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Linde-Aufsichtsratchef Reitzle fordert weiteren Einsatz der Kernenergie

In einem Interview mit Welt Plus am 7.5.2019, das in der Printausgabe der BILD publiziert wurde, forderte Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratchef der Firma Linde, Atomenergie weiter als „Bestandteil unserer Energiepolitik“ zu behalten, „weil nur sie grundlastfähig, billig und CO2-frei ist“.

Reitzle attackierte den überstürzten Atomausstieg der Bundesregierung, dessen gesamtwirtschaftlichen Folgen überhaupt nicht beachtet worden seien. „Hier wurde unter dem Eindruck eines durch einen Tsunami bewirkten Reaktorschadens in dem 9 000 km entfernten Kernkraftwerk Fukushima mal kurz eine epochale Entscheidung getroffen – und zwar ohne jede sachlich saubere Analyse und Abwägung des Gesamtzusammenhangs.“ Bei uns seien die Geigerzähler ausverkauft gewesen, während in Tokio kein Anstieg der Radioaktivität zu verzeichnen gewesen war. Heute werde Atomstrom aus Nachbarländern importiert und zwar von „unsichereren“ Kraftwerken, als es die deutschen sind. Deutschlands Strom sei mittlerweile der teuerste in Europa und der zweitteuerste weltweit.

Es ist sehr zu begrüßen, daß mit Herrn Reitzle endlich ein führender Manager der deutschen Industrie den Mut gefunden hat, das "K"-Wort auszusprechen und offen auf Distanz zur katastrophalen Energiepolitik der Bundesregierung geht. Bisher ist jedoch immer noch die BüSo die einzige deutsche Partei, die unbeirrt an der Kernenergie (Kernspaltung und Kernfusion) als unverzichtbarer Energiequelle für eine moderne Industriepolitik festgehalten hat. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende, wenn Sie wollen, daß sich die Vernunft auch in Deutschland wieder durchsetzt!