China treibt nächste Phase der Mondforschung voran
5. August 2015 • 16:46 Uhr

China hat nach einem Bericht von ibtimes.com im Juni dem Büro der Vereinten Nationen für Weltraum-Angelegenheiten einen Bericht vorgelegt, in dem das Land seine Pläne darlegt, eine Landesonde und einen Rover auf die erdabgewandte Seite des Mondes zu schicken. Bei allen Mondmissionen Chinas wurde jeweils Neuland beschritten und etwas unternommen, was bis dahin noch nicht getan wurde. Bisher landete noch kein einziges Weltraumfahrzeug auf dem Mond, wo eine direkte Kommunikation mit der Erde nicht möglicht ist. Nach Angaben von ibtimes.com soll diese Chang’e-4-Mission 2018 oder 2019 durchgeführt werden; sie war ursprünglich für 2015 geplant, verzögerte sich jedoch durch Änderungen der Pläne. Die Chang’e-5-Mission, die mit Bodenproben vom Mond zurückkehren soll, wurde für 2017 angekündigt.

In dem Artikel heißt es, zur dieser neuen Mission werde auch ein Übertragungs-Satellit gehören, der separat gestartet werden wird. Eine Mission auf die erdabgewandte Seite des Mondes erfordert ein Orbitalfahrzeug, um die Kommunikation mit der Erde zu ermöglichen. ibtimes.com zufolge heißt es in der Präsentation, die der UN vorgelegt wurde, daß auch die Europäische Weltraumagentur ESA „möglicherweise an der Mission teilnehmen wird“.

Wie ibtimes.com erwähnt, hatte schon der Astronaut Harrison Schmitt nach seiner Apollo-17-Mission vorgeschlagen, daß die NASA eine Apollo-Mission auf die erdangewandte Seite des Mondes schicken sollte, was aber nie geschehen ist. Dazu wäre es notwendig, erklärte Schmitt, orbitale Übertragungssatelliten und andere Techniken zu entwickeln, die später auch für bemannte Missionen zum Mars benötigt würden.

Chinas Nationale Weltraum-Behörde CNSA bezeichnet die Mission dem Bericht zufolge als einen Schritt auf dem Weg zu einer zukünftigen bemannten Basis auf dem Mond.