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„4 Gesetze“ von LaRouche
LaRouches Vier Gesetze:

Die Wissenschaft der physischen Ökonomie

Bereits im Juni 2014 hatte der amerikanische Staatsmann und Ökonom Lyndon LaRouche mit seiner Schrift „Vier neue Gesetze, um die USA zu retten“ den prinzipiellen Ausweg gewiesen. Diese Prinzipien gelten nicht nur für die USA, sondern haben globale Bedeutung.

Da seit der Finanzkrise 2007/2008 keine ernstzunehmende Regulierung der Finanzmärkte erfolgte, steht die Welt spätestens seit 2017 erneut vor dem Kollaps des transatlantischen Finanzsystems. Waren es damals minderwertige Hypothekenkredite, sind es jetzt u.a. amerikanische Unternehmensanleihen, die das finanzielle Kartenhaus unkontrolliert zum Einsturz bringen können. Die Zentralbanken (EZB, Federal Reserve usw.) konnten mit ihren Liquiditätsspritzen („Gelddrucken“) den Bankrott der Megabanken bisher verschleiern, haben damit aber nur neue Blasen geschaffen, die das System bedrohen. Mit dem von Ex-Finanzminister Schäuble durchgesetzten Bail-In von Gläubigereinlagen würde auf einen Schlag ein Großteil des Volksvermögens zerstört, ohne etwas am allgemeinen Bankrott zu ändern. Denn die im Feuer stehenden Finanzwetten und die globale Finanzderivatblase machen ein Vielfaches des Bruttoinlandsproduktes der Staaten aus.

Deshalb brauchen wir:

  1. (Wieder-)Einführung des Glass-SteagallTrennbankensystems;

  2. Schaffung eines Kreditsystems mit Hilfe der Gründung einer Nationalbank;

  3. Kreditschöpfung zur Finanzierung eines nationalen Wiederaufbauprogramms mit Schwerpunkt auf Infrastrukturentwicklung;

  4. Sofortprogramme zur Entwicklung der kontrollierten Kernfusion und der Weltraumfahrt, um das Produktivitätsniveau massiv zu erhöhen.

Lynon H. LaRouche, Jr. ist ein amerikanischer Staatsmann, Ökonom und Philosoph, der acht Mal an den US-Präsidentschaftswahlen teilgenommen hat.
KURZBIOGRAPHIE (eng)

Überblick

1. Glass-Steagall-Bankentrennung

• Die sofortige strikte Trennung von Investment- und Geschäftsbanken, nach dem Vorbild der unter Franklin D. Roosevelt beschlossenen Glass-Steagall-Gesetzgebung. Deutschland muß diese Bankentrennung national durchsetzen und auf europäischer und internationaler Ebene auf eine globale Glass-Steagall-Regelung hinwirken.

• Kein Bail-in (Enteignung von Bankkunden), kein staatliches Bail-out (Bankenrettung durch den Steuerzahler)! Derivatspielschulden müssen abgeschrieben werden, wenn nötig, durch ordentliche Konkursverfahren einzelner Banken.

2. Produktive Kreditschöpfung für die Realwirtschaft

• Wir brauchen für die notwendigen Investitionen zielgerichteten Nationalkredit, z.B. durch eine neu zu gründende Nationalbank, regionale Förderbanken und die Neuausrichtung bereits vorhandener Institutionen wie der KfW.

• Durch die radikale Sparpolitik der letzten Jahre ist allein bei Städten und Gemeinden ein Investitionsstau von 136 Mrd. Euro entstanden. Wenn man die notwendigen Investitionen von Bund und Ländern hinzurechnet und wir die bestehende Infrastruktur nicht nur erhalten, sondern im Rahmen der deutschen Beteiligung am Projekt der Neuen Seidenstraße noch verbessern wollen, sprechen wir über Investitionen in Straße, Schiene und Wasserwege sowie Schulen, Krankenhäuser und andere wichtige Vorhaben in Höhe von mindestens 50 Mrd. Euro pro Jahr.

• Das erfolgreiche chinesische „Seidenstraßen“-Modell der Gründung neuer Kreditinstitutionen für Infrastruktur- und andere realwirtschaftliche Projekte ist ein hervorragender Anknüpfungspunkt für diese Neuorientierung.

• Deutschland ist bereits Mitglied der AIIB (Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank); wir müssen darüber hinaus jede Möglichkeit nutzen, gezielt produktiven Kredit für die Realwirtschaft und Infrastruktur zu aktivieren und mit anderen Nationen und Finanzinstitutionen an den Großprojekten der Neuen Seidenstraße zusammenzuarbeiten.

3. Infrastrukturausbau im Kontext der Neuen Seidenstraße

• Durch den Ausbau der eurasischen Infrastrukturkorridore und der Maritimen Seidenstraße wird Deutschland mit Häfen und wichtigen Logistikknotenpunkten – wie Hamburg, Bremen, Duisburg, Stuttgart, Leipzig, Nürnberg, Regensburg – in völlig neuer Weise an den asiatisch-pazifischen Welthandel angeschlossen.

• Der Bau eines modernen Magnetbahnsystems in ganz Deutschland ist überfällig, denn dies wird (sowohl für Personen-, Fracht- und städtischen Verkehr) die Technologie der Zukunft sein.

• Der Ausbau wichtiger Bundeswasserstraßen, auch im europäischen Kontext (z.B. Donau-Oder-Elbe-Kanal) muß in Angriff genommen werden

4. Wissenschaftsmotor für die Ökonomie – Forschen für die Welt von morgen

• Schluß mit dem malthusianischen Schwindel des „menschengemachten Klimawandels“ und der Zerstörung der Produktivität unserer Volkswirtschaft.

