Seidenstraßenkonferenz in Beijing: Helga Zepp-LaRouche spricht über Prinzipien der neuen Weltwirtschaftsordnung
8. September 2014 • 17:27 Uhr

Zum Abschluß ihres jüngsten Chinabesuches sprach die Präsidentin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche am 5. September bei der Tagung des Magazins China Investment, die unter dem Motto: „One Belt, One Road“ in Beijing stattfand. China Investment ist eine Publikation der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, die als wichtigste wirtschaftspolitische Planungskommission direkt der chinesischen Regierung untersteht. Die meisten Teilnehmer kamen von chinesischen Denkfabriken, die für die Realisierung der Entwicklungsperspektive des Wirtschaftsgürtels entlang der Neuen Seidenstraße verantwortlich sind. Außerdem nahmen auch viele in China akkreditierte Diplomaten teil.

Einer der Sprecher, Prof. Bao Shixiu, führte Frau Zepp-LaRouche mit dem Hinweis ein, daß von ihr und ihrem Ehemann Lyndon LaRouche die Idee der Neuen Seidenstraße stamme. Frau Zepp LaRouche ging dann in ihrer zehnminütigen Rede auf die Entwicklungsgeschichte der Idee ein, die Anfang der 1990er Jahre nach dem Fall der Mauer geboren und in zahlreichen Konferenzen international – insbesondere 1996 in Beijing – als Friedensordnung für das 21. Jahrhundert vorgestellt wurde. Eine Reihe von Krisen verhinderte in den folgenden Jahren ihre Realisierung. Aber als Chinas Präsident Xi dann im Jahr 2013 bei einem Staatsbesuch in Kasachstan diese Perspektive zur erklärten Politik seines Landes machte, löste er damit eine Woge des Optimismus in vielen Ländern aus, wie es beispielsweise in der gestärkten Position der BRICS-Staaten zum Ausdruck komme.

Sie betonte, daß die Welt vor einem größeren Finanzkollaps als 2008 stünde und skizzierte dann den Ausweg, wie ihn ihr Ehemann in einem 4-Punkte-Programm dargelegt hat: Einführung des Glass-Steagall-Trennbankensystems; Schaffung einer Nationalbank im Sinne Alexander Hamiltons, des ersten amerikanischen Finanzministers; hamiltonische Kreditschöpfung, die langfristige Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur erlaube; beschleunigte Forschungsprojekte in den Bereichen der Kernfusion und Raumfahrt, um unter anderem Helium-3 für die Fusion auf dem Mond zu „ernten“. Sie endete ihre Rede mit dem Appell, die gegenwärtige Geopolitik der Konfrontation durch ein neues Paradigma zu ersetzen, das sich auf die Verwirklichung der gemeinsamen Ziele der Menschheit gründet.