US-Wahlen: Abstimmung gegen Krieg und Wall Street
10. November 2016 • 12:28 Uhr

Wie Helga Zepp-LaRouche in ihrem gestrigen Webcast erklärte, ist der Wahlsieg von Donald Trump nur zu erklären als eine klare Abstimmung der amerikanischen Bevölkerung gegen Krieg und die Ausplünderungspolitik der Wall Street. Die Menschen – nicht nur in den USA - wollten eine andere Wirtschaftspolitik, die ihnen wieder eine Zukunft gibt. Mit dem Brexit sei bereits deutlich geworden, daß es sich hier um ein globales Phänomen handelt und die Führung Europas sei gut beraten, sich jetzt endlich den Realitäten zu stellen.

Sie wies darauf hin, daß Trump mehrfach und zuletzt im Endspurt des Wahlkampfes in Charlotte/North Carolina in einer Kampagnenrede die Wiedereinführung der Bankentrennung gefordert hatte. Bei der selben Gelegenheit warnte er davor, daß Hillary Clinton mit ihrer agressiven Regimewechselpolitik Krieg bedeute.

Helga Zepp-LaRouche rief dazu auf, in Europa und Deutschland jetzt das Momentum zu nutzen, um die völlig falsche Wirtschaftspolitik der Finanzglobalisierung der letzten 25 Jahre endlich zu beenden und die Chancen der Neuen Seidenstraße und der Eurasischen Wirtschaftsunion für ein neues Paradigma der globalen „win-win“-Zusammenarbeit statt geopolitischer Konfrontation zu ergreifen.

Dazu gehöre auch die sofortige Einführung des Glass-Steagall-Trennbankensystems in den europäischen Nationen, um einen unkontrollierten Finanzkollaps zu stoppen. In den USA werde dies Thema jetzt ganz oben auf der Tagesordnung stehen, denn in beiden Häusern des Kongresses liegen Glass-Steagall-Gesetzesvorlagen vor, die noch vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten verabschiedet werden können, was angesichts des Zustands des Weltfinanzsystems absolut erforderlich sei. Dies müsse verbunden werden mit den "Vier Prinzipien", die Lyndon LaRouche definiert hat (in Kürze: Trennbankensystem, Nationalbankkredit, große Projekte der Infrastruktur- und Hochtechnologieentwicklung und ein Wissenschaftscrashprogramm zur Erhöhung der Energieflußdichte).

Sie lud alle Zuhörer ein, mit der BüSo in Kontakt zu treten, um diese Politik jetzt in Deutschland auf die Tagesordnung zu setzen und gemeinsam die historische Chance für den Aufbau einer positiven Zukunft für die Menschheit zu nutzen.