• Deutschland muß den ideologisch motivierten Atomausstieg beenden und seine einstmalige Spitzenposition in der Kernenergie zurückgewinnen.

• Im Rahmen internationaler Kooperation muß Deutschland an der Erforschung und Nutzbarmachung der Kernfusion mitarbeiten und dafür das Budget massiv aufstocken.

• Die Förderung der Raumfahrt- und Weltraumforschung und die internationale Zusammenarbeit muß zur neuen Priorität der deutschen Politik erklärt werden.

#1. GLASS-STEAGALL-BANKENTRENNUNG

Durch das von US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete Bankengesetz von 1933, meist Glass-Steagall-Gesetz genannt, konnte die US-Regierung damals die wucherische Macht der Wall Street-Banken zerschlagen und eine stabile Grundlage für eine souveräne Wirtschaftspolitik legen. Erst dann war es möglich, den Wiederaufbau der durch die Große Depression zerüttete Gesellschaft in Gang zu setzen. Das Gesetz teilte die Geschäftsbanken (Spareinlagen, usw.) von dem Investmentbereich ab, um so die traditionellen und produktiven Bankenfunktionen u.a. vor Spekulation zu schützen.

Heute ist diese Maßnahme der einzige Weg, das Gemeinwohl vor dem neuen Faschismus der Finanzoligarchie zu retten!

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Wir fordern:
  • Die sofortige strikte Trennung von Investment- und Geschäftsbanken, nach dem Vorbild der unter Franklin D. Roosevelt beschlossenen Glass-Steagall-Gesetzgebung. Deutschland muß diese Bankentrennung national durchsetzen und auf europäischer und internationaler Ebene auf eine globale Glass-Steagall-Regelung hinwirken.

  • Kein Bail-in (Enteignung von Bankkunden), kein staatliches Bail-out (Bankenrettung durch den Steuerzahler)! Derivatspielschulden müssen abgeschrieben werden, wenn nötig, durch ordentliche Konkursverfahren einzelner Banken.

Beim Trennbankensystem handelt es sich nicht einfach um eine rein technische Trennung bestimmter Bankgeschäfte. Die Wiedereinführung der strikten Glass-Steagall-Bankentrennung wie unter Roosevelt in den USA und des Trennbankensystems auf globaler Ebene ist die unverzichtbare Voraussetzung dafür, einen unkontrollierten Absturz der Weltwirtschaft in Hyperinflation und Chaos zu verhindern. Der finanzielle Giftmüll muß entsorgt werden und darf nicht länger von den Steuerzahlern bezahlt werden, in welcher Form auch immer. In den USA gibt es derzeit überparteiliche Gesetzesvorlagen für ein „Glass-SteagallTrennbankensystem für das 21. Jahrhundert“ in beiden Häusern des Kongresses und in vielen Landtagen der USA, was auf die jahrelange Arbeit des LaRouche Political Action Committee (LPAC) zurückgeht. Präsident Trump hat sich in seiner Wahlkampagne und wiederholt seit seiner Amtseinführung für die Bankentrennung ausgesprochen.


Hintergrund

In Abwandlung von Schillers Gedicht Der Antritt des neuen Jahrhunderts ist man versucht zu sagen: „Zwo gewaltige Systeme ringen um der Welt alleinigen Besitz“, nämlich das alte, Krieg bringende System der Geopolitik und das neue, zukunftsorientierte Paradigma einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit.

Seit Dezember 2015 befindet sich die transatlantische Finanzwelt im akuten Prozeß der totalen Auflösung, der sich immer mehr beschleunigt. Da seit der letzten Finanzkrise 2007/2008 keine nennenswerte Regulierung der Finanzinstitutionen vorgenommen wurde – im Gegenteil die Zentralbanken massiv Geld ins System gepumpt haben, stehen wir nur vor den Scherben dieser Politik: Deflation in der Realwirtschaft, Inflation bei den Finanztiteln. Neue Blasen haben sich gebildet, die jetzt platzen, so bei Junkbonds insbesondere in Verbindung mit den Rohstoffmärkten. Während die Nominalwerte ausstehender Derivatkontrakte weltweit offiziell mit 700 Billionen Dollar angegeben werden, bewegt sich die tatsächliche Summe eher zwischen einer und zwei Billiarden Dollar – und das bei einem weltweiten Bruttoinlandsprodukt von 75 Billionen Dollar. Das alleine macht deutlich, daß das bisherige System unrettbar bankrott ist.

Durch das von US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete Bankengesetz von 1933, dem Glass-Steagall-Gesetz, konnte die US-Regierung damals die Macht der Wall Street-Banken zerschlagen und eine stabile Grundlage für eine souveräne Wirtschaftspolitik legen. Erst danach war es möglich, den Wiederaufbau der durch die Große Depression zerrütteten Gesellschaft in Gang zu setzen. Das Gesetz trennte die Geschäftsbanken (Spareinlagen, Kreditvergabe an das produzierende Gewerbe) hermetisch von den risikobehafteten Aktivitäten der Investmentbanken.

Das Gesetz wurde 1999 vom amerikanischen Kongreß aufgehoben. Die Großbanken und andere Finanzakteure schafften es dann, das internationale Finanzsystem innerhalb von nur acht Jahren unwiederbringlich an die Wand zu fahren.

