Xi und Modi bei BRICS-Gipfel: Beide Länder sollen Partner sein

13.09.2026
Xi und Modi bei BRICS-Gipfel: Beide Länder sollen Partner sein klaus 13.09.2026

Man konnte fast das Zähneknirschen im britischen Außenministerium hören, als heute die Nachricht verbreitet wurde, dass „am Nachmittag des 12. September Ortszeit Präsident Xi Jinping im Rahmen des 18. BRICS-Gipfels in Neu-Delhi mit dem indischen Premierminister Narendra Modi zusammentraf. Die beiden Staatschefs führten einen aufrichtigen und tiefgehenden Meinungsaustausch und gelangten zu dem wichtigen Konsens, dass China und Indien Partner sein sollten.“

Die City of London und die Wall Street hatten darauf gesetzt, die Differenzen und Konflikte innerhalb der BRICS – sowohl echte als auch vorgetäuschte – dazu nutzen zu können, die Gruppe zu spalten und zu schwächen. Ganz oben auf der britischen Liste stehen die seit langem bestehenden Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Indien und China – den beiden bevölkerungsreichsten Nationen der Welt –, die in der Vergangenheit den gemeinsamen Fortschritt behindert haben. Diesmal kam es jedoch anders.

Laut der von der chinesischen Botschaft in Washington veröffentlichten Zusammenfassung „wies Präsident Xi darauf hin, dass China seine Beziehungen zu Indien stets aus einer strategischen und langfristigen Perspektive angeht und ausbaut.“ Ihm wird folgende weitere Aussage zugeschrieben: „In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich zweimal mit Premierminister Modi getroffen und die bilateralen Beziehungen von einem Neuanfang hin zu weiteren Verbesserungen gelenkt … Diese Situation war nicht leicht zu erreichen und muss gewürdigt werden. China und Indien haben unterschiedliche nationale Gegebenheiten. Wir sollten die Stärken des jeweils anderen nutzen, uns gegenseitig unterstützen, einander zum Erfolg verhelfen und uns gemeinsam weiterentwickeln. Angesichts der sich wandelnden und turbulenten internationalen Lage tragen die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt und wichtige Mitglieder des Globalen Südens große Verantwortung. Beide Seiten sollten die Zukunft der Menschheit und das Wohlergehen der Menschen im Blick behalten und gemeinsam daran arbeiten, die qualitativ hochwertige Entwicklung einer verstärkten BRICS-Zusammenarbeit voranzutreiben, um mehr positive Energie zur Förderung von Weltfrieden, Stabilität, Entwicklung und Wohlstand beizusteuern.“

Laut der Zusammenfassung erinnerte Premierminister Modi seinerseits „an die vielen fruchtbaren Treffen, die er mit Präsident Xi hatte. Sie haben die indisch-chinesischen Beziehungen in eine positive Richtung gelenkt und den gemeinsamen Interessen der über 2,8 Milliarden Menschen beider Länder gedient. Als zwei große Zivilisationen pflegen Indien und China seit Jahrtausenden den Austausch und das gegenseitige Lernen und sind Hand in Hand vorangeschritten. Indien betrachtet seine Beziehungen zu China stets aus einer strategischen und langfristigen Perspektive. Es hofft, ein Partner und kein Rivale Chinas zu sein, und betrachtet die Entwicklung des jeweils anderen als Chance und nicht als Herausforderung. Indien verfolgt eine unabhängige Außenpolitik, und der Ausbau der Beziehungen zu China wird von keiner dritten Partei beeinflusst… und es wird keiner Kraft gestattet, auf seinem Staatsgebiet gegen China gerichtete Aktivitäten zu betreiben… Beide Seiten sollten zusammenarbeiten, um Frieden und Ruhe in den Grenzgebieten zu wahren… und als Kraft für Stabilität und Fortschritt in einer turbulenten Welt wirken.“

Quelle: eirna.de

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