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Indisch-russische und indisch-südkoreanische Kernenergiekoperation verstärkt

Während hierzulande die CDU vollends in den grünen Demontagesumpf taumelt, gehen Länder in Asien mit großen Schritten in Richtung Kernernergie voran:

Laut dem stellvertretenden russischen Premierminister Sergey Sobjanin (RIA Novosti) arbeiten Moskau und Neu Delhi „an einem Abkommen zur Zusammenarbeit auf dem Feld der friedlich genutzten Atomenergie." Er sei sicher, daß dies während Ministerpräsident Putins Besuch in Indien in der Mitte nächsten Monats unterzeichnet werde. Für Indien sei die Entwicklung von Kernenergie eine der Hauptprioritäten und Russland sei „bereit, dabei zu helfen". Der Schlüssel zu diesem Abkommen ist die Zusammenarbeit, um die Entwicklung kommerzieller Thorium-Reaktoren zu beschleunigen. Indien ist schon im Prozeß, einen Prototyp zu bauen, betrieben mit spaltbarem Uran 233 aus spaltbarem Thorium 232. Indien ist auch dabei, selbst in Schnellen Brütern Uran 233 und Plutonium 239 herzustellen.

Die indisch-russische Zusammenarbeit im Bereich von Thorium 232 als Reaktor-Brennstoff hat seit einiger Zeit Fortschritte gemacht. Im Jahr 2000 hat Indien und Russland in Moskau ein Protokoll unterschrieben für Kooperation in der Entwicklung von Thorium-basiertem Kernbrennstoff für die Benutzung in Leichtwasserreaktoren, die gegenwärtig von Russland für Koodankulam-Kernreaktoren im indischen Bundesstaat Tamil Nadu.

Die indisch-südkoreanische Kernenergiezusammenarbeit, die Ende Januar beim hochrangigen Staatsbesuch des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak in Indien vereinbart worden war, konkretisiert sich. Sechs Ingenieure des indischen Bhabba Kernforschungs-Zentrums (BARC) besuchen gegenwärtig Südkorea, wobei sie u.a. an einem Seminar in Seoul zur allgemeinen Kernenergiepolitik, Sicherheits-, Forschungs- und Entwicklungsfragen teilnehmen. Besuche bei der Doosanfirma (Schwerindustrie und Bau), die die APR1400 Reaktor und die Gori Kernenergie-Anlage in Busan/Südkorea baut, sind geplant, sowie Treffen mit Vertretern der staatseigenen Firmen wie Korea Electric Power Corp., Korea Hydro & Nuclear Co, Korea Atomic Energy Reaearch Institute und Korea Fuel Co. Nächsten Monat werden südkoreanische Experten zu einem Gegenbesuch nach Mumbai in Indien fahren.

Dabei geht es vor allem um die südkoreanischen Kapazitäten, die notwendigen Komponenten für den Kernkraftbau in Indien zu liefern, der rasant zunimmt. So wurde von der indischen Regierung entschieden,  fünf "Kernenergie-Parks" zu bauen: in den Bundesstaaten Gujarat, Tamil Nadu, Anthra Pradesh, West Bengal und Maharadhtra. Dort wird es jeweils mehrere Reaktoren geben, um insgesamt 10.000 MW Stromerzeugungskapazität haben. Angeschlossen sollen auch Wiederaufbereitungsanlagen sein.