Heute ist die Anwendung des Trennbankensystems weltweit der einzige Weg, das Gemeinwohl vor kurzfristiger Massenenteignung (ab 1.1.2016 europaweites „Bail-in“ von Kunden und Sparern zur Bankenrettung), Chaos und dem neuen Faschismus der Finanzoligarchie zu retten! Helfen Sie mit, diese Resolution zu verbreiten und wenden Sie sich an Ihre Abgeordneten, die sich seit 2007 geweigert haben, diese Lösung auf die Tagesordnung zu setzen!

  1. Es müssen in allen Staaten der transatlantischen Region Gesetze für ein Trennbankensystem beschlossen werden, die sich an Franklin D. Roosevelts Glass-Steagall-Gesetz vom 16.6.1933 orientieren. Dessen Prinzipien waren in den europäischen Staaten bis Anfang der 80er Jahre in Form strikter Regulierungen gültig, die dafür sorgten, daß der Bankensektor vornehmlich den Charakter von Industriebanken besaß und ein Zugriff auf private Spareinlagen zum Zwecke riskanter Spekulationsoperationen unmöglich war. Wie es vor der Aufhebung von Glass-Steagall 1999 durch das Gramm-Leach-Bliley-Gesetz der Fall war, müssen Geschäftsbanken, Investmentbanken und der Versicherungssektor vollkommen voneinander getrennt werden.

  2. Die Geschäftsbanken müssen unter staatlichen Schutz gestellt werden, die Investmentbanken müssen künftig ihre Bilanzen selber ohne die Hilfe von Steuergeldern in Ordnung bringen, was praktisch bedeutet, daß toxische Papiere in Billionenhöhe abgeschrieben werden müssen, selbst wenn dies zur Insolvenz der Banken führt.

  3. Ein Nationalbanksystem in der Tradition von Alexander Hamilton muß dann im Rahmen eines neuen Kreditsystems langfristige Kredite mit niedrigen Zinsen für produktive Investitionen zur Verfügung stellen, die durch eine gezielte Erhöhung der Energieflußdichte und des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts die Produktivität der Wirtschaft steigern.

  4. China hat mit dem Programm der Neuen Seidenstraße ein völlig neues, inklusives, Konzept der wirtschaftlichen Kooperation aller Nationen dieser Erde, auf der Basis einer „win-win“-Strategie, d.h. zum gegenteiligen Vorteil aller Staaten, auf die Tagesordnung gestellt. Mit der AIIB, der New Development Bank der BRICS-Staaten, und einer ganzen Reihe neuer Banken, deren Aufgabe ausschließlich in der Finanzierung der Realwirtschaft besteht, ist ein alternatives Finanzsystem am Entstehen.

Es ist das ureigenste Interesse der Nationen in Europa und der USA, zur Tradition von Alexander Hamilton, Franklin D. Roosevelt und der Kreditpolitik zurückzukehren, wie sie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg praktiziert wurde, und auf dieser Basis mit den BRICS-Staaten beim Ausbau der Neuen Seidenstraße zu kooperieren.

Es geht bei der Einführung von Trennbankengesetz und Kreditsystem keineswegs nur um eine banktechnische Verbesserung, sondern darum, wie die Wirtschaft den Fortbestand der Menschheit über mehrere Generationen in die Zukunft sichern kann und wie die Wertschöpfung der gegenwärtigen Generation vermehrt an die folgenden Generationen weitergegeben werden kann. Der Mensch muß wieder Mittelpunkt und Zweck der Wirtschaft werden.


Unterstützung für Glass-Steagall - USA und international

Financial Crisis Inquiry Commission („Angelides-Bericht“)

Die Demontage von Glass-Steagall

The Takedown of Glass Steagall („Die Demontage von Glass-Steagall“), 82 Minuten lang, zeigt den umfassenden politischen Kampf von vier Generationen amerikanischer Patrioten, angefangen mit dem 1933 neu gewählten Präsidenten Franklin Roosevelt, zur Befreiung der Welt vom (fälschlich so genannten) Britischen Empire, dem letzten in der seit 3000 Jahren bestehenden Reihe übernationaler Geldimperien, die auf das antike Perserreich zurückreicht...

von Mohd Peter Davis (Malaysia). Filmbesprechung aus der Sicht eines Vertreters der Entwicklungsländer.

The Takedown of Glass Steagall („Die Demontage von Glass-Steagall“)

Der Angelides-Bericht beweist: LaRouche lag immer richtig! Glass-Steagall jetzt!


„Die wahre Geschichte der USA“

Die geschichtliche Dynamik, die in diesem Film vor Ihren Augen ausgebreitet wird, wirkt sich so sehr auf die heutige Wirtschftskrise aus, wie Sie vielleicht nicht ahnen. 1932 wurde Franklin Delano Roosevelt zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Roosevelt wurde von den Faschisten der Wall Street gefürchtet, und von deren Meistern in London gehasst, aber gegen deren Widerstand machte er die Spekulation illegal und hob das Land aus dem Zerfall und der Rückständigkeit heraus. So wurde es erst möglich, den Faschismus in Europa zu zerschlagen und der Welt eine Perspektive ohne jegliche Form von Kolonialismus in Aussicht zu stellen. Diese Pläne wurden verraten.

Dieser Film von LaRouchePAC geht auf die Prinzipien ein, welche die Gründerväter dieser ersten wahren Republik der Welt geleitet haben und wie der Konflikt dieser humanistischen Staats- und Wirtschaftsform mit dem Britischen Imperium ausgetragen wurde. Das Britische Imperium - die "Venezianische Partei" und deren Britische Ostindiengesellschaft - hat eine Unterwanderung des politischen Systems nach dem Tode Franklin Roosevelts so unternommen. Menschen, die heute wirklich etwas potentes in der Politik bewirken wollen, sollten sich die Lehren dieser Geschichte genau anschauen.


