“Zusammenbruch des Immobillienmarktes” – Parteichef der Britischen Liberaldemokraten fordert Sicherheitsnetz

05.12.2007
“Zusammenbruch des Immobillienmarktes” – Parteichef der Britischen Liberaldemokraten fordert Sicherheitsnetz admin 05.12.2007

Großbritanniens amtierender Parteichef der Liberaldemokraten, Vince Cable, äußerte gestern, daß Großbritannien sich "so gut wie mit Sicherheit am Rande eines großen Krachs des heimischen Eigenheimmarktes befindet". Cable, der im Radiosender BBC 5 sprach, rief die Regierung auf, in Zusammenarbeit mit Banken sicherzustellen, daß die Menschen in ihren Häusern bleiben können, sogar wenn Zwangspfändungen schon im Gange sind. Um die "Flut verzweifelter Verkäufe und in Obdachlosigkeit gestürzter Menschen zu verhindern… Zur Zeit fehlt jegliches Sicherheitsnetz." Cable sprach auch vor dem Parlament.

"Die Regierung muß mit Banken zusammenarbeiten, um Zwangspfändungen in großem Stile zu unterbinden und die Familien weiter in ihren Häusern leben zu lassen; durch ordungsgemäßen Verkauf mit gleichzeitiger Rückmiete oder geteiltem Eigentumsrecht für Familien mit rückständiger Zahlung kann dies möglich gemacht werden,” sagte Cable in einer Stellungnahme auf seiner Webseite. "Es muß eine Rückkehr zur gewissenhaften Kreditvergabe der Banken geben, deren Praktiken in letzter Zeit viel zu sehr denen der Casinos glichen."

Cable sagte weiter: "Gordon Browns Ansehen basiert auf Wirtschaftswachstum, jedoch sind zur Zeit ominöse Zeichen zu sehen, daß die Blase zu zerplatzen droht… Aufgrund der beißenden Kreditklemme und der stagnierenden Wirtschaft werden wir mit ansehen müssen, wie Millionen Menschen darum kämpfen werden, ihre Kredite abzuzahlen, was zu rückständigen Zahlungen, Zwangspfändungen und sinkendem Marktwert ihrer Häuser führen wird. Im Falle eines zusammenbrechenden Immobilienmarktes wird der Premier die entscheidende Schuld daran tragen, und er wird die Verantwortung für das Übel, das er den Millionen von Menschen zugemutet hat, übernehmen müssen."

In den USA ist die bekannte demokratische Senatorin Hillary Clinton (D-NY) bisher die erste Präsidentschaftskandidatin, die diese Woche zu konkreten Maßnahmen aufgerufen hat, um die Haushälte gegen den Finanzkrach abzuschirmen. Sie schlug ein 90-tägiges Moratorium für Zwangsvollstreckungen und ein 5-jähriges Einfrieren der zinsvariablen Hypothekendarlehen vor.

In beiden Fällen greifen Cable und Clinton einen Teil von Lyndon LaRouches Gesetz zum Schutz der Hauseigentümer und Banken (Homeowners and Bank Protection Act) auf. Die Politiker müssen nun aber verstehen, daß nicht nur Hauseigentümer, sondern auch das allgemeine Bankenwesen geschützt werden muß, falls ihre Wählerschaft überleben soll.

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