Wer ist Lyndon LaRouche?

Lyndon+LaRouche
Lyndon LaRouche und Ronald Reagan bei den Vorwahlen in New Hampshire 1980
Aufgrund der außerordentlichen Präzision seiner Prognosen ist der jetzt 84-jährige amerikanische Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche zu dem weltweit führenden Wirtschaftswissenschaftler aufgestiegen. Vor allem in letzter Zeit hat seine Glaubwürdigkeit dadurch stark zugenommen, daß der von ihm bereits in seiner berühmten Neunten Prognose vom Juni 1994 prognostizierte systemische Finanzkollaps inzwischen eingetreten und - ebenfalls von LaRouche zeitlich korrekt festgestellt - im Oktober 1998 in seine Endphase eingetreten ist. Mit der Machtergreifung von George W. Bush - von LaRouche bereits Ende 1999 für den Fall vorhergesagt, daß es dem angloamerikanischen Establishment gelingen würde, LaRouches Präsidentschaftskandidatur in der Demokratischen Partei nach Kräften zu torpedieren und nur die "Wahl" zwischen den beiden Wall Street-Marionetten Bush und Gore zuzulassen - war die Illusion vom "langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung" in den USA nicht mehr zu halten. Die Folge: der globale Finanzkollaps läßt sich nicht mehr länger aufschieben; die Gefahr von Chaos und Krieg wachsen - vor allem nach den schrecklichen Anschlägen am 11. September, die LaRouche noch am selben Tag in einem in den USA ausgestrahlten Radiointerview als "versuchten Militärputsch gegen die US-Verfassung und -Regierung" bezeichnete, der nur mithilfe "hochrangiger Kreise im amerikanischen Militär- und Sicherheitsapparat" durchgeführt werden konnte.

Wenn LaRouches mutige Einschätzung der strategischen Implikationen der Anschläge vom 11. September von hohen Regierungsstellen z.B. in Rußland, Europa und im arabischen Raum bisher auch nur hinter vorgehaltener Hand geteilt wird, so zeigt die wachsende Zahl von Interviews mit LaRouche seit dem 11.9. - vor allem im arabischen Raum, aber auch in Rußland, Italien, und selbst in den USA - , daß seine Analyse zunehmend ernst genommen wird. Zumal die "Falken" in der Bush Regierung derzeit mit ihrer unverhohlenen Kriegstreiberei im Nahen Osten und darüberhinaus ("Krieg der Zivilisationen"), LaRouches Einschätzung vom 11. September zu bestätigen.

Den einzigen Ausweg aus der tödlichen Kombination von Depression und Krieg bietet LaRouches Konzept eines umfassenden Aufschwungs der Realwirtschaft weltweit. Da dies Konzept von LaRouche ("Neues Bretton Woods", eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung, Rückkehr zum Prinzip des souveränen Nationalstaates) - zu dessen Realisierung die Institution des US-Präsidenten unabdingbar ist - , nach Lage der Dinge nicht auf die aktive Unterstützung des jetzigen Amtsinhabers im Weißen Haus zählen kann, muß eine Allianz souveräner Staaten aus dem Industrie- und Entwicklungssektor (mit tatkräftiger Hilfe des stark anwachsenden "LaRouche-Flügels" in der Demokratischen Partei) Washington diesen konstruktiven Ausweg aus der Depression aufzwingen. In dieser internationalen Kräftekonstellation kommt dem von LaRouche bereits Mitte der 90er Jahre mitinitiierten "strategischen Dreieck" Rußland-China-Indien eine ebenso entscheidende Rolle zu, wie den führenden Ländern Kontinentaleuropas sowie Japan.

Deshalb zielt die Politik LaRouches - der bei den letzten demokratischen Vorwahlen z.B. im US-Bundesstaat Arkansas 23% der Stimmen erhielt (sowie 6 Parteitags-Delegierte, die sein Gegenkandidat Al Gore allerdings kurzerhand "kassierte") - , darauf ab, in der besten amerikanischen Tradition von Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy die politische Macht der USA gegen die internationalen Finanzinteressen und für einen konstruktiven Ausweg aus der globalen Krise einzusetzen. Wie LaRouche sogar unter den aversiven Bedingungen eines amtierenden US-Präsidenten, der offensichtlich die Interessen dieser internationalen Finanzkreise vertritt, seiner Politik wachsenden Einfluß verschaffen kann, zeigte sich vor allem bei seinem Moskau-Besuch im Juni 2001. Auf Einladung des damaligen Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im russischen Parlament Glasjew stellte LaRouche als Hauptredner bei einer Duma-Anhörung zur künftigen Wirtschafts- und Finanzpolitik Rußlands sein bahnbrechendes Konzept für ein "Neues Bretton Woods" und den Ausbau der Eurasischen Landbrücke vor. Bereits vorher hatte LaRouche zum selben Thema u.a. auf Seminaren in den Parlamenten Italiens und Polens gesprochen. Ende 2001 und Anfang 2002 hatte er Gelegenheit, dies Konzept bei einem Besuch in Neu-Delhi u.a. Indiens Staatspräsident Narayanan vorzustellen sowie bei neuerlichen Besuchen in Italien (Mailand) und Moskau mit Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern zu diskutieren.

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