Schäuble: ohne Hedgefonds bricht die Wirtschaft zusammen

(Berlin, 25.08.2013) Daß der deutsche Finanzminister nicht der Mann ist, der wie Präsident Franklin D. Roosevelt die Bevölkerung und das Gemeinwohl gegen eine mächtige Finanzelite schützen will, zeigte sich erneut am letzten Sonntag beim Tag der Offenen Tür in Berlin. Dort lehnte Minister Schäuble auf die Frage einer BüSo-Vertreterin Roosevelts Glass-Steagall-Trennbankensystem klar ab; die Zeiten seien heute ganz andere (einschließlich des damals fehlenden Fernsehens).

Überhaupt habe man ja in Deutschland das so gut funktionierende Universalbankensystem (Stichwort: ausgerechnet Deutsche Bank mit ihren 72 Billionen $ an Derivatepositionen!). Für Herrn Schäuble ist die "Finanzindustrie" eine "große Wachstumsbranche" -- der Finanzplatz London leiste immerhin einen Beitrag zum britischen Bruttosozialprodukt von ungefähr 25%". Hedgefonds und Private Equity Fonds seien "große Investoren", die "die Wirtschaft antreiben und wenn die uns kein Geld geben, wenn die kein Geld investieren, dann geht die Wirtschaft kaputt."

Da muß man sich dann wirklich über nichts mehr wundern. Sehen Sie selbst.


#2. PRODUKTIVE KREDITSCHÖPFUNG FÜR DIE REALWIRTSCHAFT

Wenn etwas in Deutschland verloren gegangen ist, dann ist es das Verständnis darüber, wie es von einem mageren Agrarland zu einer modernen Industrienation geworden ist. Diese gravierende Wissenslücke in Verbindung mit den globalisierten Freihandelsdogmen haben entscheidend zu der Wirtschaftskrise beigetragen. Diese Reihe über das Kreditsystem soll ein besseres Verständnis vermitteln, was wirtschaftlicher Wert eigentlich ist und wie man der Bevölkerung jedes Landes einen hohen Lebensstandard sichern kann.

Im ersten Teil des Videos wird ein allgemeiner Überblick gegeben, womit sich die nachfolgenden Teile befassen werden.

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Das Bankensystem muß so reorganisiert werden, daß es wieder dem Gemeinwohl dient und die zukünftige Entwicklung der Nation fördert. Dafür ist auch ein System staatlicher produktiver Kreditschöpfung nötig, um mit Hilfe einer Nationalbank gezielt Wirtschaftswachstum in der Realwirtschaft und wissenschaftlichtechnologische Produktivitätssprünge zu ermöglichen. In einem solchen „Kreditsystem“ kommt dem privaten Bankensektor eine dienende Rolle zu. Nationen, die ihre Bankensysteme so reorganisieren, können gemeinsam langfristige produktive Investitionen in Form großer Infrastruktur- und Wissenschaftsprojekte in Angriff nehmen und damit einen Motor für den Wiederaufbau der Weltwirtschaft schaffen.

Diese Herangehensweise steht in der Tradition von Alexander Hamilton (erster Finanzminister der USA), den Ökonomen Matthew und Henry Carey und dem deutsch-amerikanischen Ökonomen Friedrich List.

  • Wir brauchen für die notwendigen Investitionen zielgerichteten Nationalkredit, z.B. durch eine neu zu gründende Nationalbank, regionale Förderbanken und die Neuausrichtung bereits vorhandener Institutionen wie der KfW.

  • Durch die radikale Sparpolitik der letzten Jahre ist allein bei Städten und Gemeinden ein Investitionsstau von 136 Mrd. Euro entstanden. Wenn man die notwendigen Investitionen von Bund und Ländern hinzurechnet und wir die bestehende Infrastruktur nicht nur erhalten, sondern im Rahmen der deutschen Beteiligung am Projekt der Neuen Seidenstraße noch verbessern wollen, sprechen wir über Investitionen in Straße, Schiene und Wasserwege sowie Schulen, Krankenhäuser und andere wichtige Vorhaben in Höhe von mindestens 50 Mrd. Euro pro Jahr.

  • Das erfolgreiche chinesische „Seidenstraßen“-Modell der Gründung neuer Kreditinstitutionen für Infrastruktur- und andere realwirtschaftliche Projekte ist ein hervorragender Anknüpfungspunkt für diese Neuorientierung.

  • Deutschland ist bereits Mitglied der AIIB (Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank); wir müssen darüber hinaus jede Möglichkeit nutzen, gezielt produktiven Kredit für die Realwirtschaft und Infrastruktur zu aktivieren und mit anderen Nationen und Finanzinstitutionen an den Großprojekten der Neuen Seidenstraße zusammenarbeiten.


