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Nord- und Südkorea einigen sich mit Rußland auf Verbindung ihrer Schienennetze

Im Anschluß an die jüngste Sitzung der [i]Ständigen russisch-nordkoreanischen Kommission[/i] in Wladiwostok, die sich mit der Zusammenarbeit auf Regierungsebene in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Wissenschaft befaßt, gab Rußlands Minister für die Entwicklung des russischen Fernen Ostens, Alexander Galuschka , eine Reihe wichtiger Durchbrüchen bei den Gesprächen bekannt. Die wohl wichtigste Entscheidung betraf den seit langem geplanten Bau einer Eisenbahnverbindung von Südkorea durch Nordkorea mit Anschluß an die transsibirische Eisenbahn. „Wir haben uns entschlossen trilaterale Projekte - mit Schwerpunkt Eisenbahnentwicklung - zwischen Rußland, der Demokratischen Volksrepublik Korea und der Republik Korea zu realisieren. Besonders wichtig ist die Verlängerung der transsibirischen Eisenbahn auf die koreanische Halbinsel. Das wird zur Verbesserung und Stabilisierung der Lage auf der ganzen koreanischen Halbinsel beitragen“, so Galuschka.

So könnte der nördliche Korridor der Eurasischen Landbrücke von Busan bis Rotterdam Gestalt annehmen. Bereits im November des letzten Jahres hatten sich Präsident Wladimir Putin und die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye in Seoul prinzipiell auf den Bau von Eisenbahn- und Pipelineverbindungen zwischen beiden Ländern geeinigt, vorausgesetzt man könne Nordkorea mit an Bord holen. Das scheint jetzt gelungen zu sein.

Desweiteren verkündete Minister Galuschka in Wladiwostok, daß ab diesem Monat der Handel zwischen beiden Ländern in Rubel abgerechnet wird, um das Handelsvolumen von jetzt 112 Mio. Dollar bis 2020 auf 1 Mrd. Dollar jährlich zu steigern. Und wie unter anderem [url:"http://voiceofrussia.com/news/2014_06_05/Pyongyang-to-switch-trading-wit..."]Voice of Russia[/url] berichtet, hat Moskau einem 90-prozentigen Schuldenerlaß für Zahlungsverpflichtungen Pjöngjangs aus sowjetischen Zeiten zugestimmt, wobei die Rückzahlung der verbleibenden 1,09 Milliarden Dollar in Raten über die nächsten zwanzig Jahren erfolge.

Weiter wird Nordkorea Rußland im Austausch für Importe und Investitionen Zugang zu wichtigen Rohstoffen gewähren. Südkorea verfügt über die weltweit größten Vorkommen seltener Erden, die, wie die britische Firma [i]SRE Minerals Ltd.[/i] im Januar berichtete, auf etwa 216 Mio. Tonnen geschätzt werden.

Außerdem will Rußland Investitionen in der [i]Sonderwirtschaftszone Kaesŏng[/i] an der Grenze zu Südkorea tätigen, wo seit 2002 nordkoreanische Arbeiter in Produktionsstätten südkoreanischer Firmen beschäftigt sind.

Die ist ein weiteres Beispiel, wie Rußland die Hau-drauf-Haltung der angloamerikanischen Kriegsfraktion wirkungsvoll unterläuft.