifthandel mit Opium und ähnlichen Stoffen betrieben haben, Praktiken, die anfangs mit den Habsburgern und später im 19. Jahrhundert mit den iberischen und niederländischen Monarchien sowie vor allem der britischen Monarchie bzw. der Britischen Ostindiengesellschaft verbunden waren.

37. Sie stimmen dieser Maßnahme nicht zu? Dann ist es Ihr Pech, daß Sie dennoch nicht anders können als sie zu akzeptieren.

38. Wie ich bereits festgestellt habe: Die Physik ist entscheidend für unsere Beziehungen zur Lithosphäre und Biosphäre, doch die Beziehung des Menschen zum Menschen liegt im wesentlichen in jenen Prinzipien der klassischen Dichtung und Musik, die sich auf die menschliche Betrachtung des Menschen in der Noosphäre beziehen.

39. Für die „exotischen Ökonomen" standen die Anhänger des Positivisten Ernst Mach und des Extremisten Bertrand Russell, wobei das schlimmste Beispiel sicher die „Elfenbeinturm-Schule" von Russell-Verehrern wie Prof. Norbert Wiener und John von Neumann war.

40. Es genügt, wenn die relativen Währungskurse nahe an dem liegen, was sich in etwa mit den relativen Bewertungen der jüngsten Zeit deckt. Die entscheidende langfristige Frage ist nicht die genaue Marktbewertung, sondern die Nähe zu einem jüngst vorherrschenden Preisniveau. Nach einer entsprechenden Einigung richtet sich das eigentliche Interesse der Vertragspartner, die diese Einigung in Kraft gesetzt haben, auf die Entwicklungsrate der Volkswirtschaften.

41. Da jeder zukünftige Krieg zwischen Großmächten ein Atomkrieg mit wenigen Überlebenden wäre, ist es unnötig, Plutoniumvorräte für einen Krieg anzulegen, bei dem es nur Verlierer gäbe. Solche Kriege müssen verhindert werden. Es ist hier wichtig anzumerken, daß die imperialistische Methode seit dem Peloponnesischen Krieg immer darin bestanden hat, die ausersehenen Opfer dazu zu bringen, sich gegenseitig zu vernichten, damit die eigentliche imperiale Macht – wie heute die Bande von anglo-holländischen liberalen Finanziers – die imperiale Herrschaft erringen bzw. behalten kann. Beim nächsten Mal sollte sich keiner auf einen neuen „Siebenjährigen Krieg" einlassen, sondern lieber gleich Großbritannien besetzen. Schon die Erklärung einer solchen Außenpolitik würde die Anglo-Holländer davon abhalten, ihre mit dem Namen Julian Apostata verbunden traditionellen Methoden weiterzuverfolgen.

42. Schließlich war es in Wirklichkeit das Britische Empire, das Benito Mussolini und Adolf Hitler aufbaute, und London war auch das Zentrum der Ausstrahlung der naziähnlichen Bevölkerungspolitik derselben Familie Harriman, die zusammen mit dem Chef der Bank of England Montagu Norman entscheidend daran mitwirkte, Adolf Hitler in Deutschland an die Macht zu bringen.

43. Ich bin auf diese Frage an anderer Stelle eingegangen.

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