Hintergrund

„Dieser Gegenstand, das Prinzip des Kredits, ist eine grundsätzliche naturwissenschaftliche Frage, im Gegensatz zu dem verbreiteten Irrglauben des sogenannten Monetarismus. Neben seiner Funktion als naturwissenschaftliches Prinzip als solchem hat das Prinzip des Kredits auch eine starke moralische Autorität. Zugegebenermaßen hat das nur eine sehr begrenzte Zahl führender Ökonomen verstanden - einige von ihnen haben bereits wenige Stunden nach Ende der Internetsendung [vom 30. September 2011 - siehe Video unten] selbst qualifiziert darauf reagiert.“

Lyndon LaRouche, „Grundsätze oder Parteiräson?" - 31. Oktober 2011


Zum Konzept des Kreditsystems
Ein neues Bretton Woods
Staatliche Kreditschöpfung (Nationalbank)

Historische Dokumente
Alexander Hamilton (1757 - 1804)
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716)
Friedrich List (1789 - 1846)
Henry C. Carey (1793 - 1879)
Wilhelm von Kardorff (1828 - 1907)
Präsident Franklin Roosevelt (1882 - 1945)
Dr. Wilhelm Lautenbach (1891 - 1948)
Das Kreditsystem - Teil II: Franklin Roosevelts Kreditanstalt für Wiederaufbau

Als Franklin Roosevelt im März 1932 sein Amt als Präsident antrat, steckte seine Nation in der schwersten Krise seit ihrer Gründung. Roosevelt löste sie nicht durch Entschlossenheit allein, sondern vor allem dadurch, daß er sich völlig vom Monetarismus abwandte. Es war Roosevelts hamiltonsche Kreditpolitik, die die USA ins 20. Jahrhundert brachte und zur fortschrittlichsten Nation der Weltgeschichte machte.

Seine anti-imperiale Absicht war dabei alles entscheidend, denn wie bei der Reconstruction Finance Corporation nutzte Roosevelt oft dieselben Instrumente, die auch seinem Vorgänger Hoover zur Verfügung standen -- doch mit völlig anderem Resultat.


Das Kreditsystem - Teil III: Das Amerikanische System in Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zum zweiten Mal (nach Bismarcks Industrialisierung Deutschlands) Mechanismen des Amerikanischen Systems eingeführt und führten zu einem rasanten Wiederaufbau und dem Wirtschaftswunder in Deutschland. Ein wesentliches Kernstück dieses Amerikanischen Systems war die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW.

Die KfW und das teilweise stark kontrollierte und staatliche Bankensystem das unter Konrad Adenauer eingeführt wurde waren ein wichtiger Bestandteil des Amerikanischen Systems und sollten laut britischem Empire niemals in der Form so lange Bestand haben, und interessant ist, daß, seitdem England in der europäischen Gemeinschaft eingetreten ist, sich die Europäische Gemeinschaft mit der EU immer mehr dem britischem Empire angeglichen hat, statt alle Staaten in Europa frei zu entwickeln und Europa als Mechanismus für die Entwicklung der Welt zu nutzen - wie es die Gründer Europas nach dem Zweiten Weltkrieg vor hatten...


Das Kreditsystem - Teil IV: Hamiltons Nationalbank

Am 17. September 1789 -- genau 8 Jahre nach der Schlacht von Yorktown -- war die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika endgültig von allen Staaten ratifiziert worden. Unabhängigkeit vom Empire bedeutete aber mehr. Alexander Hamilton -- erster Finanzminister der USA -- wußte, daß man sich von der Wirtschaftsmethode lossagen mußte, die von der oligarchischen Weltanschauung des Empires abgeleitet wurde: dem Freihandel.

Hamiltons Entwicklung des Kreditsystems ist Teil der willentlichen Evolution des Menschen hin zur vollkommenen Selbstbestimmung seines Schicksals. Dieser Fortschritt macht den Kern des Unterschieds zwischen einer wirklichen Republik, und den diversen parlamentarischen Systemen Europas aus -- und diese sind durch das neue Empire der EU schon beinahe ganz aufgelöst worden! Wozu hat man eine Regierung, wenn sie noch nicht mal die Hoheit über die eigene Währung hat? Lässt sich ein freies Volk von „Finanzmärkten" regieren? Hamilton ist für die britische Oligarchie bis heute ein bleibendes Ärgernis, weil er bewies, daß der Mensch doch die Zukunft zum Besseren gestalten kann und nicht auf die Summe seiner Triebe beschränkt ist!

#3. INFRASTRUKTURAUSBAU IM KONTEXT DER NEUEN SEIDENSTRAßE

Die von der heutigen chinesischen Regierung unter Präsident Xi Jinping verfolgte Politik der „Neuen Seidenstraße“ wurde Anfang der 1990er Jahre von Lyndon LaRouche, Helga Zepp-LaRouche und ihren Mitarbeitern als Konzept entwickelt und in zahllosen Publikationen und Veranstaltungen weltweit propagiert. Heute ist Helga Zepp-LaRouche in China als „Seidenstraßen-Lady“ bekannt. Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität hat das Konzept der Eurasischen Entwicklung in Wahlkämpfen, Veranstaltungen und Publikationen in Deutschland als Alternative gegen die mörderische IWF-Schocktherapie, die Politik des bankrotten transatlantischen Finanzempire und der EU auf die Tagesordnung gesetzt.

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Hintergrund

Die Initiative des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, die Neue Seidenstraße, die sogenannte Wirtschaftsgürtel-Initiative, hat seit ihrer Ankündigung vor gut dreieinhalb Jahren eine beispiellose Dynamik entwickelt. Über hundert Staaten und internationale Organisationen nehmen inzwischen am größten Infrastruktur- und Aufbauprogramm teil, das es in der Geschichte jemals gab und das sich zum wahren Motor der Weltwirtschaft entwickelt hat. Am 14. und 15. Mai findet eine große Konferenz in Beijing statt, das „Belt and Road Forum“, an dem 28 Staatschefs, mehr als 150 führende Persönlichkeiten internationaler Organisationen und 1200 hochrangige Delegierte aus 110 Nationen teilnehmen werden, um dieses Jahrhundertprojekt zu konsolidieren. Diese Konferenz wird der ganzen Welt klarmachen, daß eine vollkommen neue Werteordnung auf der Welt entstanden ist, wo an die Stelle geopolitischer Interessen einzelner Staaten oder Staatengruppen eine höhere Ebene der Kooperation zwischen den Nationen für das gemeinsame Interesse der Menschheit tritt.

