Wissenschaft und Technologie: Die Kalte Fusion Lebt!

26.05.2008
Wissenschaft und Technologie: Die Kalte Fusion Lebt! admin 26.05.2008

Professor em. Yoshiaki Arata von der Osaka Universität und sein Mitarbeiter Professor Yue Chang Zhang von der Jiotong Universität in Shanghai haben am 22. Mai erfolgreich die kontinuierliche Produktion von Überschußwärme und Helium-4, beides Indikatoren einer Fusionsreaktion, vor einer Versammlung von Wissenschaftlern, Repräsentanten von Hochtechnologie-Firmen und Journalisten in der Osaka Universität demonstriert. Dabei haben die gemessenen Daten, so berichtet Fusionsforscher Akito Takahashi, genau denen entsprochen, die die beiden Wissenschaftler bereits im Februar und März dieses Jahres im Journal of High Temperature Society in Japan veröffentlicht hatten. „Die Demonstration zeigte, daß diese Methode jederzeit wiederholbar ist“, so Takahashi.

Arata, ein führender Wissenschaftler in Japan, hatte nach der Entdeckung der Kalten Fusion durch Martin Fleischmann und Stanley Pons ab 1989 begonnen, im Bereich Niedrigenergie Kernreaktionen (Low-Energy Nuclear Reactions, LENR) zu arbeiten. In ihrem Experiment nutzen sie eine mit Deuterium beladene Elektrode aus Zirkoniumoxid und Palladium. In dieser Form der Kalten Fusion verschmelzen zwei Deuteriumatome zu einem Heliumkern und produzieren per Reaktion die gleiche Energiemenge wie die Reaktionen in einer Wasserstoffbombe, nur eben kontrolliert und auf einer Ebene, die man mit den elektrolytischen Prozessen in einer normalen Batterie vergleichen könnte.

Als Fleischmann und Pons 1989 ihre Ergebnisse zur Kalten Fusion veröffentlichten, wurde gegen sie eine unglaubliche Medienkampagne gestartet, da allein die Möglichkeit einer fast unerschöpfbaren Energiequelle der Nullwachstums-Lobby ein Dorn im Auge war. Allerdings war es damals schwierig, die Experimente zu wiederholen, da u. a. kleinste Verunreinigungen des Palladiums den Fusionsprozeß verhinderten.

1992 hatte Lyndon LaRouche in einem Memorandum „Kalte Fusion: Herausforderung für die US Wissenschaftspolitik“ ein Sofortprogramm zur Erforschung der Anomalien bei den Versuchsergebnissen angeregt. Darin hatte LaRouche das Prinzip der Hypothese als Grundlage des wissenschaftlichen Entdeckungsprozesses angesprochen und für die Erforschung der Kalten Fusion eine anti-cartesianische Denkweise gefordert.

Wenn sich die neuen japanischen Resultate auch in Zukunft bestätigen, könnten der Menschheit durch diese Entdeckung und durch die Beherrschung der Kalten Fusion eine Energieressource „ohne Grenzen“ entstehen und ein Entwicklungsprozeß eröffnet werden, mit dem Hungerkatastrophen der Vergangenheit angehören werden.

Scroll to Top