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Internationale Kernenergieentwicklung in Sudan, Vietnam, Japan - und Deutschland?

Sudan plant, seinen ersten Kernreaktor 2020 in Betrieb zu nehmen. Die staatliche Nachrichtenagentur SUNA schrieb am 21. August, das Ministerium für Elektrizität und Dämme habe mit den Planungen begonnen, und zwar in Zusammenarbeit mit der internationalen Atomenergiebehörde. Die erste Anlage, mit der Strom durch Kernenergie erzeugt werden soll, soll bis zum Jahr 2020 fertig sein. Der Bau des Kernkraftwerkes ist Teil eines langfristigen Gesamtplans der Nationalen Elektrizitäts-Gesellschaft, um dem steigenden Bedarf bis 2030 zu entsprechen. Am 4. August hatte die Regierung bekanntgegeben, daß die IEA dem Bau von zwei Kernkraftwerken zugestimmt hat. Der Generaldirektor der Sudanesischen Atomenergiebehörde, Mohammed Ahmed Hassan el-Tayeb kündigte für diese Woche den Besuch einer IAEA-Delegation an. Sudan ist seit 1958 Mitglied der IAEA.

Auch Vietnam hat ein Programm zur friedlichen Nutzung der Kernenergie, an dem sich, wie die japanische Zeitung [i]Yomiuri Shinbun[/i] berichtet, Japan beteiligen will. Am 24. August wird eine Delegation des japanischen Handelsministers Masajuki Naoshima und den Chefs von Tokio Electric Vorsitzenden, Toshiba, Hitachi, Mitsubishi Heavy, Kensai Electric, Chubu Electric, Japan Atomic Power Co. Vietnam deswegen besuchen. Die japanische Industrie und Regierung sind in einer großangelegten Mobilisierung, um ihr nukleares Exportprogramm voranzubringen. Außerdem hat sich auch der japanische Gewerkschaftsbund zum ersten Mal positiv über den wachsenden Einsatz von Kernenergie geäußert. Jetzt bereiten einige Firmen, darunter Tokio Electric und Toshiba, die Gründung eines gemeinsamen Nuklearexport-Unternehmens für diesen Herbst vor, mit dem Japan die Entwicklung der internationalen Kernenergie vorantreiben will.