— Helga Zepp-LaRouche, „Die Neue Seidenstraße eröffnet eine neue Perspektive für die Menschheit“


Infrastrukturausbau im Kontext der Neuen Seidenstraße
  • Durch den Ausbau der eurasischen Infrastrukturkorridore und der Maritimen Seidenstraße wird Deutschland mit Häfen und wichtigen Logistikknotenpunkten – wie Hamburg, Bremen, Duisburg, Stuttgart, Leipzig, Nürnberg, Regensburg – in völlig neuer Weise an den asiatisch-pazifischen Welthandel angeschlossen.

  • Der Bau eines modernen Magnetbahnsystems in ganz Deutschland ist überfällig, denn dies wird (sowohl für Personen-, Fracht- und städtischen Verkehr) die Technologie der Zukunft sein.

  • Der Ausbau wichtiger Bundeswasserstraßen, auch im europäischen Kontext (z.B. Donau-Oder-Elbe-Kanal) muß in Angriff genommen werden


Deutschlands Potential in der Neuen Seidenstraße

Die ideologische Abkehr vom Industriestaatsprinzip und die Orientierung auf kurzfristigen monetären Profit muß aufhören, denn sie hat die Gesamtproduktivität unserer Volkswirtschaft massiv beschädigt. Das zeigt sich in größerer Armut, der Zunahme von Billiglohnarbeitsplätzen, der Enteignung von Hartz-IV-Empfängern, sowie bei denjenigen, die jetzt ihr Sparvermögen durch die anhaltende Nullzins- bzw. Negativzinspolitik der EZB dahinschmelzen sehen. Der Ausstieg aus der Kernenergie, die dadurch ausgelöste Kostenlawine für Verbraucher und Unternehmen, die fortschrittsfeindliche grüne Ideologie und das bürokratisch-monetaristische Diktat aus Brüssel haben zusammen mit der jahrzehntelangen Verknappung langfristiger Kredite für produktive Investitionen dazu geführt, daß Deutschland insgesamt unproduktiver geworden ist. Zum Glück gibt es einzelne Branchen, die sich durch Investitionen in Hochtechnologien diesem Trend entgegenstellen, sowie eine international noch recht einzigartige Dichte des produktiven Hochtechnologiemittelstandes, um den uns viele Nationen beneiden. Vor allem das Wissenschaftspotential Deutschlands kann aktiviert werden, insbesondere in den Bereichen Raumfahrt und Fusionsforschung.

Infrastruktur – Schlüssel zur Steigerung der Produktivität

Bisher enden vier Bahnstrecken der Neuen Seidenstraße mit regelmäßig verkehrenden Güterzügen in Deutschland: in Hamburg, Duisburg, Regensburg und Leipzig. Berlin sollte ein weiteres Drehkreuz an diesem eurasischen Entwicklungskorridor werden, um so die Reindustrialisierung in dieser Region voranzutreiben.

Ausgehend von den Industriezentren Rhein/Ruhr, Rhein/Main, Rhein/Neckar, München-Augsburg, Nürnberg-Erlangen, wo eine große Dichte an qualifizierten Arbeitskräften, Betrieben und Forschungseinrichtungen besteht, werden mit fortschreitender Realisierung des Programms neue Zentren im sächsischen Dreieck Dresden-Chemnitz-Leipzig, in den Hafenstädten Wilhelmshaven, Bremen/Bremerhaven, Hamburg und Rostock sowie Berlin und vielen anderen Städten und deren Umland entstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt muß auf den Ausbau und die Modernisierung der Wasserwege und Schleusenanlagen gelegt werden, um sie für die neueren Schiffsklassen Va, Vb und VI fit zu machen. Grenzüberschreitende Projekte, wie der Ausbau der Elbe bei Magdeburg und Dresden, sind für den zukünftigen Donau-Oder-Elbe-Kanal durch Tschechien von Bedeutung – auch ein Projekt, das im Rahmen der Neuen-Seidenstraßen-Initiative in greifbare Nähe gerückt ist.

Die radikale Sparpolitik der letzten Jahre hat nach Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (2016) alleine bei Städten und Gemeinden zu einem Investitionsstau von 136 Mrd. Euro geführt – und das sind wahrscheinlich konservative Zahlen. Wenn man noch die notwendigen Arbeitsschema eines Kreditsystems: Die Entwicklungsbank vergibt Kredite für bestimmte Projekte, die dann an die damit beauftragten Firmen fließen 13 Investitionen von Bund und Ländern hinzurechnet und wir die bestehende Infrastruktur nicht nur erhalten, sondern im Rahmen der deutschen Beteiligung am Projekt der Neuen Seidenstraße deutlich ausbauen wollen, sprechen wir über notwendige Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege sowie Schulen, Krankenhäuser und andere wichtige Vorhaben in Höhe von schätzungsweise 30-50 Mrd. Euro pro Jahr.

Für all diese Vorhaben müssen Avantgardetechnologien eingesetzt werden, die durch die Schaffung einer neuen ökonomischen Plattform die Produktivität der gesamten Volkswirtschaft steigern:

Die Magnetbahninfrastruktur entkrampft nicht nur den Straßenverkehr, sondern sie stellt auch ein schnelles und sicheres Transportsystem für den Weg von Millionen Bürgern zur Arbeit, zur Schule und zur Universität, zum Opern- und Theaterbesuch bereit. Die Ansiedlung neuer produktiver Industriebetriebe wird erleichtert, selbst in größerer Distanz zu Häfen und anderen Umschlagplätzen.

Mit einem Magnetbahnnetz lassen sich auch effektiv die Großflughäfen miteinander verbinden und damit Inlandsflüge und die Lärmbelästigung der Bevölkerung reduzieren. Ein Großflughafen Sperenberg (zwischen Berlin und Leipzig gelegen) könnte, in Verbindung mit einem bundesweiten Magnetbahnnetz, die stadtnahen Flughäfen entlasten.

Auf regionaler Ebene könnte in ganz Deutschland der in Bochum entwickelte und auf Magnetbahntechnologie basierende CargoCap realisiert werden, mit dem Standardpaletten in unterirdischen Betonröhren schnell und effizient zwischen Produktionsstätten, Häfen, Bahnhöfen sowie Logistikzentren transportiert werden können.

Gleichzeitig kann der in Düsseldorf entwickelte People- CargoMover zum Einsatz kommen, ein Magnetbahnsystem, bei dem die Zugsysteme seitlich an einer Schiene entlang geführt werden. Auf Trassen (platzsparend auf den Mittelstreifen der Autobahnen errichtet) können damit sowohl Passagiere wie Standardcontainer befördert werden.

Moderne Tunnelbohrmaschinen ermöglichen die zunehmende Verlegung von Güterverkehr unter die Erde – so z.B. zur Entlastung der Bewohner des Mittelrheintals mit dem Bau des 118 km langen Westerwald-Taunus- Tunnels zwischen St. Augustin und Mainz-Bischofsheim.

Auch beim Anschluß an die neuen Basistunnel unter dem Brenner und dem Gotthard sollte die unterirdische Variante geprüft werden.

Industrieproduktion steigern und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen

Zu den Industrien, die neu belebt werden müssen, gehört an erster Stelle die Stahlerzeugung, allein schon wegen des enormen Bedarfs an Stahl für die geschilderten Infrastrukturprojekte. Nicht einmal die 45 Mio. Tonnen Rohstahl und 44 Mio. Tonnen Walzstahl, die in Deutschland bis zum großen Einbruch 2009 erzeugt wurden, würden ausreichen. Allein 100.000 Neubauwohnungen verbrauchen schon 7 Mio. Tonnen Stahl, im Bereich der kommunalen Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Büros, Krankenhäuser, Museen und Theater) ist der dreifache Stahlverbrauch pro Quadratmeter bebauter Fläche zu veranschlagen, ebenso beim Bau von Forschungsstätten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.

Jeweils 6.000 Kilometer Magnetbahnschiene brauchen 10 Mio. Tonnen, eine Rheinbrücke 10.000 Tonnen, ein Kernkraftwerk mit 1.000 Megawatt 100.000 Tonnen Stahl beim Bau. Allein NRW bräuchte dann mehr Stahl, als derzeit in ganz Deutschland erzeugt wird.

Auch wenn der Produktivitätsfortschritt eine gewisse Rolle beim Abbau von Stahlarbeitsplätzen von 374.000 im Jahr 1970 auf nur noch 95.000 im Jahr 2009 spielte, wäre eine Verdoppelung der Arbeitsplätze im Stahlbereich keineswegs zu hoch angesetzt, will man auf die Erzeugungskapazität kommen, die erforderlich wäre, um alle geschilderten Projekte ausführen zu können.

Die Reindustrialisierung in NRW allein könnte bis zu zwei Millionen neuer und hochqualifizierter Arbeitsplätze schaffen, bei Investitionen im Umfang von 40 Milliarden Euro jährlich.

Die Seidenstraße für das 21. Jahrhundert -- CCTV Interview mit Helga Zepp-LaRouche

14. April 2014 -- Die Gründerin und Präsidentin des internationalen Schiller-Institutes, Helga Zepp-LaRouche im Interview mit Yang Rui im chinesischen Fernsehsender CCTV. Das Interview wurde während ihres jüngsten China-Besuchs im Februar diesen Jahres aufgezeichnet und am 14. April ausgestrahlt.


Die Weltlandbrücke

„Ein neues Paradigma für die Menschheit“

#4. WISSENSCHAFTSMOTOR FÜR DIE ÖKONOMIE

Der Mensch zeichnet sich dadurch aus, daß er das einzige Lebewesen ist, das sich kontinuierlich weiterentwickeln kann. Diese, nur dem Menschen eigene Qualität ist durch das Nutzbarmachen von immer höheren Energieflußdichten gekennzeichnet, und so sehen wir in unserer Vergangenheit das Verbrennen von Holz, Kohle, Koks, Öl und Gas bis hin zu den ersten Schritten der Kernspaltung als kontinuierlichen Prozeß in der Entwicklung der Menschheit und der Nutzung immer höherer Energieflußdichten.

Der Wirtschaftswissenschaftler und Staatsmann Lyndon LaRouche schuf mit seinem Konzept der „physischen Ökonomie“, der notwendigen Erhöhung der Energieflußdichte und der daraus folgenden Möglichkeit, die relative potentielle Bevölkerungsdichte der Weltbevölkerung zu erhöhen, eine neue wissenschaftliche Herangehensweise für erfolgreiche Wirtschaftspolitik.

Weiterlesen
Wissenschaftsmotor für die Ökonomie – Forschen für die Welt von morgen
  • Schluß mit dem malthusianischen Schwindel des „menschengemachten Klimawandels“ und der Zerstörung der Produktivität unserer Volkswirtschaft.

  • Deutschland muß den ideologisch motivierten Atomausstieg beenden und seine einstmalige Spitzenposition in der Kernenergie zurückgewinnen.

  • Im Rahmen internationaler Kooperation muß Deutschland an der Erforschung und Nutzbarmachung der Kernfusion mitarbeiten und dafür das Budget massiv aufstocken

  • Die Förderung der Raumfahrt- und Weltraumforschung und die internationale Zusammenarbeit muß zur neuen Priorität der deutschen Politik erklärt werden


Hintergrund

Raumfahrt zu betreiben, liegt in der Natur des Menschen. Zum einen ist es schlicht und einfach notwendig. Wir können nicht wie Gefangene auf einem Planeten bleiben und seelenruhig auf die Katastrophen warten, die diesem Planeten wahrscheinlich widerfahren werden. Heute ist das zwar noch ferne Zukunft. Aber manchmal muß man sich auch über die entfernte Zukunft Gedanken machen.

Zweitens: Um eine Volkswirtschaft zu erhalten, bedarf es einer hohen Rate wissenschaftlichen und technischen Fortschritts. Dazu braucht man ein Programm, das diesen Bereich systematisch vorantreibt.


Pioniertechnologien und Mittelstand – Deutschlands Stärke

Ingenieurtechnischer Erfindergeist und hochqualifizierter Mittelstand kommen in Deutschland immer noch auf einzigartige Weise zusammen, so daß zahlreiche Weltspitzenleistungen der Technik einen deutschen Ursprung haben. Selbst nach dem verheerenden Dekret zum ersatzlosen Ausstieg aus der Kernkraft vor sechs Jahren gilt dieses deutsche Markenzeichen auch noch für den atomaren Bereich. Bei Forschung und Entwicklung der Kernfusionstechnologie ist Deutschland mit dem Wendelstein-7-X in Greifswald ganz vorn. Dieses Potential gilt es zu bewahren und zu erweitern.

Deutschland muß zum Einsatz der sicheren Kernenergie (wie dem Hochtemperaturreaktor) zurückkehren und den ideologisch motivierten Ausstieg sofort beenden.

Wenn es gelingt, die in etlichen Forschungsbereichen vorn liegenden Einrichtungen zu Zentren der Entwicklung und Anwendung von Pioniertechniken wie Kernfusion, erweiterte Plasmaphysik, Isotopentechnik, Magnetschwebesysteme, Strahlenmedizin und Weltraumtechnik zu machen, könnte das Potential Deutschlands als führende Wissenschaftsnation enorm befördert werden.

In Stuttgart, einem Zentrum für Fahrzeug- und Maschinenbau wie auch der Raumfahrt, könnte z.B. das durch das Bahngroßprojekt Stuttgart 21 frei werdende Areal, um das wegen seiner Innenstadtlage und Ausdehnung viele Städte die Neckarmetropole beneiden, genug Platz bieten, um Forschungsstätten und kleine wie mittelständische Betriebe für die Erprobung und Anwendung neuentwickelter Techniken anzusiedeln.

Aus Dresden könnten neue Impulse aus der Werkstoffentwicklung in die noch in ihren Anfängen steckende Fertigung mit Hilfe der 3D-Drucktechnik fließen. Die Fraunhofergesellschaft hat in Dresden ein „Zentrum für Additive Fertigung” errichtet, in dem das Druckverfahren aus Metallstaub, Keramik- oder Plastikgrundstoff Teile formt, wie sie früher durch Guß oder Pressung hergestellt wurden, die aber genauso feste oder noch bessere Eigenschaften aufweisen. Europaweit ist dies die bisher größte derartige Anlage.

Aus den Bergbauregionen an Saar und Ruhr könnten jetzt brachliegende Fertigkeiten in die Entwicklung von Techniken zum Rohstoffabbau auf dem Mond oder später auf dem Mars fließen, z.B. wenn es um den Abbau von Helium-3 geht, einem wichtigen Energieträger für Kernfusionsreaktoren der zweiten Generation.


Eine Vision für die Zukunft

Krafft Ehricke zur notwendigkeit der Raumfahrt

Die Erforschung und Besiedelung des Weltraums durch den Menschen ist eine evolutionäre Notwendigkeit -- das ist der Kern des extraterrestrischen Imperativs, den der bekannte Raumfahrtforscher Dr. Krafft Ehricke (* 24. März 1917 in Berlin -- † 11. Dezember 1984 in La Jolla) in diesem Vortrag vor Schülern mit Hingabe und Begeisterung entwickelt.

Dr. Krafft Ehricke zählte weltweit zu den bekanntesten Raumfahrtforschern. Er war bereits in Peenemünde unter Wernher von Braun an der Entwicklung der ersten großen Raketen beteiligt und ging nach dem Zweiten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten. Dort nahm er an verschiedenen Raketen- und Raumfahrtprojekten teil, u.a. an der Entwicklung der Centaur, und leitete bis zu seinem Tod 1984 die Firma Space Global in La Jolla, Kalifornien.


Krafft Ehricke zum extraterrestrischen Imperativ (gesamter Vortrag)

Krafft Ehricke zur notwendigkeit der Raumfahrt

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